Hinweis zur Verwendung von Marken und Logos in diesem Blog.

Shooting mit Nika auf Zollverein

Die Fotos sind entstanden mit meiner Canon EOS 5D III, einem Sigma 50mm 1,4 Art und vorhandenem Licht. Nachbearbeitung mit Adobe Photoshop 2017 CC und Google Nik Collection.

Anklicken zum Vergrößern.

App für Fotografen: Canon Camera Connect

Quelle: www.play.google.com
Quelle: www.play.google.com

Hersteller: Canon Inc.

Wer über eine Canon Kamera mit Bluetooth- oder WLAN-Option verfügt (z.B. EOS 1300D, 750D, 760D, 70D, 6D), sollte sich diese kostenlose App von Canon herunterladen. Man verbindet das Smartphone drahtlos mit der Kamera und kann einerseits auf die Bilder der Speicherkarte der Kamera zugreifen und andererseits die Live-View-Funktion der Kamera fernsteuern.

Insbesondere letzteres ist sehr hilfreich, da das Smartphone oder Tablet damit nicht nur zur Fernsteuerung wird, sondern auch zum externen Monitor, auf dem die Fotos noch während des Shootings kontrolliert werden können. Auch Youtube-Filmer werden dieses Feature zu schätzen wissen, denn das Smartphone bzw. Tabelt wird so vollkommen ohne Kabelsalat zum Kontroll-Monitor. Wem das noch nicht reicht, kann die Bilder automatisch mit Standort-Daten ergänzen, sofern das Handy über eine entsprechende GPS-Funktion verfügt.


Hinweis: Es handelt sich hierbei NICHT um Werbung. Ich bekomme keinerlei Zuwendungen dafür. Ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen wider.

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EBOOK-SONAR stellt mein neues Buch vor

Der renommierte Blog "EBOOK-SONAR" von Lutz Schafstädt aus Potsdam hat mein neues eBook-Projekt "Weniger knipsen: Elemente der Bildgestaltung" am gestrigen Samstag vorgestellt.

 

In meinem neuen Buch zeige ich anhand vieler Beispielfotos die wesentlichen Gestaltungselemente in der Fotografie auf und erkläre deren Anwendung so, dass sie sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene leicht zu verstehen und anzuwenden sind.

 

Im Jahre 2013 war auch schon mein erstes Buch "Wie Sie mehr fotografieren und weniger knipsen" auf der Seite veröffentlicht worden.

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Neuer Wenigerknipsen-Newsletter versandt

Wer noch schnell ein Geschenk für einen Fotografen sucht, ist mit meinem Wenigerknipsen-Newsletter diesmal gut bedient. Hier finden Sie mehrere Anregungen in allen Preislagen.

 

Wer ihn verpasst hat, findet eine Webversion hier zum Nachlesen.

 

Danke für Ihr Feedback und Ihre Anregungen für neue Blogposts und Aktionen!


Suchen Sie noch ein "Wow!"-Geschenk?

Wie wäre es mit einem Gutschein für ein Fotografen-Coaching?

So funktioniert es: Sie beschreiben kurz, welche Art von Coaching Sie verschenken möchten (Grundlagenkurs, Fortgeschrittenen-Coaching oder spezielles Coaching zu einem bestimmten Themenschwerpunkt), ich mache Ihnen ein Angebot für ein individuell geplantes Einzel-Coaching über 3 Stunden zum Preis ab EUR 119,- in einer Location im Ruhrgebiet, bei dem der Beschenke garantiert der einzige Teilnehmer ist. Das Coaching ist daher sehr intensiv und effizient. Anschließend erstelle ich den Gutschein auf hochwertigem Fotopapier. Der Gutschein und  ein Exemplar meines Taschenbuchs "Wie Sie mehr fotografieren und weniger knipsen" (Ladenpreis EUR 13,90) geht Ihnen umgehend per Post zu. Sie zahlen die Rechnung per Überweisung oder über Paypal.Der Beschenkte meldet sich später bei mir, um die Details und einen Termin abzustimmen. - Fertig!

Übrigens ist das für Sie risikolos, denn ich gebe Ihnen eine Geld-Zurück-Garantie, falls der Beschenkte nicht zufrieden sein sollte (was in 4 Jahren Coaching-Erfahrung noch kein einziges Mal vorgekommen ist). ;-)


Hier unverbindlich anfragen; Sie erhalten umgehend eine Antwort:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Thomas Stephan
Thomas Stephan


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Geschenkideen für Fotografen (nicht nur zu Weihnachten)

Meine hier dargestellten Empfehlungen basieren ausschließlich auf meinen persönlich gemachten Erfahrungen. Mit Ausnahme der von mir selbst angebotenen Produkte (gekennzeichnet mit *) bin ich hierbei vollkommen unabhängig und bekomme keinerlei Zuwendungen oder andere Vorteile seitens der Hersteller oder der Händler der hier empfohlenen Produkte.

Geschenke für Fotografen unter EUR 10,-

einzelne Fotozeitschrift

pdf eBooks zu Fotogrundlagen *

SanDisk Speicherkarte 32 GB

Abbildung: SanDisk
Abbildung: SanDisk


Geschenke für Fotografen unter EUR 20,-

Lehrbuch Portraitfotografie

Lehrbuch Portraitfotografie (engl.)

Lehrbuch zu Fotogrundlagen *


Speicherkartenleser USB 3.0

Lehrbuch für bessere Fotos

Videoberatung *

Ihre Freundin braucht eine unabhängige Kaufberatung für eine neue Kamera oder ein Objektiv? Ihr Freund ärgert sich über unscharfe Fotos und braucht ein Coaching? - Dann nutzen Sie meine neue Videoberatung über Skype, Facetime oder Whatsapp Video! Pro 30 Minuten EUR 15,-

Auch als Geschenkgutschein!

Anfrage und Terminvereinbarung hier.




Geschenke für Fotografen unter EUR 30,-

SanDisk SD-Speicherkarte 32 GB

Faltreflektor (groß, 107cm)

Lehrbuch für entfesseltes Blitzen


Fernauslöser für entfesseltes Blitzen

AAA Akkus für Funk-Fernauslöser

AA Akkus für Systemblitz


Improvisierte Studios (engl.)

Lichtsituationen meistern (engl.)



Geschenke für Fotografen unter EUR 50,-

Displaylupe für Kontrolle am Set

Akkus Ladegerät (ohne Akkus)

Kameragurt für mittlere DSLRs

Abbildung: Enjoyyourcamera.com
Abbildung: Enjoyyourcamera.com

Wireless USB-Stick 64 GB

Abbildung: SanDisk
Abbildung: SanDisk

Externe Festplatte 1 TB USB 3.0

Portraitfoto-Vorbilder



Geschenke für Fotografen unter EUR 100,-

Adobe Photoshop Elements 15

Adobe erlaubt leider keine Abbildung seiner Produkte

Systemblitz mit Funkauslöser

Akku-Ladegerät (mit 8 Akkus)


Beauty Dish für Portraitfotos

Abbildung: Roundflash.com
Abbildung: Roundflash.com

Kameragurt für große DSLRs

Externe Festplatte 2 TB USB 3.0



Geschenke für Fotografen über EUR 100,-

Gutschein für Fotokurs *

Immerdabei-Outdoor-Kamera

Nikon Keymission 80
Abbildung: Nikon.de

Mobiler Datenspeicher

Abbildung: www.mportable.de
Abbildung: www.mportable.de


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Shooting mit "Nika" in einer alten Papierfabrik

Bereits im Sommer dieses Jahres hatte ich mich mit "Nika" zu einem Portraitshooting in einer alten, teilweise abgebrannten Papierfabrik in Ratingen verabredet. Das Gebäude ist kein "Lost Place", sondern wird in den intakten Bereichen weiter gewerblich genutzt. Trotzdem gibt es mehrere große Räume, in denen es Brandspuren gibt und große Maschinen rumstehen, deren Sinn sich einem nicht sofort erschließt. Hier hatten wir gut 3 Stunden für uns, die wir ausgiebig genutzt haben, um meine neue Akkublitz-Anlage von Jinbei auszutesten. Mehr von "Nika" gibt es hier auf ihrer Seite in der Modelkartei und auf ihrem bzw. meinem Instagram-Account.

 

Wer allein oder unter meiner Anleitung gerne mal mit "Nika" ein Portraitshooting ausprobieren möchte und/oder die Nachbearbeitung solcher Portraits mit Photoshop & Co erlernen möchte, kann mich hier gerne anfragen. Das Ganze ist natürlich auch als Geschenkgutschein bei mir erhältlich.

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Nick Fancher auf petapixel.com zu "Studio anywhere"

Nick Fancher ist ein Fotograf aus Columbus/Ohio, der sich auf minimalistische Setups in ganz einfachen, alltäglichen Locations wie Garagen, Parkhäusern, Kellern oder Wohnzimmer spezialisiert hat. Drei Bücher zum Thema "Studio anywhere" beweisen seine Kompetenz für außergewöhnliche Portrais, bei denen nur ganz wenig Equipment zum Einsatz kommt. Auf petapixel.com hat er eine kurze Zusammenfassung gepostet, nach welchen Lichtsituationen er konkret Ausschau hält und wie er sie nutzt. Hier geht es zu dem Blogpost und hier hat er ein Video dazu gepostet.

Filtersammlung "On1 Effects" Version 10 kostenlos

Zum Vergrößern bitte anklicken
Zum Vergrößern bitte anklicken

Die auf Bildbearbeitung spezialisierte Firma On1 bietet ihre Software "On1 Effects" immer mal wieder zum kostenlosen Download an. Der Normalpreis beträgt knapp USD 100,-, aber immer kurz vor Veröffentlichung einer Nachfolgeversion bietet der Herstellen seinen Newsletter-Abonnenten einen kostenlosen Download der Vollversion seiner aktuellen Version an. Aktuell gibt es die mächtige Version 10.5 für umsonst!

 

Ich habe die Vorgängerversionen 8 und 9 bereits seit Jahren genutzt und kam damit sehr gut klar. Jetzt bin ich auf die aktuelle Version 10.5 umgestiegen. Alle Filter sind übrigens mit einem Verlaufswerkzeug wie in Photoshop anwendbar.

 

"On1 Effects free" ist aber keine vollumfängliche Bildbearbeitungsoftware. Vielmehr bietet sie eine ganze Reihe vordefinierter Filter, die man mit wenigen Mausklicks auf sein Foto anwenden kann. Die Software installiert sich automatisch als Plugin für Adobes Lightroom oder Photoshop bzw. Photoshop Elements, kann aber auch mit seiner eigenen Oberfläche "stand alone" genutzt werden.

Zum Vergrößern bitte anklicken
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Der Workflow sieht in etwa so aus: Foto entweder in "On1 Effects" oder innerhalb von Lightroom oder Photoshop öffnen, durch die Filter browsen, Filter ausprobieren und anwenden, ggf. Filter kombinieren, abspeichern, fertig.

 

Neben diversen Effekt-Filtern findet man auch Schärfungstools, HDR-Effekte, Schwarz/Weiß-Effekte, Verlaufsfilter, Kontrastverstärker und jede Menge mehr.

 

Ich find's gut und kann auch die neuste Version dieser Software nur empfehlen! 

Hier geht's zum Download auf der Homepage des Herstellers:

https://www.on1.com/products/effects10free/

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Sigma bringt neue 85mm Portrait-Festbrennweite auf den Markt

SIGMA 85mm F1,4 DG HSM
Quelle: Sigma (SIGMA 85mm F1,4 DG HSM)

Endlich erfüllt der Hersteller Sigma den Wunsch vieler Portraitfotografen nach einer leistungsstarken 85mm Festbrennweite, die es in Sachen Abbildungsleistung und Preis mit den Linsen der Marken Canon und Nikon aufnehmen kann. In den letzten Jahren baute Sigma vor allem die eigene "Art-Serie" mit hochwertigen und leistungsstarken Objektiven aus. Dieses Portfolio wird jetzt (endlich) mit der 85mm-Festbrennweite  (die genaue Bezeichnung ist Sigma 85mm F1,4 DG HSM [Art]) komplettiert.

 

Auf der Photokina wurde das Objektiv, das ab November in Deutschland verfügbar sein soll, mit einem Preis von EUR 1.249,- angekündigt. Natürlich verfügt dieses Objektiv über einen schnellen und leisen Ultraschallmotor (HSM), der inzwischen nicht nur in dieser Preisklasse zum Standard gehört. 14 Linsen bringen eine ganze Menge Gewicht mit, konkrete Angaben dazu konnte ich auf die Schnelle aber nicht finden. Ich rechne mit etwa 1,5kg (!). Das viele Glas ist in einem Metallgehäuse und im üblichen, hochwertigen Design von Sigmas "Art-Serie" untergebracht. - Ich freue mich schon drauf!

 

Hinweis: Ich bekomme keinerlei Zuwendungen von den Herstellern Sigma, Canon oder einem Händler oder sonst wem. Die hier geäußerten Meinungen sind frei von kommerziellen Interessen und sind keine Werbung. Andernfalls würde ich sie als solche eindeutig kennzeichnen.

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App für Fotografen: Prisma

Quelle: www.play.google.com
Quelle: www.play.google.com

Hersteller: Prisma Labs Inc.

Wie viele andere Smartphone-Apps stellt auch "Prisma" eine Reihe Filter zur Verfügung, die auf eigene Fotos angewendet werden können. Hier werden die Fotos jedoch im Stil bekannter Künstler automatisch überarbeitet. Darunter finden sich Vorlagen, die von Edvard Munch, Picasso, Piet Mondrian, Katsushika Hokusai und Roy Lichtenstein inspiriert sind. Anleihen wurden aber auch bei Filmen wie Breaking Bad oder bei japanischen Animes genommen.

Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen. Leider werden die fertigen "Kunstwerke" jedoch automatisch mit einem gut lesbaren Werbeaufdruck in der rechten untere Ecke versehen. Für eine Veröffentlichung reicht die Ausgabequalität, aber an eine ernsthafte Weiterverwendung außerhalb von Social Media & Co ist leider nicht wirklich zu denken.


Hinweis: Es handelt sich hierbei NICHT um Werbung. Ich bekomme keinerlei Zuwendungen dafür. Ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen wider.

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Inspiration: Graham Jarvis, London

Beeindruckende Portraits mit einfachem Setup

Instagram ist eine gute Quelle für fotografische Inspirationen. Allerdings braucht man etwas Geduld bei der Suche nach den richtigen Portfolios. Der Londoner Fotograf Graham Jarvis veröffentlicht unter seinem Label "110011" beeindruckende Portraits, die mit ganz einfachen Mitteln entstanden sind. Manchmal postet er auch ein Foto des Setups. Selten sieht man dann mehr als sein "Garagen-Studio" oder ein Wohnzimmer, ein Lampenstativ mit einem funkgesteuerten Systemblitz und zwei weitere Lampenstative, die mit jeweils einer Klammer eine weiße oder schwarze Rückwand halten. Das war es auch schon.

 

Instagram: https://www.instagram.com/110011uk/

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wenigerknipsen-Fotokritik #15

Diagonalen

Fotograf: Samuel Zeller, Quelle: unsplash.com/@samuelzeller
Fotograf: Samuel Zeller, Quelle: unsplash.com/@samuelzeller (licensed under "Creative Commons Zero")

Stellen Sie sich dieses Foto einmal ohne den Schatten auf der linken Seite vor. Zwar würde das knallige Rot seine Wirkung behalten, das Foto würde aber trotzdem flach und langweilig wirken. Durch die beiden Diagonalen des Schattens erhält dieses Foto des schweizer Fotografen Samuel Zeller neben der jeweils rechteckigen roten und  grauen Fläche, eine dritte dunkle Fläche in Form eines Dreiecks.

 

Aufgrund der in der westlichen Welt übliche Leserichtung von Links nach Rechts folgt der Blick des Betrachters unwillkürlich der "absteigenden" Diagonalen aus dem linken oberen Teil des Fotos zur Bildmitte und damit zu der Tür in der Wand. Auch die zweite Diagonale, die vom unteren Bildrand "aufsteigt", führt den Betrachter ebenfalls zur Bildmitte, wo die Worte "Fire Exit" die Funktion der Türe auf der großen Wand erklären.


Diagonalen erzeugen in der Malerei und der Fotografie eine gewisse Wirkung. Sie bringen mehr Bewegung ins Bild, als waagerechte oder senkrechte Linien. Eine absteigende Diagonale (von links oben nach rechts unten) wirkt ruhiger und weniger spannungsvoll. Eine aufsteigende Diagonale (von links unten nach rechts oben) hält den Blick des Betrachters im Bild und erzeugt mehr Spannung.


Diagonalen können also dazu genutzt werden, den Blick des Betrachters durch ein Foto zu führen. Auch erzeugen Dreiecke, die durch das Zusammenspiel mehrerer Diagonalen entstehen, einen Kontrast zum rechteckigen Format des Fotos selbst und erzeugen so ebenfalls Spannung.

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Bildbearbeitung mit "Dark Contrasts" aus der Nik Collection

Der Filter "Dark Contrasts" aus der kostenlosen "Nik Collection" von Google betont Details und Texturen im gesamten Bild übermäßig stark, was zu einem dunkleren aber stimmungsvollen Ergebnis führt. Insbesondere detaillierte Strukturen, wie hier das Fell der Tiere, werden betont. Zusätzlich werden Schatten aufgehellt und Spitzlichter gedämpft, was das Foto stimmiger wirken lässt.

 

Beispiele (links ohne, rechts mit Filter):

Photowalk in der ZOOM Erlebniswelt in Gelsenkirchen

Heute war ich mit einem sehr netten Kunden in Gelsenkirchen in der ZOOM Erlebniswelt.

 

Zwar stehe ich Zoos und Tierparks grundsätzlich kritisch gegenüber, dennoch sind uns heute einige schöne Tierportraits gelungen.  Nachfolgend eine kleine Auswahl der Fotos.

 

Wer Lust hat, mit mir einen solchen Photowalk zu machen und das mit einem Coaching zu verbinden, bei dem er mit vielen Tipps und Tricks rum um das Thema Tier-Fotografie versorgt wird, kann bitte hier anfragen.

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Photowalk mit Langzeitbelichtungen im Medienhafen Düssledorf

Nach einiger Zeit war ich mal wieder im Medienhafen in Düsseldorf unterwegs. Begleitet wurde ich von einem neuen Kunden, der bei mir zwei Coachings zu den Themen "Langzeitbelichtungen" und "Bildgestaltung" gebucht hatte.

 

Wir hatten Glück mit dem Wetter, denn kurz nach Ende unserer Session ging in Düsseldorf ein Gewitter nieder. Wir kamen aber noch trockenen Fußes ins Parkhaus.

 

Wer Interesse an ähnlichen Exkursionen hat, kann mich hier unverbindlich anfragen.

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Einsteigerkamera mit Objektiv bis EUR 1.000,-

Das Dilemma

Ich werde oft gefragt, welche Einsteigerkamera ich empfehlen würde. Leider ist die Antwort auf diese vermeintlich einfache Frage alles andere als simpel. Eigentlich müsste ich mit diversen Gegenfragen antworten: "Welche Kamera benutzt Du bisher? Was gefällt Dir daran nicht mehr? Soll es wirklich eine Spiegelreflexkamera werden?  Warum? Bist Du Dir im Klaren darüber, dass so eine DSLR nicht in die Jackentasche passt? Wie oft und was willst Du fotografieren? Was willst Du ausgeben? Darf es auch eine Gebrauchte sein? Kannst Du Dir Equipment bei einem Kumpel ausleihen? Welche Marke benutzt er (damit seine Objektive auch auf Deine Kamera passen)? Möchtest Du nur knipsen, also hauptsächlich die Automatiken nutzen, oder bist Du bereit, tiefer einzusteigen und "richtig" fotografieren zu lernen?" usw.

 

Aber kaum jemand hat sich darüber Gedanken gemacht oder nimmt sich die Zeit dafür bzw. hat bisher überhaupt genug Erfahrungen gesammelt, um artikulieren zu können, was die neue Kamera besser machen soll als seine alte. Die meisten sind einfach nur enttäuscht von den Ergebnissen ihres Handys und den "Point and Shot"-Kompaktkameras, die sie bisher genutzt haben. Eine DSLR ist teurer und verspricht allein deshalb schon bessere Fotos (?!). - Nun, die meisten schrecke ich mit meinen Fragen ab. Daher versuche ich hier einfach mal, die Erfahrungen der letzten Jahre aus solchen Gesprächen und meinen Fotokursen zusammenzufassen und eine pauschale Empfehlung abzugeben:


"Immer drauf"-Objektiv mit großem Brennweitenbereich

Wichtiger noch als die Kamera ist das Objektiv, deshalb fange ich damit mal an: Als Einsteiger ist man oft versucht, die Limitierungen des mit der Kamera gekauften Kit-Objektivs (meist ein 18-55mm) durch ein zweites preisgünstiges Objektiv mit langer Brennweite zu überwinden. Meistens landet man dann bei einem 55-300mm Tele-Objektiv. Anfangs ist das toll, weil man nun endlich seine Motive nah genug heranzoomen und sogar freistellen kann. Aber spätestens im ersten Urlaub ist man genervt, weil man eine größere Kameratasche braucht, um beide Objektive mit sich herumzutragen. Hat man erst mal die ersten Objektivwechsel hinter sich, wird es nervig und man wünscht sich, dass man sowohl die kurzen als auch die langen Brennweiten in einem Objektiv zusammenfassen könnte, um das Objektiv dann einfach "immer drauf" lassen zu können. So ist der Begriff der "immer drauf"-Objektive entstanden, die eigentlich "Reiseobjektive" heißen.

 

Man muss wissen, dass solche Reiseobjektive mit 10fach Zoom und mehr (200mm/18mm = 11fach) bauartbedingt einen Kompromiss darstellen: Festbrennweiten werden immer schärfer und lichtstärker sein, als solche Zoom-Riesen. Dennoch überwiegen die Vorteile und die Ergebnisse sind bei neueren Modellen wirklich gut und genügen nicht nur den Ansprüchen von Anfängern. Daher empfehle ich ein Reiseobjektiv mit einem Brennweitenbereich, der die allermeisten Situationen abdeckt.

 

Das Sigma 18-300mm f/3.5-6.3 DC Macro OS HSM aus der "Contemporary-Serie" kann ich ruhigen Gewissens empfehlen, da ich es selbst bei meinen Fotokursen als Leihobjektiv einsetze. Der Neupreis liegt aktuell bei rund EUR 400,-. Die Abkürzung "DC" bringt zum Ausdruck, dass dieses Objektiv für Kameras mit dem gebräuchlichen APS-C Sensor gebaut wurde (also nicht für Vollformat-Sensoren). "Macro" bedeutet, dass man auf der 300mm-Einstellung auch Nahaufnahmen machen kann, "OS" ist die Abkürzung für "Optical Stabilizer" (eine Art "Anti-Verwackel-Funktion") und "HSM" steht für "Hypersonic Motor", was bedeutet, dass der Autofokusmotor besonders schnell und leise ist.

Sigma 18-300mm f/3.5-6.3 DC Macro OS HSM, Quelle: www.sigma-foto.de
Sigma 18-300mm f/3.5-6.3 DC Macro OS HSM, Quelle: www.sigma-foto.de

Die Kamera

Bei dem Kameragehäuse (auch als "Body" bezeichnet) beziehe ich mich auf den Hersteller Canon. Entsprechende Pendants gibt es aber auch von Nikon, obwohl ich hier das Bedienkonzept und die Menüführung etwas gewöhnungsbedürftig finde. Von anderen Herstellern würde ich als Einsteiger die Finger lassen (Panasonic, Lumix, Olympus, Sony usw.), weil der Markt hier kleiner und spezieller ist. Möchte man später gebrauchte Objektive nachkaufen, ist man bei den "großen" Herstellern Canon und Nikon einfach besser aufgehoben, weil das Angebot viel größer ist. Das gilt auch für den Zubehörmarkt.

 

Zieht man bei EUR 1.000,- eine Grenze und folgt man meiner Empfehlung für das Objektiv bleiben jetzt noch EUR 660,- für den Body. Die Anfängerkameras von Canon mit den "vierstelligen" Modellbezeichnungen (aktuell "1300D") bekommt man schon für EUR 350,-. Allerdings geht man hier wieder viele Kompromisse in Sachen Bedienkonzept und Zukunftsfähigkeit ein. Deshalb empfehle ich lieber die nächsthöhere "dreistellige" Modellklasse von Canon.  Damit wären wir bei der Canon EOS 760D angekommen, die aktuell für EUR 640,- zu haben ist. Anders als bei den anderen "dreistelligen" Modellen, verfügt diese bereits über ein zusätzliches Wahlrad für die Blendeneinstellung auf der Gehäuserückseite und ein zweites kleines Display auf der Oberseite des Gehäuses. Beides sind eigentlich Leistungsmerkmale, die es erst ab den "zweistelligen" Canon-Modellen gibt.

 

Eine Alternative zu neuen Kameras stellen gebrauchte dar. Daher empfehle ich, bei einem Fotofachhändler eine gebrauchte Kamera zu kaufen, denn hier hat man im Gegensatz zu ebay & Co. eine Gewährleistung von mindestens 6 Monaten, man geht also kein Risiko ein. Der Fachhändler liest einem auch aus, wie viele Auslösungen die Kamera hinter sich hat. Alles unterhalb von 20.000 Klicks ist kein Problem. Die Kameras halten meist 100.000 Spiegelschläge und mehr aus.

 

Für den Preis einer neuen "Dreistelligen" bekommt man hier eine etwas ältere "Zweitstellige" (z.B. Canon EOS 60D für EUR 450,- oder Canon EOR 70D für EUR 650,-). Das bisherige "einstellige" Top-Modell der APS-C-Kameras von Canon, die Canon EOS 7D ist sogar für rund EUR 500,- gebraucht zu haben.

 

Ob man also eine neue Canon EOS 760D oder eine gebrauchte Canon EOS 70D oder eine gebrauchte Canon EOS 7D kauft, bleibt preislich fast gleich. Von den "vierstelligen" Anfängerkameras würde ich die Finger lassen.

 

Welches Modell es denn nun werden soll, würde ich von der Haptik abhängig machen. Fassen Sie die Kameras an, probieren Sie sie beim Händler kurz aus! Sie werden merken, dass die Gehäuse unterschiedlich groß sind, so ist die 7D deutlich wuchtiger als die eher zierliche 760D, die sogar über ein Klappdisplay verfügt, was die 7D nicht hat. Die 7D hat aber ein Magnesiumgehäuse und fühlt sich einfach besser an als die 760D (finde ich jedenfalls). Machen Sie die Kaufentscheidung ruhig davon abhängig, welche der Modelle Ihnen am besten in der Hand liegt und wie sie sich "anfühlt". Schließlich ist es ein Hobby und der Gebrauch der Kamera soll Ihnen Spaß machen! Zusammen mit dem Reiseobjektiv haben sie dann eine hochwertige DSLR-Ausrüstung für unter EUR 1.000,- erworben. Denken Sie noch an eine schnelle Speicherkarte und einen Schutzfilter für das Objektiv.

 

Weiterführende Links:

Weitere Empfehlungen von mir finden Sie hier.

Blogpost "Für Einsteiger relevante Unterschiede der DSLR-Modellreihen"

Blogpost "Warum nicht auch mal gebraucht kaufen?"

Blogpost "Canon EOS 7D vs. neue Canon EOS 7D Mark II"

Canon EOS 760D

Canon EOS 760D, Quelle: Canon.de
Canon EOS 760D, Quelle: Canon.de

Canon EOS 70D

Canon EOS 70D, Quelle: Canon.de
Canon EOS 70D, Quelle: Canon.de

Canon EOS 7D

Canon EOS 7D, Quelle: Canon.de
Canon EOS 7D, Quelle: Canon.de


 

Meine hier dargestellten Empfehlungen basieren ausschließlich auf meinen persönlich gemachten Erfahrungen. Hierbei bin ich vollkommen unabhängig. Ich bekomme keinerlei Zuwendungen oder andere Vorteile seitens der Hersteller oder der Händler der hier empfohlenen Produkte.

Hinweis zur Verwendung von Marken und Logos auf dieser Website.

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Fotozeitschriften im Vergleichstest

Fotozeitschriften FOTOHITS Nr. 6/2016 gegen CHIP FOTO VIDEO Nr. 7/2016

Hinweis: Der hier vorgenommene "Vergleichstest" ist rein subjektiv, die angelegten Kriterien halten keiner strengen Überprüfung auf Neutralität stand. Aber das ist auch nicht das Ziel. Ich möchte einfach meinen persönlichen Eindruck zu diesen Ausgaben widerspiegeln, weil ich oft gefragt werde, welche Fotozeitschrift in empfehlen würde. Da die Qualität von Ausgabe zu Ausgabe schwankt, fällt es mir schwer, hier eine Empfehlung auszusprechen. Daher habe ich mich zu dieser Art der Auseinandersetzung und Darstellung entschlossen. Im Übrigen bekomme ich keinerlei Zuwendungen oder Vorteile von den Herausgebern der von mir vorgestellten Zeitschriften. Ich zahle den vollen Preis und habe auch keinen Kontakt zu den Redaktionen. - Für Feedback wäre ich dankbar. Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion unter dem Artikel.

Quelle: fotohits.de und chip-kiosk.de/chip-foto-video
Quelle: fotohits.de und chip-kiosk.de/chip-foto-video

FOTOHITS Nr. 6/2016

Ladenpreis, Umfang, Werbeanteil, Preis pro Seite

Zuerst zu den harten Fakten: Die aktuelle FOTOHITS kostet EUR 3,50 und umfasst 116 Seiten, wovon mehr als 12 ganze Seiten mit Werbung belegt sind. Das entspricht einem Werbeanteil von 10,9%. Lässt man die Werbung weg, bleiben etwas mehr als 103 Seiten echter Inhalt. Bereinigt um die Werbung kostet eine Inhaltsseite also rund 3,4 Cent.

Die Umschlagseiten werden als Inhaltsseiten mitgezählt, zumal die Frontseite auch vom Verlag mit der Seitennummer 1 versehen wird. Testberichte oder Produktdarstellungen mit kurzen redaktionellen Texten werden für beide Fotomagazine nicht als Werbung gewertet.

Inhalte, Schwerpunkte der Ausgabe

Wie in den meisten Magazinen, die sich mit der Fotografie beschäftigen, bilden auch in dieser Ausgabe der FOTOHITS Produktvorstellungen und -tests einen der Schwerpunkte. So werden unter anderem vier neue Kameras, drei Objektive und ein Anschluss-Konverter ausführlich getestet. Wieder werden zwei Software-Vollversionen an die Leser kostenlos abgegeben, deren Nutzwert überschaubar ist.  Weitere Software wird vorgestellt und besprochen.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Ausgabe ist das Thema Outdoor-Fotografie mit der sich daraus ergebenden Fragestellung, wie man seine Ausrüstung vor Witterungseinflüssen, Schmutz usw. schützen kann. In der Rubrik "Wissen" werden unter anderem Fototricks und Spezialeffekte erklärt und eine Artikelserie zum Thema Panoramafotografie fortgesetzt.

Außerdem werden die Siegerfotos der Sony World Photography Awards vorgestellt. Hier ist mir das Editorial positiv aufgefallen, in dem die Frage aufgeworfen wird, was bei solchen Awards eigentlich bewertet wird. Sind es die "besten" Fotos, die dort prämiert wurden oder doch nur solche, die eine Story zu bieten haben. "Fotos ohne Beipackzettel" scheinen nicht mehr für sich selbst stehen zu können, sondern die Story hinter dem Bild scheint aktuell wichtiger zu sein, muss aber erklärt werden, weil sie sich dem Betrachter nicht sofort erschließt.

Mehrwert

Die aktuelle Ausgabe war ein netter Zeitvertreib für mich (ich habe die FOTOHITS abonniert). Konkreten Mehrwert in Form von Anregungen für meinen Blog, neues Equipment für mich oder Tipps, die ich noch nicht kannte, enthielt diese Ausgabe für mich leider nicht. Allerdings habe ich den Artikel über die Fotografin Regina Relang mit Interesse gelesen und werde wahrscheinlich die Ausstellung im Schloss Oberhausen besuchen.

Fazit

Ich mag die FOTOHITS. Aber man merkt, dass der günstige Preis auch irgendwie finanziert werden muss. Das geschieht über viele Produktplatzierungen/-Vorstellungen. Wen das nicht stört oder wer darüber sogar Anregungen zum Kauf von neuem Equipment erhalten möchte, ist hier richtig. Gut gefallen hat mir unter anderem die kritische Auseinandersetzung mit den Sony World Photography Awards und das Interview mit einer der Preisträgerinnen.

CHIP FOTO VIDEO Nr. 7/2016

Ladenpreis, Umfang, Werbeanteil, Preis pro Seite

Im Vergleich dazu bietet die aktuelle CHIP FOTO VIDEO mit 132 Seiten etwas mehr Inhalt, kostet aber auch mit EUR 4,50 etwas mehr als ihre Kontrahentin. Der Werbeanteil liegt bei 12,5%, was 16,5 ganzen Seiten Werbung entspricht. Bereinigt um diese Werbung zahlen wir also 3,9 Cent pro echter Inhaltsseite. Die vorliegende Fassung beinhaltete auch eine DVD mit einem eBook über Portraits, einem mehrteiligen Video-Tutorial über Photoshop Elements sowie Testfotos zu den getesteten Kameras . Die Ausgabe mit DVD kostet EUR 2,- mehr. Um Kosten und Preis vergleichbar zu halten, wird die DVD nicht mit bewertet.

Inhalte, Schwerpunkte der Ausgabe

Ein Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe liegt in der Diskussion verschiedener Locations. So werden Beispielfotos aus Museen, U-Bahn-Haltestellen, Konzerten, Höhlen usw. vorgestellt, die als Anregungen zum Nachmachen dienen sollen. Weitere Bildideen von abstrakt, Seifenblasen, über Familienfotos in einer Halfpipe, Langzeitbelichtung bis zur Street Photography werden vorgestellt und mit Beispielfotos unterlegt. Dabei werden Themen wie entfesseltes Blitzen, Portraitretusche, Nachschärfen, Bildrauschen, Zoomstufen bei Systemblitzen,  Lichtformer usw. einfach gleich mit behandelt. Dadurch wirken die Artikel sehr kompakt und abwechslungsreich. Natürlich bleiben die einzelnen Themen an der Oberfläche, was aber nicht stört. Sie sollen Anregungen liefern, was auch gelingt.

Der Werbeanteil der aktuellen Ausgabe der CHIP FOTO VIDEO ist insgesamt sogar etwas höher als bei der FOTOHITS, trotzdem sind die Produktplatzierungen irgendwie weniger offensichtlich. Der Sony World Photography Award wird auch hier angesprochen, eine kritische Auseinandersetzung oder gar ein Interview mit einem der Preisträger erfolgt, anders als bei der FOTOHITS, hier leider nicht.

Wenn ich richtig gezählt habe, werden 5 Kameras und 18 Objektive getestet und in umfangreichen Ranglisten einsortiert, wobei die Testberichte nicht so in die Tiefe  gehen, wie die der FOTOHITS.

Mehrwert

Ich überlege, ob ich den Artikel zur Hautretusche als Anregung dazu nutzen werde, einen Blogpost oder ein Video zu diesem Thema zu veröffentlichen. Wie für die CHIP FOTO VIDEO üblich, ist der Artikel gut aufgemacht, bleibt aber sehr an der Oberfläche. Das kann ich vielleicht besser ;-)

Darüber hinaus war der konkrete Mehrwert für mich eher überschaubar und lag ähnlich wie bei der FOTOHITS in einer angenehmen Beschäftigung mit meiner Foto-Leidenschaft.

Fazit

Für mich hat diese Ausgabe der CHIP FOTO VIDEO leicht die Nase vorn. Die Aufmachung und die Themen haben mich eher angesprochen, was den geringen Mehrpreis gegenüber der FOTOHITS rechtfertigt. Mich irritiert allerdings, dass die Artikel meist "anfängertauglich" an der Oberfläche bleiben, das vorgestellte Equipment aber "high end" ist. So hat diese Ausgabe kein Problem damit, Kameras für EUR 6.000,- bis EUR 7.000,- zu testen, während ein paar Seiten vorher erklärt wird, wie man ein Objektiv wechselt ... (?!).



Wen das Thema Fotozeitschriften interessiert, dem empfehle ich noch folgenden Blogpost von mir:

Fotozeitschriften im Vergleichstest vom 02.09.2014


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Neuer Wenigerknipsen-Newsletter versandt

Wow! Den letzten Newsletter habe ich kurz vor Weihnachten versandt. Die Zeit rast!

Es wurde wirklich mal wieder Zeit für einen neuen Newsletter, oder?

 

Wer ihn verpasst hat, findet eine Webversion hier zum Nachlesen.

 

Danke für Ihr Feedback und Ihre Anregungen für neue Blogposts und Aktionen!

Besuchsbericht: "Wunder der Natur" im Gasometer Oberhausen

Im etwa 100 Meter hohen Gasometer in Oberhausen wird noch bis zum 30.12.2016  eine Ausstellung mit dem Titel "Wunder der Natur" gezeigt.

 

Großformatige Fotos mit Tieren und Pflanzen veranschaulichen deren außergewöhnliche Sinnesleistungen, ihren Jagdstrategien, Fortpflanzungsrituale oder setzen sich mit deren überraschend komplexen sozialen Miteinander auseinander.

Doch damit nicht genug: Unangefochtener Höhepunkt dieser Ausstellung ist ein im Hohlraum dieses gigantischen Gebäudes aufgehängter "Planet Erde". Auf eine rund 20 Meter große Kugel werden bewegte Satellitenbilder projiziert, die tatsächlich den Eindruck vermitteln, als wenn man aus dem Weltall auf unseren Heimatplaneten schaut und dem komplexen Spiel der Atmosphäre in Zeitraffer zusieht, während sich Tag- und Nachtseite abwechseln. Aber nicht nur der Tag- und Nachzyklus wird anschaulich dargestellt, sondern auch der Wechsel der Jahreszeiten, so dass man nicht nur das Abschmelzen der Polkappen beobachten kann, sondern auch den alljährlichen Vormarsch und den Rückzug der Vegetation in Aquatornähe.

 

Eine echte Empfehlung! Der Eintritt kostet für Erwachsene EUR 10,-.

Ich hatte ein lichtstarkes 50mm f/1.4 Objektiv, aber kein Stativ dabei. Die meisten Aufnahmen sind mit ISO Werten zwischen 1600 und 3200 ISO entstanden.

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Ralf Bleckmann

Ralf Bleckmann
Ralf Bleckmann

Ralf Bleckmann ist heute Morgen im Alter von 53 Jahren verstorben. Viel zu jung, unerwartet für die, die glaubten ihn gekannt zu haben, unter schwer zu begreifenden Umständen, vorhersehbar für ihn selbst.

 

Als ich vor über 20 Jahren enttäuscht von meinen Fotos aus einem Portugal-Urlaub zurückkehrte und ihn als Kollegen um Hilfe bat, riet er mir zum Kauf einer gebrauchten analogen Spiegelreflexkamera mit einem Weitwinkelobjektiv.

 

 

Das war der Moment, als ich begann weniger zu knipsen und mehr zu fotografieren.

 

Auch in den Jahren danach haben wir uns gern über die Fotografie ausgetauscht und er war immer ein guter Zuhörer und kompetenter Ratgeber. Manchmal war er auch weniger von der Lösung als vielmehr von dem Problem fasziniert. Dann redete er zu viel und vergaß schließlich die eigentliche Frage. Das machte ihm nichts, denn er konnte praktisch zu jedem Thema referieren. Diese Marotte sah ich ihm gerne nach, denn er hatte ein stets freundliches und hilfsbereites Wesen.

 

Ich bin sicher, dass er Tausende guter Fotos im Laufe der Jahre gemacht hat, die er aber leider nie mit der Welt geteilt hat. Warum weiß ich nicht. Ich würde gerne glauben, dass er sich selbst genug war und sich seine Fotos ab und an bei einer Pfeife zufrieden angeschaut hat. Sicher bin ich mir da leider nicht.


Danke Ralf, ich habe viel von Dir gelernt. Durch Dein Leben und auch durch Deinen Tod.


Ich wünsche weiterhin allzeit gutes Licht!
Thomas Stephan von wenigerknipsen.de

wenigerknipsen-Fotokritik #14

Ausschnitt

Fotograf: Thomas Kelley, Quelle: unsplash.com/@thkelley
Fotograf: Thomas Kelley, Quelle: unsplash.com/@thkelley (licensed under "Creative Commons Zero")

Fotos, die zu viel zeigen, gibt es wahrlich genug! Sie überfordern den Betrachter nicht selten. Besser ist es, einen Ausschnitt zu wählen, der sich auf wenige markante Details beschränkt.

 

Der Fotograf Thomas Kelley hat hier einen Bildausschnitt gewählt, der den Eiffelturm nicht vollständig zeigt. Trotzdem erkennt man die typische Bauweise anhand dieses Ausschnittes sofort. Die verwendete Brennweite muss zu dem gewünschten Bildausschnitt passen. Hier wurde ein Weilwinkel (27mm @KB) verwendet, das den Turm auch im Hochformat hätte zeigen können. Kelley verwendet aber stattdessen das Querformat und setzt den Turm auf die rechte Seite, so dass links ein leerer bzw. negativer Raum entsteht, der Spannung im Bild erzeugt. Die Bäume bilden unten und auch rechts oben eine Art Rahmen für das Bild. Gleichzeitig  bieten sie einen schönen farblichen Kontrast zum Graubraun des Stahlkonstrukts. Und noch etwas leisten die Bäume: Sie bilden eine Referenz zur Größe des Turms. Diese großen Bäume ragen noch nicht einmal bis zur ersten Plattform des Turms, der sich noch weit darüber hinaus in den Himmel streckt. Links ist kein Nebel zu sehen, sonst wäre der Turm ebenfalls im Nebel. Diese Überstrahlung entsteht vielmehr durch die Sonne, die sich knapp außerhalb des linken Bildrands befand.

 

Die Belichtungszeit lag bei 1/60s bei 320 ISO, die Blende war f/6.3.

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wenigerknipsen-Fotokritik #13

Kontrast

Fotograf: Thomas Stephan, Model: Lucy Comatose, Bearbeitung: Thomas Stephan
Fotograf: Thomas Stephan, Model: Lucy Comatose, Bearbeitung: Thomas Stephan

Den Unterschied zwischen hellen und dunklen Bereichen eines Fotos nennt man Kontrast. Ist der "Kontrast hoch", so sind die Helligkeitsunterschiede  in einem Foto groß, was meist einen positive Einfluss auf die Wirkung eines Fotos hat. "Kontrastarme" Fotos hingegen wirken flau und langweilig.

 

Wenn die Farben in einem Foto reduziert sind, wie in dem nebenstehenden Foto, oder sogar nur Schwarz, Weiß und Grautöne vorhanden sind, wie bei einem Schwarzweiß-Foto, sollten die Kontraste groß sein, um das Foto wirken zu lassen.

 

Dieses Foto ist in einem Fotostudio vor einem schwarzem Hintergrund entstanden. Ich habe nur einen Studioblitz mit einer Softbox von rechts verwendet. Ein zweiter kleiner Blitz erhellte den Hintergrund im unteren Bereich ein wenig. In der Nachbearbeitung habe ich die Kontraste nur leicht verstärkt und die Farbsättigung reduziert.

 

Die EXIF-Werte sind eher uninteressant, da sie mit Ausnahme der Brennweite keinen Einfluss auf die Bildgestaltung hatten: Belichtungszeit 1/125s und 100 ISO, Brennweite 50mm (@KB), Blende f/4.


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wenigerknipsen-Fotokritik #12

Goldener Schnitt, Drittelregel oder einfach nur "raus aus der Mitte"

Fotograf: Thomas Stephan, Model: Samira, Bearbeitung: Thomas Stephan
Fotograf: Thomas Stephan, Model: Samira, Bearbeitung: Thomas Stephan

Viele Fotografen legen ihr Motiv in die Bildmitte. Besser wirken jedoch Aufnahmen bei denen man versucht, das Bild in drei gleiche Teile aufzuteilen – sowohl horizontal als auch vertikal. Hierdurch entstehen vier Schnittpunkte dieser Linien. Platziert man das Motiv auf einer der entstehenden Schnittpunkte, ergibt sich ein harmonisch wirkender Bildaufbau. Bei dieser "Drittelregel" handelt es sich um eine vereinfachte Anwendung des in der Kunst schon lange bekannten "Goldenen Schnitts".

Der Fokus sitzt auf dem der Kamera nächsten Auge. Die Blende des 85mm (@KB) Objektivs war mit f/3.5 nicht ganz geöffnet, um genug Schärfentiefe zu haben, damit das gesamte Gesicht, die Haare und die Jacke scharf abgebildet werden. Gleichzeitig liegt der Hintergrund in der Unschärfe, um das Motiv vom Hintergrund freizustellen. Da ein Studioblitz mit Diffusor von links zum Einsatz kam, lag die Belichtungszeit bei 1/200s bei der kleinsten Empfindlichkeit von 100 ISO.


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wenigerknipsen-Fotokritik #11

Geringe Schärfentiefe

Fotograf: Alexander Lam Quelle: unsplash.com/@alxznder
Fotograf: Alexander Lam Quelle: unsplash.com/@alxznder (licensed under "Creative Commons Zero")

Eine offene Blende führt zu geringer Schärfentiefe. Dieses ist eines der wichtigsten handwerklichen Gestaltungsmöglichkeiten in der  Fotografie. Hierdurch kann man unruhige Hintergründe zu einer homogenen, ruhigen Fläche werden lassen, gegen das man sein Motiv freistellen kann, so dass der Betrachter sich auf das eigentliche Motiv konzentriert. Umgekehrt liegt der Fokus, also die Ebene größter Schärfe, auf einem ganz bestimmten Teil des Motivs, während der Rest unscharf ist.

 

Alexander Lam hat dieses Prinzip in seinem Foto einer ausgestreckten Hand vor einem Fenster eindrucksvoll umgesetzt. Was sehen wir? Lediglich eine Hand und eine unscharfen Hintergrund, der wohl eine Landschaft beim Sonnenaufgang zeigt. Das ist alles. Und trotzdem erzählt dieses Foto eine kleine Geschichte.

 

Der Fokus liegt auf den Fingerspitzen seiner linken Hand, während sowohl sein Arm, als auch die Welt hinter dem Fenster in Unschärfe liegen. Das fahle Licht des Sonnenaufgangs erzeugt eine düstere Stimmung und lässt die Haut der Hand bläulich/oliv wirken, was zusammen mit der Haltung der Hand einen Eindruck von Krankheit, Verzweiflung und Sehnsucht erzeugt. - Und schon hat man mit geringsten Mitteln die Zutaten einer kleinen Geschichte zusammen, die im Auge des Betrachters entsteht und dafür sorgt, dass er sich das Foto länger als nur eine Sekunde ansieht.

 

Die Blende war mit f/1.6 sehr weit geöffnet, die Brennweite war ein Weitwinkel von 35mm @KB und die Belichtungszeit betrug 1/160s bei 160 ISO. 


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wenigerknipsen-Fotokritik #10

Geschichten erzählen

Fotograf: Qusai Akoud Quelle: unsplash.com/@qusaiakoud
Fotograf: Qusai Akoud Quelle: unsplash.com/@qusaiakoud (licensed under "Creative Commons Zero")

Ein besonders schönes Mittel zur Bildgestaltung ist das Erzählen einer kleinen Geschichte.

 

Qusai Akoud hat hier einen kleinen Hund fotografiert, der an einen Baum angebunden wurde. An diesem Baum lehnt ein Rennrad. Die Leine ist lang. Wahrscheinlich lief der Hund vor wenigen Augenblicken noch neben dem Rennrad her, bis er hier wartend zurückgelassen wurde. Der Hund schaut entspannt in die Kamera. Offenbar kennt er die Situation und verlässt sich darauf, dass sein menschlicher Begleiter jeden Augenblick mit einer Papiertüte voll warmer Brötchen zurückkehrt und mit ihm nachhause zurück radelt.

 

Der Fotograf ging bei dem Foto in die Hocke, um die Aufnahme auf Augenhöhe mit dem Hund zu machen. Wir sehen die Situation daher gewissermaßen aus der Perspektive des Hundes und können uns leichter in seine Lage versetzen.

 

Die Brennweite beträgt 75mm @KB, bei 1/160s Belichtungszeit und 200 ISO. Die Blende ist weit geöffnet (f/2,8), so dass die Schärfentiefe nur auf der Ebene des  Hundes, des Baums und des Rennrads liegt. Daraus bestehen die Protogonisten der kleinen Geschichte. Der Hintergrund ist unscharf. Er tut gewissenmaßen nichts zur Sache und dient nur als Kulisse.


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wenigerknipsen-Fotokritik #9

Nähe zum Motiv (Nah ran! - Näher! - Noch nääähher!!)

Fotograf: Cel Lisboa Quelle: unsplash.com/@cellisboa
Fotograf: Cel Lisboa Quelle: unsplash.com/@cellisboa (licensed under "Creative Commons Zero")

In der Begeisterung über ein schönes Motiv möchte man gerne so viel wie möglich auf das Foto bekommen. Das führt leider nicht selten zu langweiligen Totalen und stecknadelkopfgroßen Hauptmotiven. Für den Betrachter leichter zu erfassen und damit auch gefälliger ist die Beschränkung auf wenige und aussagekräftigere Details eines Motivs.

 

Robert Capa (ein berühmter Kriegsfotograf) hat mal gesagt: "Wenn Deine Bilder nicht gut genug sind, dann warst Du nicht nah genug dran." Deshalb sollte man so nah wie möglich an das Motiv herangehen und ggf. sogar ein Teleobjektiv benutzen. Je weniger Dinge auf Ihrem Foto zu sehen sind, desto stimmiger und intensiver wird es auf den Betrachter wirken.

 

Die Fotografin Cel Lisboa hätte die Katze auch aus etwas mehr Entfernung oder mit einer kürzeren Brennweite fotografieren können. Dann wäre nicht nur der Kopf, sondern der gesamte Körper zu sehen gewesen. Aber sie ist sehr nah heran gegangen und hat so jede Menge charmante Details der gähnenden Katze festgehalten. Hierbei hat sie ihre eigene normale Perspektive verlassen und ist buchstäblich "auf Augenhöhe" mit der Katze gegangen. Das verstärkt den Eindruck der Nähe zusätzlich und lässt den Betrachter nicht auf die Katze "herabblicken", sondern quasi "gleichberechtigt auf der selben Höhe" treffen.

 

Was lernen wir daraus? Nah ran! - Näher! - Noch nääähher!!

 

Zwar liegt der Fokus leider nicht auf den Augen, sondern auf der Nase der Katze, dies war aber in dem kurzen Moment, in dem die Katze ihr Maul öffnet, kaum anders machbar. Die Schärfentiefe ist sehr gering, bereits unmittelbar hinter der Nase werden Barthaare, Augen und Ohren bereits unscharf, was sehr gut zu dem Motiv passt. Der Hintergrund ist vollkommen in Unschärfe aufgelöst. Das lässt auf eine weit geöffnete Blende (f/2.8) und eine kurze Entfernung zum Motiv schließen. Man sieht keine Bewegungsunschärfe, was an der relativ kurzen Belichtungszeit (1/50s bei 800 ISO) liegt. Die Brennweite beträgt 70mm @KB und liegt damit im leichten Telebereich.


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wenigerknipsen-Fotokritik #8

Wiederholung und Unterbrechung

Fotograf: Vladimir Chuchadeev Quelle: unsplash.com/@chuchad
Fotograf: Vladimir Chuchadeev Quelle: unsplash.com/@chuchad (licensed under "Creative Commons Zero")

Manchmal wirkt ein Motiv nur durch seine Wiederholung. Bei diesem Foto des russischen Fotografen Vladimir Chuchadeev ist das der Fall. Die leeren Fenster und Balkone sind einzeln uninteressant. Erst durch ihre Wiederholung erscheinen sie in einer gewissen Symmetrie. Die Menschen oben rechts bilden eine gute Größen-Referenz, die dem Betrachter hilft, die Proportionen besser einzuschätzen. Außerdem ist diese Wohnung offenbar noch nicht fertig, was die Wiederholung unterbricht. Das erzeugt ein wenig Spannung, ohne die das Foto langweilig wirken würde.

 

Wiederholung, ja sogar Monotonie kann ein Mittel der Bildgestaltung sein. Gut ist, wenn Sie an einer Stelle unterbrochen wird. Die Belichtungswerte sind hier vollkommen egal, denn weder die Blende noch die Belichtungszeit haben zur Bildgestaltung beigetragen.


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wenigerknipsen-Fotokritik #7

Perspektive als Mittel der Bildgestaltung

Fotograf: Ramiro Checchi Quelle: unsplash.com/@ramirochecchi
Fotograf: Ramiro Checchi Quelle: unsplash.com/@ramirochecchi (licensed under "Creative Commons Zero")

Fotos der Golden Gate Bridge gibt es Hunderttausende. Die meisten sind von Land aus aufgenommen und zeigen das imposante Bauwerk wie es sich mit seinen beiden zinnoberroten Pfeilern rund 2,7 km über die San Francisco Bay erstreckt. Jeder kennt diese Fotos. Die Perspektive ist fast immer dieselbe. In gewisser Weise sind diese Fotos austauschbar, langweilig.

 

Der Fotograf Ramiro Checchi hat einen anderen Weg gefunden, die Brücke darzustellen. Er wählt eine vollkommen andere Perspektive. Anstatt sie aus der Ferne zu zeigen, zeigt er sie ganz nah. Man sieht die einzelnen Nieten in einem der beiden Brückenpfeiler. Die charakteristische Farbe verrät die Identität des Bauwerks. Die tief stehende Sonne wirft schöne, lange Schatten auf das Motiv, so dass sich die Farben von Schwarz über dunkelrot bis hin zu einem strahlenden Orange von dem blauen Himmel abheben. Mehrere Diagonalen zerteilen das Foto und lenken die Blicke des Betrachters.

 

So kennen die wenigsten diese Brücke, aber jeder erkennt sie. Vielleicht entstand das Foto aus einem offenen Cabrio heraus, vielleicht aber auch als Fußgänger auf der Brücke. Und obwohl sie Golden Gate Bridge schon hunderttausendfach fotografiert wurde, zeigt diese neue Perspektive eine neue Seite dieses Motivs. Lediglich durch Veränderung der Entfernung, der Höhe und des Winkels der Kamera zum Motiv ändert sich die Perspektive vollständig und gibt quasi einen neuen Blick auf das Motiv frei.

 

Die Belichtungswerte sind zweitrangig: Die Brennweite beträgt 28mm @KB, die Belichtungszeit ist 1/160s bei 100 ISO.


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wenigerknipsen-Fotokritik #6

Staffelung teilt das Foto in Ebenen und erzeugt Tiefe

Fotograf: Nick Scheerbart, Quelle: unsplash.com/@nck
Fotograf: Nick Scheerbart, Quelle: unsplash.com/@nck (licensed under "Creative Commons Zero")

Wie schon in Fotokritik Nummer 3 angesprochen, fehlt der Fotografie die dritte Dimension, so dass dem Betrachter der Eindruck räumlicher Tiefe anders vermittelt werden muss. Viel früher als die Fotografie sah sich auch schon die Malerei mit demselben Problem konfrontiert. Hier entwickelte sich das Prinzip der Aufteilung des Bildes in mehrere Ebenen, was man auch als "Staffelung" bezeichnet. Diese Ebenen sind klassischerweise der Vordergrund, der Mittelgrund, der hintere Mittelgrund und der Hintergrund. Vereinfacht kann man auch von drei Ebenen (Vorder-, Mittel- und Hintergrund) ausgehen.

 

Der Fotograf Nick Scheerbart hat sich dieses Gestaltungsprinzip bei seinem Foto der Hamburger Speicherstadt zunutze gemacht und erzeugt so geschickt den Eindruck räumlicher Tiefe. Der Vordergrund besteht aus dem Ausflugsschiff, das von den eindrucksvollen Lagerhäusern an beiden Seiten flankiert wird. So entsteht nebenbei auch eine Referenz zu den Größenverhältnissen und der imposanten Höhe der aus Backsteinen gebauten Fassaden der Lagerhäuser. Der Mittelgrund ist die erste Brücke über den Kanal, die in der Bildmitte positioniert ist. Der "hintere Mittelgrund" ist die zweite Brücke und das Lagerhaus mit dem spitzen Aufbau. Beide liegen schon in einer Art Nebel, der durch UV-Licht und die Luftfeuchtigkeit entsteht und den Eindruck der Entfernung zum Standort des Betrachters verstärkt. Der Hintergrund ist der Himmel, der hier jedoch keine Zeichnung aufweist, sondern komplett weiß ist. Durch diese Staffelung entsteht der Eindruck einer Dreidimensionalität des Fotos, was man auch als Tiefeneindruck beschreiben kann. Die perspektivisch zur Bildmitte hin verlaufenen Linien auf den Fassaden verstärken diesen Tiefeneindruck zusätzlich.

 

Als Brennweite kam ganz offensichtlich ein leichtes Weitwinkel-Objektiv zum Einsatz. Da der Fotograf die Kamera vollkommen horizontal ausgerichtet hat, kam es zu keinen "stürzenden Linien". Belichtungszeit und ISO-Empfindlichkeit sind bezüglich der Bildgestaltung hier vollkommen irrelevant.


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wenigerknipsen-Fotokritik #5

Brennweite als Mittel der Bildgestaltung

Fotograf: Crew, Quelle: unsplash.com/@crew
Fotograf: Crew, Quelle: unsplash.com/@crew (licensed under "Creative Commons Zero")

Die Brennweite des verwendeten Objektivs bestimmt den Winkel der Szenerie, den man noch auf das Foto bekommt. Besonders kurze Brennweiten werden als "Weitwinkel" bezeichnet, lange Brennweiten als "Tele". Objektive, die nur eine feste Brennweite besitzen, werden konsequenterweise "Festbrennweiten" genannt. Solche Objektive, die einen ganzen Bereich mehrerer Brennweiten abdecken, werden als "Telezoom" oder kurz "Zoomobjektive" bezeichnet. Je weiter der Winkel, desto breiter und höher ist der Bereich, der auf dem Foto festgehalten wird.

 

Die Betreiber der Plattform "unsplash.com", auf der Fotos veröffentlicht werden, die man frei und ohne Einschränkungen der Urheberrechte verwenden darf, haben mit dem oben abgebildeten Foto eine sehr schöne, große Halle in Montreal (Kanada) mit beeindruckenden Säulen, Treppenaufgängen und einer aufwendigen Deckenkonstruktion fotografisch festgehalten. Ohne das verwendete Weitwinkelobjektiv (14mm @KB) hätte nur ein kleiner Ausschnitt fotografiert werden können, beispielsweise die drei Sessel. So aber vermittelt das Foto einen Eindruck der Größe und der ausladenden Dimensionen dieses Gebäudes. Die Brennweite ist also ebenfalls ein Mittel der Bildgestaltung, denn sie bestimmt, wie viel auf dem Foto letztendlich zu sehen ist.

 

Ein Nebeneffekt kurzer Brennweiten ist in dem Foto ebenfalls gut nachvollziehbar: So kippen die eigentlich senkrecht stehenden Säulen und Wände anscheinend zur Bildmitte hin. Man nennt diesen meist ungewollten Effekt auch "stürzende Linien".

 

Die Blende war bei der Aufnahme zumindest so weit geschlossen, dass die Schärfentiefe groß genug war, um sowohl die Sessel im Vordergrund, als auch die Fenster im Hintergrund gleichermaßen scharf abzubilden (geschätzt f/8). Ein Stativ kam vermutlich nicht zum Einsatz, denn Weitwinkelobjektive sind meist relativ lichtstark, so dass kurze Belichtungszeiten auch in Innenräumen möglich bleiben. Je nach Lichtverhältnissen vor Ort, der Lichtstärke des konkret verwendeten Objektivs und dem Umstand, ob aus der Hand oder vom Stativ fotografiert wurde, wird die ISO-Empfindlichkeit ggf. etwas erhöht worden sein. Für die Bildwirkung sind mit Ausnahme der Brennweite diese Werte aber irrelevant.


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wenigerknipsen-Fotokritik #4

Bewegungsunschärfe als Metapher für Bewegung in Fotografien

Fotograf: David Dibert, Quelle: unsplash.com/@dibert
Fotograf: David Dibert, Quelle: unsplash.com/@dibert (licensed under "Creative Commons Zero")

Der Fotografie fehlt nicht nur die dritte Dimension, es fehlt ihr auch die Möglichkeit, Bewegung direkt darzustellen. Dies ist dem Film bzw. dem Video vorbehalten. Aber auch in der Fotografie kann man Bewegung zumindest indirekt darstellen: Hierzu dient die Bewegungsunschärfe, die eigentlich ein Nebeneffekt zu langer Belichtungszeiten ist. Das Motiv oder Teile  davon bewegen sich während der Belichtungszeit und bilden so eine Unschärfe im Foto. Dieser Effekt stellt nicht zwangsläufig einen handwerklichen Mangel dar, sondern lässt sich sogar sehr gut zur indirekten Darstellung von Bewegung in einem Foto nutzen. Die Bewegungsunschärfe dient quasi als Metapher für die Bewegung.

 

Der Fotograf David Dibert hat sich dieses Prinzip bei seinem Foto des "Big Ben" in London zunutze gemacht. Vermutlich stand die Kamera am Straßenrand auf einem Stativ, denn die verwendete Belichtungszeit von 1/5s wäre zu lang gewesen, um die sich nicht bewegenden Objekte (Straße, Häuser, Big Ben usw.) aus der Hand noch scharf und ohne Verwacklung abzubilden. Durch die relativ lange Belichtungszeit haben sich die beiden roten Doppeldecker-Busse ein Stück weiterbewegt, bevor sich der Verschluss der Kamera geschlossen hat. Hierdurch entstehen die Striche und Schlieren, die man als Bewegungsunschärfe bezeichnet.

 

Dem Betrachter wird sofort klar: Die Busse haben sich bewegt und standen nicht still.

 

Um in der Dämmerung ein solches Foto zu machen und den Hintergrund scharf abzubilden, war die Blende vermutlich relativ weit geschlossen und die ISO-Empfindlichkeit war gering, sonst wäre eine längere Belichtungszeit nicht möglich gewesen, ohne das Foto über zu belichten.


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wenigerknipsen-Fotokritik #3

Tiefeneindruck und Diagonalen zur Gestaltung eines Fotos

Fotograf: Patrick Schöpflin, Quelle: unsplash.com/@patrickschoepflin
Fotograf: Patrick Schöpflin, Quelle: unsplash.com/@patrickschoepflin (licensed under "Creative Commons Zero")

Die Fotografie ist ein zweidimensionales Medium. Sowohl bei der Darstellung auf einem Display, als auch bei einem Ausdruck gibt es nur eine Breite und eine Höhe. Die dritte Dimension, die Tiefe, fehlt der Fotografie. Um aber zumindest den Eindruck von Tiefe in einem Foto beim Betrachter zu erzeugen, gibt es verschiedene Gestaltungsmittel.

 

Der Fotograf Patrick Schöpflin aus Berlin hat hier zwei dieser bildgestaltenden Elemente verwendet, um einen Tiefeneindruck zu erzeugen: Zum einen hat er eine relativ  kleine Blendenöffnung (f/8) verwendet, um eine möglichst große Schärfentiefe zu erhalten. So ist das Foto vom Vordergrund im linken Teil bis zum Hintergrund im rechten Teil des Fotos fast durchgängig scharf. Die auf einer Linie verlaufende Reihe der farblich hervorstechenden Säulen und der Deckenlichter bilden eine Diagonale, der der Betrachter unwillkürlich folgt und somit von links nach rechts durch das Bild geführt wird.

 

Der leere Raum unten rechts wiederholt sich oben rechts an der Decke in sehr ähnlicher Weise, so dass man sich auf die Säulen konzentriert. Auch die links positionierte Person trägt durch ihre Blickrichtung dazu bei, dass der Betrachter diesem Blick folgt und so von links (nah) über die Bildmitte nach rechts (fern)  durch das gesamte Foto "geführt" wird. Was die Farben angeht, so bilden die verschiedenen Grautöne von Boden und Decke einen schönen Kontrast zu dem hellen Orange der Säulen. Diese Reduktion auf wenige Farben trägt zur starken Bildwirkung bei.

 

Das Foto wurde mit einem Weitwinkelobjektiv (28mm @KB) vermutlich von einem Stativ aus gemacht, denn bei dem geringen vorhandenem Licht war die Belichtungszeit entsprechend lang (3,2s bei 200 ISO), ohne dass Anzeichen einer Verwacklung zu erkennen wären. Außerdem muss die Person absolut still gestanden haben, denn Bewegungsunschärfen sind ebenfalls nicht zu erkennen.


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wenigerknipsen-Fotokritik #2

Farben als Mittel der Bildgestaltung

Fotograf: Gabriel Santiago, Quelle: unsplash.com/@gabrielssantiago
Fotograf: Gabriel Santiago, Quelle: unsplash.com/@gabrielssantiago (licensed under "Creative Commons Zero")

Farben spielen eine wichtige Rolle bei der Bildgestaltung. Der Fotograf Gabriel Santiago aus Vancouver/Kanada nutzte nur das Licht einer Straßenlaterne, um das Rot des Regenschirms zum einzigen Motiv seines Fotos zu machen. Der Fokus liegt auf dem Regenschirm. Die Blende ist weit geöffnet (f/1.8), um einerseits eine noch akzeptable Belichtungszeit (1/100s) zu ermöglichen und andererseits den Hintergrund unscharf werden zu lassen. Durch die so erreichte geringe Schärfentiefe stellt er sein Motiv vom unruhigen Hintergrund frei. Außerdem setzt er den Regenschirm nicht in die Mitte des Fotos, sondern nach links versetzt, was einen Freiraum auf der rechten Seite erzeugt. Dieser negative Raum erzeugt Spannung im Foto. Die Schatten am unteren Rand des Regenschirms verschmelzen mit den Schatten der Straße. Bunte Lichter, die sich teilweise auf der nassen Straße spiegeln, unterstreichen das Gefühl von Regen in der nächtlichen Stadt. Die grünen Lichter auf der linken Seite bilden als Komplementärfarbe einen schönen farblichen Kontrast zu dem tiefen Rot des Regenschirms. Wahrscheinlich war dieser Effekt nur Zufall, aber er verstärkt gleichzeitig das Ungleichgewicht der linken zur rechten Seite des Fotos. Als Brennweite kam ein leichtes Tele mit 80 mm @KB zum Einsatz, was die geringe Schärfentiefe unterstützt. Der Kontrast wurde sicherlich nachträglich verstärkt, ebenso die Sättigung der Farben. Das Rauschen ist bei 400 ISO kaum sichtbar.


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wenigerknipsen-Fotokritik #1

Neue Fotokritik-Reihe im Blog auf wenigerknipsen.de

"Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut." Henri Cartier-Bresson (1908-2004)

Stimmt, aber was macht ein gutes Foto aus? Welche handwerklichen Dinge kann man beim Fotografieren beachten, um ein Foto zu verbessern? Wie machen es andere Fotografen? Wie gestaltet man ein Foto und was lässt man besser sein?

Ich will versuchen, durch Analyse verschiedener Fotos, typische bildgestaltende Faktoren zu beschreiben und auf ihre Verwendung im Rahmen von "Fotokritiken" hinzuweisen. Hierdurch möchte ich den Besuchern meines Blogs helfen, einen eigenen "fotografischen Blick" zu entwickeln, lohnenswerte Motive besser zu erkennen und Ideen für die eigene Bildgestaltung und die Nachbearbeitung zu erhalten. Auch möchte ich zeigen, wie man die handwerklichen Aspekte eines Fotos "liest" ohne die EXIF-Daten kennen zu müssen, deren Aussagekraft sowieso überschätzt wird.

 

Den Anfang macht ein Foto von Erez Attias, das mir sehr gut gefällt und sich die Symmetrie des Motivs zunutze macht:

Symmetrie als Mittel der Bildgestaltung

Fotograf: Erez Attias, Quelle: unsplash.com/erezattias
Fotograf: Erez Attias, Quelle: unsplash.com/erezattias (licensed under "Creative Commons Zero")

Symmetrie ist eine gern genutzte Möglichkeit zur Bildgestaltung. Der Fotograf Erez Attias hat hier offensichtlich eine Flughafenterminal gekonnt in Szene gesetzt und dabei die strenge Symmetrie der Architektur zum Aufbau seines Fotos genutzt. Vermutlich hat er seine Kamera auf die Beton-Mauer aufgelegt (oder ein Stativ benutzt), so dass der Horizont in der Mitte des Fotos verläuft, was die Symmetrie zusätzlich verstärkt, weil das Foto horizontal in zwei Hälften geteilt wird. Auch vermeidet der Fotograf so "stürzende Linien", die bei der Verwendung von kurzen Brennweiten (hier waren es 19 mm @KB) entstehen, wenn die Kamera nach oben oder unten gekippt wird. Die Linien der Rolltreppen, der Neonröhren, der Decke und der Mauern laufen exakt in der Bildmitte zusammen und bilden eine "zentrale Flucht", was dem Foto Tiefe vermittelt und den Betrachter in die Szene hineinzieht. Das Foto ist exakt horizontal ausgerichtet. Die Farben sind warm, aber leicht entsättigt. Der Kontrast und das Blau der Fensterscheiben wurden nachträglich verstärkt. Auch wurde nachträglich eine Vignette hinzugefügt, die die Ränder des Fotos abschattet und so die Mitte zusätzlich betont.

 

Es wurde eine kurze Belichtungszeit (1/125s) verwendet, denn weder gibt es eine Bewegungsunschärfe bei den Rolltreppen noch bei den Silhouetten der Menschen im linken Teil des Fotos. Dennoch nimmt die Schärfetiefe  vom Vordergrund bis zum Hintergrund kaum ab, was bedeutet, dass eine mittlere Blendenöffnung (f/6) verwendet wurde. Offenbar war aber genug Tageslicht vorhanden, denn die ISO-Empfindlichkeit musste nur um eine Blende (ISO 200) angehoben werden.


Mitmachen!

Möchten Sie, dass ich auch eines Ihrer Fotos  hier bespreche? Dann einfach Kontaktformular nutzen oder Kommentar unter diesem Blogpost hinterlassen!



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Sigma stellt 50-100mm Portrait-Zoom für APS-C Kameras vor

SIGMA 50-100mm F1,8 DC HSM
Quelle: Sigma (SIGMA 50-100mm F1,8 DC HSM)

Nachdem der Hersteller Sigma in den letzten Jahren vor allem mit der "Art-Serie" hochwertige und leistungsstarke Objektive u.a. für den Canon-EF Anschluss (für Vollformat-Kameras) produziert hatte, wartete ich eigentlich immer noch auf ein Portrait-Objektiv mit 85mm Festbrennweite und einer Blende von f/1,4.

 

Nun kam  überraschend die Ankündigung eines Zoom-Objektivs mit einem Brennweitenbereich von 50-100mm und ich war zuerst "hin und weg". Denn damit würde der komplette Brennweitenbereich, den ich sonst mit meiner Vollformat-Kamera für Portraits nutze, mit einer festen Blende von f/1,8 über den gesamten Zoom-Bereich abgedeckt! Natürlich mit Ultraschallmotor (HSM). Das Ganze in einem Metallgehäuse und im üblichen, hochwertigen Design von Sigmas "Art-Serie". Zwar mit 1,5 kg ein schwerer Brocken und nicht ganz billig, aber noch bezahlbar. - Wow!

 

Erst einen Tag später schaute ich dann genauer hin und musste feststellen, dass das Objektiv nicht für Vollformat-Kameras (z.B. Canon EOS 5D Mark III), sondern für Kameras mit dem APS-C Sensor (z.B. Canon EOS 7D Mark II) gefertigt ist. Das bring das Kürzel "DC" in der Objektiv-Bezeichnung zum Ausdruck und war auch eindeutig auf der Sigma-Homepage so nachzulesen. Bei Vollformat hätte bei Sigma-Objektiven dort "DG" stehen müssen.

 

Durch die Brennweitenverlängerung (so genannter "Crop Faktor") des kleineren Sensors von 1,6 bei Canon und 1,5 bei Nikon ist das 50-100mm Objektiv also umgerechnet auf das Kleinbildformat (KB) eigentlich ein 80-160mm, was nicht wirklich schlimm wäre und Portraits sogar eher zugute käme. Aber das Objektiv kann nicht an meiner Vollformat-Kamera verwendet werden (es hat einen EF-S Anschluss für APS-C Kameras von Canon und keinen EF-Anschluss). - Oh, wie schade!

 

Sehen wir es mal positiv: Ich hab Geld gespart und kann weiter auf meine Traumlinse "Sigma 85mm F1,4 DG HSM (Art)" warten. Wer allerdings noch nicht auf Vollformat umgestiegen ist und oft und gerne Portraits macht, dem kann ich das Objektiv ans Herz legen. Es ist offenbar sehr lichtstark und obwohl ich es noch nicht in der Hand hatte, glaube ich, dass es hält, was die übrigen Objektive aus Sigmas "Art-Serie" versprechen.

 

Hinweis: Ich bekomme keinerlei Zuwendungen von den Herstellern Sigma, Canon oder einem Händler oder sonst wem. Die hier geäußerten Meinungen sind frei von kommerziellen Interessen und sind keine Werbung. Andernfalls würde ich sie als solche eindeutig kennzeichnen.

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Empfehlung: Nik Collection jetzt kostenlos downloaden

Google hatte 2012 die ursprünglich deutsche Firma Nik übernommen und erstmal den Preis der Bildbearbeitungssoftware von USD 500,- auf USD 150,- reduziert. Vor ein paar Wochen hat die umfangreiche Nik Collection zur Bildbearbeitung in Deutschland noch EUR 119,- gekostet und war damit angesichts des Leistungsumfangs nicht zu teuer. Doch jetzt fokussiert Google seine Entwicklerkapazitäten auf andere Projekte rund um Google Photos und Snapseed und stellt den Vertrieb und die Wartung der immerhin sieben Module umfassenden Nik Collection ein.

 

Die gute Nachricht: Die Nik Collection kann ab sofort von der Google-Seite in der aktuellen Version heruntergeladen und kostenlos genutzt werden.

 

Sie besteht aus folgenden Modulen: Analog Efex Pro (Filter für Analog-Effekte), Color Efex Pro (u.a. Farbfilter und -korrektur), Silver Efex Pro (Schwarzweiß-Bildbearbeitung), Viveza (Selektive Farb- und Tonwertanpassung), HDR Efex Pro (High Dynamic Range), Sharpener Pro (Schärfung), Dfine (Rauschreduzierung). Bis auf HDR Efex Pro können alle Module als Plugins für Adobe Photoshop, Adobe Photoshop Elements, Adobe Lightroom und Aperture oder alternativ als eigenständige Programme unter Windows und Mac genutzt werden. Die Installation erfolgt vollautomatisch und ist kinderleicht.

 

Ich persönlich verwende Silver Efex Pro und Color Efex Pro schon seit Jahren und bin sehr zufrieden mit diesen Ergänzungen für meine Photoshop Elements-Software. Ich kann die Nik Collection daher allein schon wegen dieser beiden Module wirklich empfehlen!

 

Hier geht es zum kostenlosen Download: https://www.google.com/intl/de/nikcollection/

 

Für Hilfestellungen zur Nutzung der Module empfehle ich den entsprechenden Youtube-Kanal:

https://www.youtube.com/user/NikSoftwareLessons

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Für Einsteiger relevante Unterschiede der DSLR-Modellreihen

Will man sich ernsthaft mit der Digitalfotografie beschäftigen, wird man die direkte Kontrolle von Blende, Belichtungszeit und ISO sehr schnell zu schätzen wissen. Vorteilhaft ist es, wenn für diese drei elementaren bildgestaltenden Parameter separate Regler am Gehäuse der Kamera vorhanden sind. Doch die Bedienkonzepte der Spiegelreflexkameras unterscheiden sich, was hier am Beispiel des Herstellers Canon verdeutlicht werden soll:

Die "vierstelligen" Einsteigerkameras von Canon (also EOS 1300D, 1200D usw.) unterscheiden sich im Bedienkonzept von den etwas besser ausgestatteten "dreistelligen" Amateurkameras (EOS 750D, 700D, 600D usw.).  Diese wiederum unterscheiden sich ihrerseits von den "zweistelligen" semi-professionellen Modellen (EOS 80D, 70D, 60D usw.) Bei Canon haben die Profi-Modelle einstellige Typenbezeichnungen mit Zusätzen, die auf die Generation hinweisen (z.B. EOS 5D Mark III oder EOS 1D X Mark II).

 

Aber zurück zu den Bedienkonzepten und damit den für Einsteiger und Amateuren relevanten Unterschieden: Alle Modellreihen verfügen oberhalb des Auslösers über ein kleines Wahlrad, das mit dem rechten Zeigefinger bedient wird. Der jeweils gewählte Parameter kann damit verkleinert oder vergrößert werden. Bei den "vierstelligen" Modellen wird hiermit (wir gehen vom manuellen Modus "M" bei allen Kameras aus) zunächst nur die Belichtungszeit verändert.

EOS 1300D
Quelle: Canon.de (EOS 1300D)

Will man den ISO-Wert oder die Blende verändern, muss zunächst auf der Rückseite mit dem rechten Daumen die Taste "ISO" oder "Av+/-" (für den Blendenwert) gedrückt werden. Erst dann kann man mit dem kleinen Wahlrad auf der Oberseite diese Werte verändern.

Das ist umständlich, zumal bei der Veränderung der Blende die Taste sogar festgehalten werden muss. Will man im großen Display manövrieren, muss zuerst die "Q-Taste" gedrückt werden, um die als Kreuz angeordneten Tasten dann als Navigationstasten benutzen zu können.

Einsteigerkameras bei Canon verfügen über kein ausklappbares Display.

EOS 700D
Quelle: Canon.de (EOS 700D)

Am Beispiel der Canon EOS 700D sieht man hier das kleine Wahlrad hinter dem Auslöser sehr gut.

 

Abgesehen von einem ausklappbaren Display schneiden die "Dreistelligen" im Vergleich zu den "Vierstelligen" in Sachen Bedienkonzept kaum besser ab: Hier befindet sich auf der Oberseite der Kamera zwar eine separate ISO-Taste, die kurz mit dem Zeigefinger gedrückt wird, um den Wert anschließend mit dem kleinen Wahlrad verändern zu können. Will man aber die Blende verändern, muss auch hier die Taste "Av+/-" auf der Gehäuse-Rückseite umständlich gedrückt gehalten werden.

EOS 80D
Quelle: Canon.de (EOS 80D)

 

Erst die "Zweistelligen" bieten neben der separaten ISO-Taste auf der Oberseite ein zusätzliches, größeres Wahlrad auf der Gehäuse-Rückseite, das mit dem Daumen der rechten Hand bedient wird. So hat man auch diesen Wert direkt unter Kontrolle ohne zusätzliche Tasten zu drücken.

 

Anstelle eines separaten "Joysticks" zur Navigation im Hauptdisplay, wie es bei den Profi-Modellen üblich ist, bieten die "zweistelligen" Modelle nur eine Wippe in der Mitte des großen Wahlrads, die durch Drücken der "Q-Taste" aktiviert wird.

EOS 80D
Quelle: Canon.de (EOS 80D)

 

Außerdem verfügen die Modelle ab dieser Reihe über ein zweites kleines Display auf der Gehäuse-Oberseite, auf dem die wichtigsten Werte zusätzlich angezeigt werden. Separate Tasten steuern den Autofokus, den Serienbildmodus, die Belichtungsmessung und die Display-Beleuchtung. Um hierfür Platz zu schaffen, muss das große Wahlrad für den Betriebsmodus von der rechten auf die linke Seite der Kameraoberseite weichen, wie es auch bei den Profi-Modellen üblich ist.

 

Wie schon die dreistelligen Modelle ist auch das Hauptdisplay bei den zweistelligen ausklappbar, dreh und schwenkbar, was Aufnahmen am Boden oder über dem Kopf erleichtert. Außerdem ist ein eingeklapptes Display besser vor Kratzern geschützt.

 

Fazit: Nicht nur rein technische Parameter unterscheiden die verschiedenen Modellreihen der Hersteller, es sind auch klare Unterschiede im Bedienkomfort erkennbar, die den Preisunterschied rechtfertigen sollen. Ich kann es daher nicht oft genug sagen: Bevor man sich eine neue digitale Spiegelreflexkamera zulegt, sollte man auch ein etwas älteres Modell aus einer "höherwertigen" Modellreihe in Erwägung ziehen. Meist kann man hier mehr Leistung und mehr Bedienkomfort für das gleiche Geld bekommen.

 

Ein Beispiel: Die neue Canon EOS 1300D (Einsteiger-Modellreihe) kostet ab April 2016 EUR 375,- im Handel. Eine gebrauchte Canon EOS 60D (semi-professionelle Modellreihe) kostet im Second-Hand-Markt genauso viel. Es lohnt sich daher ein Blick auf die Gebrauchtartikellisten der Fachhändler.

 

Mehr Infos zur Anschaffung gebrauchter Kameras finden Sie  hier.

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Outdoor-Shooting mit Model Samira

Mit Samira (Tochter meiner besten Freundin) war ich dieses Mal im Parkhaus des Nordsternparks in Gelsenkirchen. Es war ziemlich windig, wodurch Samiras Haare kaum zu bändigen waren und sich auf vielen der Fotos im Gesicht wiederfinden. Im Ergebnis finde ich das aber sogar recht spannend.

Im ersten und letzten Drittel des Shootings kamen neben meiner Canon 5D Mark III, noch ein einzelner Systemblitz von Yongnuo, der über einen Funkfernauslöser des gleichen Herstellers ausgelöst wurde, sowie ein stabiles Lampenstativ von Calumet zum Einsatz. Als Blitzdiffusor habe ich den faltbaren Beauty Dish von Round Flash verwendet. Im zweiten Drittel haben wir nur das spärliche Licht genutzt, das vorhanden war ("available light"), so dass ich mit den ISO-Werten nach oben musste, was aber kein Problem war. Im Nachgang erfolgte die RAW-Entwicklung und die Retusche über Photoshop Elements.

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App für Fotografen: Google Drive

Quelle: www.play.google.com
Quelle: www.play.google.com

Hersteller: Google Inc.

Google Drive

Auch Google stellt wie Dropbox oder Microsoft einen Cloud Speicher zur Verfügung. Er heißt "Google Drive" und bietet wie der Konkurrent Microsoft 15 GB kostenlosen Speicherplatz im Netz zur Verfügung. Die Idee ist dieselbe: Dateien werden nicht lokal sondern im Internet gespeichert und so weltweit für verschiedenste Endgeräte und berechtigte Nutzer verfügbar gemacht. "Google Drive" kann also beispielsweise als Backup für die eigene Fotosammlung dienen.

Vorsicht bei der Rechtevergabe! Wer Dateien als "öffentlich" kennzeichnet, den nimmt Google beim Wort: Diese Dateien sind dann über die Suchmaschine für Jedermann zu finden und aufrufbar! 

Zwar geriet Google anders als Dropbox bisher nicht wegen größerer Sicherheitspannen beim Cloudspeicher in die Schlagzeilen, aber auch hier ist anzunehmen, dass selbst der Gigant Google nicht "No!" sagen kann, wenn die US-Geheimdienste anklopfen. Deshalb auch hier einen Stern weniger.


Hinweis: Es handelt sich hierbei NICHT um Werbung. Ich bekomme keinerlei Zuwendungen dafür. Ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen wider.

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App für Fotografen: OneDrive

Quelle: www.play.google.com
Quelle: www.play.google.com

Hersteller: Microsoft Corp.

OneDrive

Ein mit der Dropbox vergleichbarer Cloud Speicher wird von Microsoft angeboten und heißt "OneDrive". Auch hier ist die Idee, dass man Dateien nicht auf einer lokalen Festplatte speichert, sondern in der "Cloud", also im Internet. Hierdurch kann man weltweit auf diese Dateien zurückgreifen oder Sie mit anderen Nutzern teilen. Bei "OneDrive" startet man als Windows-Nutzer mit satten 15 GB kostenlosem Cloud Speicher. Wer seine Fotos also lieber nicht bei einem Festplatten-Crash des eigenen PCs oder Notebooks verlieren möchte, könnte Sie in die Cloud hochladen und OneDrive als Backup nutzen.

Zwar geriet Microsoft anders als Dropbox bisher nicht wegen größerer Sicherheitspannen in die Schlagzeilen, aber auch hier ist anzunehmen, dass Microsoft nicht "No!" sagen kann, wenn die US-Geheimdienste anklopfen. Deshalb auch hier einen Stern weniger.


Hinweis: Es handelt sich hierbei NICHT um Werbung. Ich bekomme keinerlei Zuwendungen dafür. Ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen wider.

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App für Fotografen: Dropbox

Quelle: www.play.google.com
Quelle: www.play.google.com

Hersteller: Dropbox Inc.

Die "Dropbox" ist ein leistungsfähiger und einfach zu bedienender Cloud Speicher, den man sowohl von mobilen Endgeräten, als auch vom heimischen PC aus nutzen kann. Entsprechende Bandbreiten und ein ausreichendes Datenvolumen vorausgesetzt kann man so jederzeit weltweit auf seine Fotos oder andere Dateien in der Cloud zurückgreifen oder sie als Austauschlaufwerk zwischen Kamera, Smartphone und PC nutzen. 

Man startet nach der Neuanmeldung zunächst mit mageren 2 GB Speicherplatz, kann dies aber relativ schnell auf 6 GB oder sogar mehr ausbauen und bleibt trotzdem noch kostenlos.

"Dropbox" nutzt übrigens die Server von Amazon.

Einen Stern Abzug dafür, dass die US-amerikanischen Betreiber der Dropbox immer wieder wegen Pannen bei der Sicherheit in die Schlagzeilen kommen. Auch kann man nicht ausschließen, dass die US-Behörden Zugriff auf die in der Dropbox gespeicherten Dateien haben, so dass man wohl davon ausgehen muss, dass man dort besser keine wirklich vertraulichen Inhalte hochladen sollte. Aber das gilt inzwischen wohl für alle US-Firmen.


Hinweis: Es handelt sich hierbei NICHT um Werbung. Ich bekomme keinerlei Zuwendungen dafür. Ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen wider.

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App für Fotografen: Autodesk Pixlr

Quelle: www.play.google.com
Quelle: www.play.google.com

Hersteller: Autodesk Inc.

Die App bietet extrem viele vorgefertigte Filter und Bearbeitungsfunktionen, die leicht zu bedienen sind. Darunter Effektfilter, Überlagerungen, Rahmen, Texte mit verschiedensten Schrifttypen und (leider auch ziemlich infantile) "Aufkleber". Dennoch ist die Auswahl "sinnvoller" Effekte und Filter im Vergleich zu anderen Apps sehr groß und leistungsfähig. Die Arbeit mit der App macht außerdem viel Spaß.


Hinweis: Es handelt sich hierbei NICHT um Werbung. Ich bekomme keinerlei Zuwendungen dafür. Ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen wider.

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App für Fotografen: Repix

Quelle: www.play.google.com
Quelle: www.play.google.com

Hersteller: Sumoing

Im Vergleich zu anderen Apps bietet Repix nur eine überschaubare Auswahl an Filtern. Zwar können weitere als "In-App-Käufe" hinzugekauft werden, die Effekte sind aber eher "bunt", als wirklich brauchbar. Außerdem nervt die Bedienung über die "Stifte", denn auf dem Smartphone-Display ist die Bearbeitung nicht präzise genug. Da retten auch die obligatorischen Rahmen und der witzige "Tropfen-Effekt" nicht mehr die Bewertung. Außerdem sind die fertigen Fotos mit 600 bis 700 KB nicht groß genug für eine ernsthafte Weiterverwendung außerhalb von Social Media & Co.


Hinweis: Es handelt sich hierbei NICHT um Werbung. Ich bekomme keinerlei Zuwendungen dafür. Ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen wider.

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App für Fotografen: Aviary

Quelle: www.play.google.com
Quelle: www.play.google.com

Hersteller: Aviary Inc.

Die App ist für grundlegende Bearbeitungsschritte wie das Wegstempeln von Hautunreinheiten, Zuschneiden, Nachschärfen, Einstellung von Sättigung, Kontrast, Helligkeit, Glanzlichter, Einfügen von Unschärfe, Vignettierung usw. gut geeignet. Ein paar Filter sind auch vorhanden, aber zusätzliche Effekte muss man separat herunterladen, wofür eine Anmeldung erforderlich ist und zum Teil Zusatzkosten anfallen. Im Vergleich zu anderen Apps ist der Funktionsumfang eher überschaubar.


Hinweis: Es handelt sich hierbei NICHT um Werbung. Ich bekomme keinerlei Zuwendungen dafür. Ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen wider.

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App für Fotografen: Snapseed

Quelle: www.play.google.com
Quelle: www.play.google.com

Hersteller: Google Inc.

Mit dieser von Google entwickelten App lassen sich Aufnahmen nachträglich sowohl manuell als auch über Filter automatisch verbessern. Die Benutzeroberfläche ist klar strukturiert, aber nicht immer einfach in der Anwendung. Die Möglichkeiten für eine Beauty-Retusche sind eingeschränkt. Wie üblich stehen auch "Rahmen" zur Verfügung. Aber insgesamt ist das Arbeiten mit Snapseed umständlicher und macht weniger Spaß als mit anderen Apps.


Hinweis: Es handelt sich hierbei NICHT um Werbung. Ich bekomme keinerlei Zuwendungen dafür. Ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen wider.

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App für Fotografen: Adobe Photoshop Express

Egal ob iPhone, Android oder WindowsPhone

Kamera-Apps und Apps zur Bildbearbeitung gibt es inzwischen "wie Sand am Meer". Hinzu kommen andere mehr oder weniger nützliche Apps zum Beispiel zum Veröffentlichen von Fotos in den Social Media Plattformen oder in speziellen Communities für Fotografen. Der Fundus an Apps, die für Fotografen nützlich sein könnten, ist groß und unübersichtlich. Allerdings gibt es wie immer auch viel Schrott. - wenigerknipsen.de möchte daher helfen: Ab sofort werden im Blog  Kurzbeschreibungen zu von mir getesteten Apps für Fotografen gepostet. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Noch eine Bitte: Wer selbst hilfreiche Apps kennt, ist herzlich eingeladen, mir einen Kommentar mit Vorschlägen zu schicken.


Wir starten mit dem Platzhirsch unter den Herstellern: Adobe Photoshop Express

Quelle: www.play.google.com
Quelle: www.play.google.com

Hersteller: Adobe

Fotobearbeitung auf dem Smartphone ohne Schnickschnack. Mit der Adobe App kann man tatsächlich "zwischendurch" mal einfache Beauty-Retusche machen und verschiedene Bildlooks ausprobieren. Ein besonderes Feature: Selbst kreierte Bildlooks können abgespeichert werden. Weitergehende Features können in der App hinzugekauft werden. Ein Ersatz für "das richtige" Photoshop Elements ist die App natürlich nicht.


Hinweis: Es handelt sich hierbei NICHT um Werbung. Ich bekomme keinerlei Zuwendungen dafür. Ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen wider.

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Wenn ein Affe von sich ein Selfie macht, wer ist dann Urheber des Fotos? Der Besitzer der Kamera oder der Affe?

Diese Frage erscheint erst einmal ziemlich konstruiert und akademischer Natur zu sein, könnte aber ein weiterer Schritt in Richtung der Anerkennung von Tierrechten sein. Im Moment beschäftigen sich nämlich US-amerikanische Gerichte mit dem Fall des Makaken-Affen "Naruto", der bereits im Jahre 2011 ein Selfie von sich gemacht hat. Nachdem das Foto u.a. auf Wikimedia veröffentlicht wurde, beansprucht nun der Besitzer der Kamera die Rechte an dem Foto, obwohl er nicht selbst auf den Auslöser gedrückt hat.

Selfie vom grindenden Makaken Naruto
Foto: Naruto oder David Slater, Quelle: heise.de

Sowohl Wikimedia als auch das US Copyright Office verweigern dem menschlichen Fotografen David Slater bisher die Rechte an dem Foto. Nun will die Tierschutzorganisation Peta gerichtlich klären lassen, ob "Naruto" die Rechte zugesprochen werden können. Das wäre das erste mal, dass ein Tier zum Besitzer einer Sache oder eines Rechtes werden würde. Der Weg hin zu unveräußerlichen "Tierrechten" (analog zu den "Menschenrechten") würde dann ein Stückchen kürzer werden.

Hier geht es zum Artikel auf heise.de


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Shooting mit Model "Nika"

Nika und ich haben zum ersten (aber bestimmt nicht zum letzten Mal) miteinander gearbeitet. Ich denke, die Ergebnisse können sich sehen lassen, oder? Bei der Bildnachbearbeitung konnte ich mich nicht wirklich auf einen Bildstil festlegen, daher habe ich viel experimentiert. Bei dem Shooting wurde mir wieder klar, dass ich "Close Ups", also Nahaufnahmen des Gesichts, aufgrund ihrer Intensität bevorzuge. Das Shooting übrigens fand im LaPaDu in Duisburg statt. - Danke an Nika!

Kommentare sind wie immer willkommen!

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Empfehlung: fotocommunity.de

Quelle: fotocommunity.de
Quelle: fotocommunity.de

Vielen wird die fotocommunity schon bekannt sein, aber ich treffe immer wieder Anfänger, die sie noch nicht kennen. Grund genug, sie hier mal kurz vorzustellen: Die fotocommunity ist eine im Jahr 2001 geründete Internet-Plattform, die zum Ziel hat, Fotoprojekte von engagierten Amateurfotografen unter einer einheitlichen Oberfläche zusammenzufassen und zu vernetzen. Bereits nach drei Jahren war schon die englischsprachige fotocommunity.com online. Es folgten weitere Ableger in Italien, Spanien und Frankreich. Heute ist die fotocommunity mit über 1.500.000 Mitgliedern die größte Internetgemeinschaft für Hobby-Fotografen in Europa. Und sie wächst weiter.

Ich bin von Anfang an dabei (http://nouge.de) und stolz auf meine kleine Mitgliedsnummer [fc-user:6485]. Das ursprüngliche Konzept wurde zwar um Kooperationen mit Kamera-Herstellern und Fotozubehör-Händlern erweitert, was einem viel Werbung beschert, wenn man ein kostenloses Account nutzt, aber die Grundidee ist geblieben: Amateurfotografen stellen ihre besten Bilder online und bitten um Feedback. Man kommentiert seine Fotos gegenseitig und nutzt die Plattform um seine Arbeiten öffentlich zu machen und sich zu vernetzen.

Kritiker sagen zwar, solche Plattformen seien eine "Weiterentwicklung der Selbstbeweihräucherung" und ich persönlich mag die vielen undifferenzierten "gefällt mir" Kommentare nicht, aber in Summe bin ich froh, dass es diese Plattform gibt. Sie hat mir bei meiner fotografischen Entwicklung geholfen.


Es gibt neben einem kostenlosen Account, bei dem man nur 1 Foto pro Woche hochladen darf, weitere kostenpflichtige Mitgliedschaften. Ich selbst nutze den kostenpflichtigen "Pro-Account", der einem weitergehende Funktionen und ein Upload-Kontingent von 10 Fotos pro Woche bietet. Mir reicht das vollkommen. Wer auch damit nicht auskommt, kann auf eine Premium-Mitgliedschaft upgraden.


In der fotocommunity (kurz fc) bekommt man meiner Erfahrung nach nur Feedback in Form von Bildkommentaren anderer fc-Mitglieder, wenn man selbst auch Feedback gibt und fleißig kommentiert. Die fc ist ein Geben und Nehmen. Die Kommentare sollten höflich, wohlwollend, aber auch ehrlich und nicht beschönigend sei, sonst helfen sie einem nicht weiter. Ich habe gute Erfahrungen gemacht, wenn ich sowohl die positiven, als auch die negativen Aspekte eines Fotos anspreche und nicht einfach "gefällt mir" schreibe. Man schult so ganz nebenbei sein "fotografisches Auge" für Fehler in den Fotos anderer und natürlich in seinen eigenen. Über das Erkennen und ansprechen der Fehler lernt man, wie es besser sein kann und damit verbessert man schlussendlich seine eigenen Fotos. Unabhängig von der fc sollte man sich sowieso seine Fotos immer gut ansehen, sowohl die schlechten, als auch die guten. Aus beiden kann man gleich viel lernen.


Es ist auch Usus bei der fc, dass der erste Besucher des Profils eines neuen Mitglieds dieses mit einem netten Grußkommentar willkommen heißt. - Eine nette Geste wie ich finde. Ebenfalls üblich ist es, dass man erhaltene Kommentare erwidert und die Seite des Kommentators besucht, seine Fotos betrachtet und seinerseits kommentiert. Man kann ähnlich wie bei facebook auch Freundschaftsanfragen machen oder Fotos von Fotografen abonnieren, deren Fotos man gut findet. So bekommt man laufend neue Anregungen für eigene Fotoprojekte und die eigene kleine Community wächst. Man kann auch gezielt nach Fotografen in seiner Nähe suchen, wenn einem der persönliche Kontakt wichtig ist. Es gibt regelmäßig "Stammtische", wo man sich trifft und fachsimpelt. Models betreiben bei der fc auch so genannte Sedcards, so dass man über diesen Weg für das nächste Portrait-Shooting auch ein Model buchen oder für ein kostenloses TFP-Shooting gewinnen kann. Dafür sollte man aber bereits ein gut gefülltes Portfolio an guten Portrait-Fotos veröffentlich haben, sonst wird es schwer, das nötige Vertrauen aufzubauen. Aber auch hier hilft eine möglichst große eigene Community. Im wahren Leben würde man das wohl als "Reputation" bezeichnen.


Wer schon bei der fc ist, den lade ich hiermit ein, mir eine Freundschaftsanfrage über meine Profilseite zu senden (http://nouge.de). Außerdem interessieren mich auch nach fast 15 Jahren bei der fc weiterhin die kritischen Kommentare zu meinen Fotos. Auch hierzu lade ich hiermit gerne ein. Es wird mir eine Freude sein, meinerseits die Kommentierungen zu erwidern. - Man sieht sich in der fc! ;-)

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Location: Autoskulpturenpark Neandertal

Vor rund 15 Jahren hat sich der damals 50 Jährige Michael Fröhlich einen Traum erfüllt: Er hat auf dem an sein Haus angrenzenden Waldgelände im Neandertal in Mettmann insgesamt 50 historische Fahrzeuge mit dem Baujahr 1950 arrangiert, die seitdem den durch die Natur beschleunigten Verfallsprozess ausgeliefert sind.


Man sieht den Fahrzeugen die Zeit im Wald, nahe dem bekannten Neandertal-Museum, schon deutlich an. Bleche und Chrom sind rostig, Stoffdächer sind bis auf wenige Fetzen verrottet und fast verschwunden, Scheinwerfen sind aus ihren Halterungen herausgefallen, als die Schrauben weggerostet waren, Lacke sind aufgeplatzt und geben den Blick auf den Rost darunter frei, Türen liegen neben den Autos, weil die Scharniere ihren Kampf gegen Nässe und Rost aufgegeben haben.


Trotzdem wirkt das Ganze weder wie ein Schrottplatz noch wie eine Wilde Müllkippe irgendwo im Wald, vielmehr stellt sich beim Betrachter ein morbides Gefühl von Vergänglichkeit ein.

Wie dem auch sei, auf jeden Fall hat das nicht öffentlich zugängliche Privatgelände schon viele Fotografen angezogen und wenn man die Fotos der Autos auf der (offenbar nicht mehr gepflegten) Homepage des Besitzers mit den jüngeren Fotos im Internet vergleicht, wird der fortgeschrittene Verfallsprozess der Autos, Fahrräder und Motorräder offensichtlich.


Und das ist volle Absicht: Der ehemalige Autohändler, Buchautor, Künstler, Lebemann und Exzentriker Michael Fröhlich wird in früheren Presseberichten oft damit zitiert, dass seine 50 Fahrzeuge aus dem Jahre 1950, darunter Marken wie Austin, Porsche, Jaguar, Buick, Rolls Royce, Borgward, Opel, Lloyd, Plymouth, Mosqvitch, Willys Jeep, die Macht der Natur repräsentieren sollen, die letztendlich doch über alles siegt.

Ein Besuch ist nur nach vorheriger Anmeldung an Feiertagen und Sonntagen möglich. Wer seine Fotos veröffentlichen möchte, hat eine Lizenz von EUR 20,- in bar vor Ort zu entrichten. Hat man das etwas versteckte Privatgelände erst einmal gefunden, ist das Reinkommen gar nicht so leicht: An einer eigenwilligen Torkonstruktion muss man klingeln und hoffen, das man gehört wird. Trotz vorheriger Terminabsprache ein paar Minuten zu warten, ist dabei vollkommen normal. Nutzen Sie die Zeit und schreiben Sie sich die am Tor angeschlagene Handy-Nummer auf! Sie werden Sie noch brauchen!


Denn das Rauskommen kann noch mühsamer als der Einlass werden: So ist der kleine Knopf einer etwas eigenwillig befestigten und mit einem Hinweisschild versehenen Kamera-Klingel die einzige Möglichkeit, auf seinen Wunsch zum Verlassen des Geländes hinzuweisen. Bei mir hat es nicht funktioniert... Auch das Rufen und Klopfen am nahegelegenen Privathaus hat nichts gebracht. Schließlich habe ich mein Handy durch das Gitter des Eingangstores gesteckt, um so ein Foto der dort angeschlagenen Handy-Nummer machen zu können. Nur so wurde ich schließlich "befreit".

Alle Fotos sind mit freundlicher Genehmigung von Michael Fröhlich entstanden.

Weiterführende Links:


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Fundstück: FroKnowsPhoto.com

Quelle: FroKnowsPhoto.com Presse-Fotos
Quelle: FroKnowsPhoto.com Presse-Fotos

Den Konzert-Fotografen und Video-Blogger Jared "Fro" Polin habe ich erstmals vor ein paar Jahren in einem Youtube-Video wahrgenommen, in dem er im Intro erst gefühlte 10 Mal einen Football-Spieler-Dummy umgerannt hat, um anschließend in aller Seelenruhe die Vorteile des RAW-Formats zu erklären.

 

Aber der Mann ist nicht nur Exzentriker, sondern auch ein guter Fotograf und zeichnet sich neben seiner 70er-Jahre-Haarpracht vor allem durch eine ungeheure Arbeitswut bei der Erstellung von Video-Tutorials und seinen cleveren Geschäftssinn aus: So kann er offenbar finanziell von seinem Blog auf FroKnowsPhoto.com , den Fotoaufträgen, seinen Tutorials und dem Verkauf von T-Shirts mit dem von ihm geprägten Satz "I Shoot RAW" ganz gut leben.

 

Auch er hat sich zum Ziel gesetzt, anderen Fotografie-Begeisterten zu besseren Fotos zu verhelfen, auch wenn seine spezielle Art dabei manchmal ein wenig gewöhnungsbedürftig und stark kommerziell ausgeprägt ist.

 

Nachfolgend  ein paar Beispiele für seine Video-Tutorials:


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Location: The City of Arts and Science, Valencia (Spanien)

Die Ciudad de las Artes y de las Ciencias (Stadt der Künste und Wissenschaften) ist ein kultureller und architektonischer Gebäude- und Parkkomplex in Valencia, Spanien. Der futuristisch wirkende Komplex wurde von den spanischen Architekten Santiago Calatrava und Félix Candela entworfen und am 16. April 1998 eingeweiht. Ich war im Sommer 2014 kurz in der Mittagszeit dort, was man an den kurzen Schatten sehen kann. Leider war es mir nicht möglich, bis zur Dämmerung zu bleiben. Fotos zur blauen Stunde oder Langzeitbelichtungen in der Nacht wäre sicher noch spektakulärer geworden. Anstelle meiner üblichen Spiegelreflexkamera hatte ich nur eine Bridgekamera von Canon dabei.

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Warum nicht auch mal gebraucht kaufen?

Meine erste Spiegelreflexkamera - damals noch analog - habe ich von einem Arbeitskollegen gekauft. Das passende Zubehör habe ich dann nach und nach bei ebay ersteigert. Sogar Objektive und weitere Bodies. Das beste ist, dass man Gebrauchte Fotoartikel bei ebay meist noch zu einem guten Preis weiterverkaufen kann, wenn sie technisch und optisch einwandfrei sind und es sich nicht um veralterte Versionen handelt. Auf diese Weise ist die Differenz zwischen Ankaufspreis und späterem Wiederverkauf meist nicht so hoch.


So habe ich meine Ausrüstung in den letzten Jahren deutlich erweitert und habe so einige DSLR-Bodies und Zubehör gebraucht gekauft und meist mit wenig Verlust auch wieder verkauft. Wenn man sich über die üblichen Gebrauchtpreise informiert, sich die Verkäuferprofile ansieht und aufmerksam die Fotos und Artikelbeschreibungen studiert, sollte ein Kauf bei ebay weniger riskant sein, als allgemein vermutet. Bis auf ein Objektiv, das mal einen defekten Autofokusmotor hatte, bin ich bisher nicht enttäuscht worden. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass man bei Privatverkäufen in aller Regeln keine Rückgaberechte oder Garantieansprüche hat.


Eine gute Alternative sind daher Händler, die gebrauchte Artikel in Zahlung genommen haben und diese mit einem Gewährleistungsanspruch von meist einem Jahr (bitte nachfragen und sich bestätigen lassen) anbieten, nachdem sie diese technisch überprüft haben. Ein gutes Beispiel dafür ist FotoKoch in Düsseldorf. Neben ihrem Online-Shop stellt dieser Händler eine große Auswahl gebrauchter Kameras und Objektive in seinem Ladenlokal aus. Noch besser macht es die Firma Calumet, die in mehreren deutschen Großstädten gut sortierte Filialen betreibt. In deren Online-Shop gibt es nicht nur eine große Auswahl Neuware sondern auch eine regelmäßig aktualisierte Gebrauchtpreisliste.


Wie gesagt, erhält man hier sogar neben der einjährigen Gewährleistung auch noch 14 Tage Rückgaberecht. Das finde ich absolut fair, oder? Leider sterben solche Fotofachgeschäfte nach und nach aus, weil unsereins lieber bei Amazon kauft. Schade, ich schätze die Beratung und die Möglichkeit, Kameras und Objektive vor Ort testen zu können.

Also:  "Buy local!"


Aber welche Preise sind für gebrauchte Kameras und Objektive, Systemblitze und Batteriegriffe denn fair? Eine gute Quelle hierfür sind Versicherer, die sich auf Sachversicherungen für Fotografen spezialisiert haben. So veröffentlich der Versicherungsmakler Pöpping auf  www.fotoversicherung.com regelmäßig anhand von Auktionen aktualisierte Gebrauchtpreislisten für Canon, Nikon und Sigma im Internet, die als Anhaltspunkt für die Zeitwerte/Restwerte von gebrauchtem Equipment dienen können. Ich selbst habe eine Zeit lang mal selbst auf ähnliche Weise eine Gebrauchtpreisliste für mein eigenes Equipment geführt und ich muss sagen, dass die Angaben weitestgehend übereinstimmten und ich mir diese Mühe seitdem spare und lieber in der Gebrauchtpreisliste nachschlage. Ich habe sogar einen Link in meinem Smartphone auf die Canon-Liste gesetzt, für den Fall dass ich mal im Schaufenster eines Fotoladens was Gebrauchtes sehe und den Preis checken will.


Fazit: Ruhig mal überlegen, ob es als Anfänger wirklich die neuste DSLR sein muss oder ob man mit einem 3 bis 4 Jahre alten gebrauchten Body nicht auch klar kommt. Denn das gesparte Geld kann man dann lieber in ein hochwertiges Objektiv investieren, so hat man von Anfang an bestes Equipment.

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Shooting mit Samira

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Nächtliche Langzeitbelichtung sogar bei Regen

Langzeitbelichtungen zum Beispiel einer nächtlichen Stadtszene unterscheiden sich gar nicht so sehr von einer Landschaftsaufnahme.

 

In beiden Fällen fotografieren Sie mit relativ weit geschlossener Blende vom Stativ aus, um einerseits möglichst eine Tiefenschärfe vom Vordergrund bis in den Hintergrund zu erhalten. Zum anderen ermöglicht das Stativ unverwackelte Aufnahmen auch bei langen Belichtungszeiten.

Und diese Ausrüstung benötigen Sie dafür:

  • Kamera mit Weitwinkel- oder Kit-Objektiv
  • Stabiles Stativ mit Fernauslöser
  • Ersatzakku, denn solche Fotos saugen viel Strom
  • Brillenputztuch zum Säubern/Trocknen der Linse
  • Taschenlampe
  • ggf. Regenschutz

Wenn Sie zusätzlich ein "Light Painting" machen wollen:

  • Weitere Lichtquellen wie beispielsweise ein LED-Leuchtstab aus dem Baumarkt (Beispiel siehe hier)

Und so funktioniert es:

Befestigen Sie Ihre Kamera auf dem Stativ. Schalten Sie den "Image Stabilizier" oder "Optical Stabilizier" ab. Gehen Sie in den manuellen Modus Ihrer Kamera ("M") und stellen Sie die Blende auf f/11 und die Belichtungszeit zunächst auf 15 Sekunden (15"). Reduzieren Sie den ISO-Wert auf 100. Speichern Sie die Aufnahmen im RAW-Format.

Suchen Sie sich eine schöne Location und seien Sie pünktlich zum Sonnenuntergang vor Ort. In den folgenden Minuten erleben Sie die so genannte "Blaue Stunde". Wann der Sonnenuntergang stattfindet, können Sie hier ermitteln.

Stellen Sie Ihre Kamera auf und schauen Sie auf das Display. Sofern Ihre Kamera über "Live View" verfügt, schalten Sie die Anzeige auf diesen Modus um. Erstens brauchen Sie dann nicht gebückt durch den Sucher blicken und zweitens reduzieren Sie die Verwacklung beim Hochklappen des Spiegels einer DSLR.

Stellen Sie anhand der angezeigten "Belichtungswaage" *) die richtige Belichtungszeit ein. Diese wird erfahrungsgemäß meist zwischen 10 und 30 Sekunden liegen (hängt jedoch von der konkreten Situation vor Ort und Ihrer Ausrüstung ab).

Nutzen Sie den Fernauslöser und machen Sie eine Probeaufnahme und prüfen Sie die Schärfe.

Wiederholen Sie die Aufnahme bis Sie sicher sind, mindestens eine brauchbare Aufnahme zu haben. Variieren Sie dann den Standort und suchen Sie sich ein neues Motiv. Überprüfen Sie wieder die Belichtungszeit anhand der Belichtungswaage, machen Sie wieder mehrere Aufnahmen.

Sollte die Belichtung zu dunkel oder zu hell sein, können Sie diese am Computer anhand der RAW-Dateien noch retten.

 

Wie Sie anhand einiger der Aufnahmen links erkennen können, sind diese bei einem Nieselregen im Medienhafen in Düsseldorf entstanden. Die kleinen Wassertropfen auf dem Schutzfilter des Objektivs ergeben interessante Spiegelungen, die die Form der halb geschlossenen Blende aufweisen. Dieser Effekt verstärkt sich, wenn man z.B. eine Straßenlaterne mit ins Foto nimmt.


*)  Nebenstehendes Foto anklicken, um Anzeige der Belichtungswaage, Blende und Belichtungszeit zu sehen.


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250-Meilen-Rennen auf dem Nürburgring

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Canon EOS 7D vs. neue Canon EOS 7D Mark II

Foto: Canon (EOS 7D Mark II)
Foto: Canon (EOS 7D Mark II)

Eine der Neuheiten der Photokina war sicherlich die lang erwartete Vorstellung der Canon EOS 7D Mark II als Top-Modell in der APS-C Sensor Klasse von Canon.


Ihre 2009 erschienene Vorgängerin, die Canon EOS 7D hatte bereits seinerzeit Maßstäbe u.a. in Sachen Geschwindigkeit gesetzt und war die erste Kamera außerhalb der Profi-Klasse mit zwei parallelen "DIGIC 4" Bildprozessoren, die den hohen Wert von 8 Bildern pro Sekunde bei Reihenaufnahmen ermöglichte. Canon hatte damals Fotografen gefragt, welche Features sie sich wünschten, und hatte diese dann in der EOS 7D realisiert.

Doch was unterscheidet die neue von der alten 7D und welche Gedanken sollte sich jemand machen,

a) der bereits die 7D besitzt und auf die neue 7D II umzusteigen gedenkt oder

b) der sich eine hochwertige, aber bezahlbare DSLR zulegen möchte und kein Vollformat braucht?


Schauen wir uns also zunächst beide Kameras näher an. Hierbei gehe ich bewusst nicht die lange Liste an technischen Details durch, sondern beschränke mich auf Features, die man auch als Amateur im praktischen Gebrauch "erleben" kann:

Die "alte" Canon EOS 7D (aus 2009):

Foto: Canon (EOS 7D)
Foto: Canon (EOS 7D)

Die Canon EOS 7D verfügt über einen 18 MP Bildsensor, der eine Sensorempfindlichkeit bis 12.800 ISO besitzt. Außerdem verfügt sie über zwei DIGIC 4 Prozessoren, die sie in die Lage versetzt, bis zu 8 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung zu schießen. Sie hat ein 3 Zoll Display und ein Magnesium-Gehäuse, das gegen Staub und Spritzwasser geschützt ist. Als Speichermedium nutzt sie Compact-Flash-Karten. Die 7D hat außerdem 19 Autofokus-Messfelder.


Der Neupreis liegt derzeit noch bei EUR 1.179,-. Allerdings wird sie von vielen Händlern bereits aus dem Angebot genommen. Gebraucht bekommt man sie in gutem Zustand für etwa EUR 680,-

Die "neue" Canon EOS 7D Mark II (aus 2014):

Foto: Canon (EOS 7D Mark II), mit freundlicher Genehmigung der CHIP *)
Foto: Canon (EOS 7D Mark II), mit freundlicher Genehmigung der CHIP *)

 

Die neue EOS 7D Mark II von Canon verfügt über einen 20,2 MP Sensor (wie bei der 70D oder 6D) mit einer Empfindlichkeit bis 51.200 ISO. Die nochmals um 2 Bilder pro Sekunde gesteigerte Geschwindigkeit von 10 Bildern pro Sekunde verdankt sie zwei DIGIC 6 Prozessoren (zum Vergleich, die EOS 5D Mark III kommt "lediglich" auf 6 Bilder/Sek.). Sie hat ebenfalls ein 3 Zoll Display (allerdings mit höherer Auflösung) und ebenfalls ein Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung mit einer Abdichtung gegen Staub und Spritzwasser. Als Speichermedien können sowohl Compact-Flash, als auch SD-Karten verwendet werden, was sie sich von der EOS 5D "abgeschaut" hat. Eine wesentliche Neuerung stellt das neue Autofokussystem mit 65 Autofokus-Messfeldern dar.

 

Der Neupreis wurde mit EUR 1.699,- angegeben. Die Kamera soll ab November 2014 in den Läden stehen.

*) Hinweis: Im Rahmen der CHIP FOTO AWARDS 2014 prämierte die Zeitung CHIP FOTO-VIDEO die ihrer Meinung nach besten Produkte der Imaging-Branche. Aus der diesbezüglichen Presseerklärung wurde mir gestattet, das Foto der 7D Mark II zu verwenden.

Nun zur Auswertung, was heißt das konkret?

Ich besitze eine "alte" EOS 7D und bin mit ihr bisher sehr zufrieden. Sie ist quasi "mein Arbeitspferd". Die 8 Bilder pro Sekunde sind mir schon oft zugute gekommen, insbesondere bei Tierfotos, Pferderennen, Autorennen usw. Die 18 MP sind absolut ausreichend. Weder wegen der 10 Bilder/Sek. noch wegen der höheren Auflösung von 20,2 MP würde ich mir die EOS 7D Mark II zulegen. Gehäuse und Display sind bei beiden Modellen vergleichbar. Dass man bei der neuen 7D Mark II sowohl seine alten CF, als auch SD-Karten verwenden kann, ist nett, aber nicht kriegsentscheidend. Allerdings reizt mich der höhere ISO-Wert, der bei der 7D bei regulär maximal 6.400 ISO aufhört und auf 12.800 erweiterbar ist. Die neue 7D Mark II bietet regulär bereits 16.000 ISO und lässt sich auf 51.200 erweitern, womit sie nur noch eine Blende von der EOS 5D Mark III entfernt ist. Hier bin ich gespannt auf die ersten Testberichte! Allerdings ist fast sicher, dass das Rauschverhalten bei den neuen Prozessoren besser sein wird, als bei dem Vorgängermodell. Den Hype um das neue Autofokussystem mit den 65 über den gesamten Sucher verteilten Messfeldern kann ich nur bedingt nachvollziehen, zumal ich eigentlich immer nur ein AF-Messfeld benutze (das in der Mitte).

Fazit: Ein Umsteiger von der 7D auf die 7D Mark II müsste schon bereit sein, etwa EUR 1.000,- Differenz zwischen dem Neupreis der 7D Mark II und dem Gebrauchtpreis der 7D aufzuwenden, um eine höhere ISO-Empfindlichkeit und damit vermutlich besseres Rauschverhalten durch seinen Umstieg zu erhalten. Die Akkus können zwar weiterverwendet werden, aber es wird ein neuer Batteriegriff fällig, da das Gehäuse etwas anders geformt ist. - Hmmm, ich glaube, ich warte lieber, bis die ersten gebrauchten 7D II auftauchen...

Aber was ist mit jemandem, der noch keine 7D hat?

Wenn man das Top-Modell der APS-C Sensoren-Familie bei Canon haben will, wird man um die EOS 7D Mark II nicht herum kommen. Aber warum nicht von dem gerade einsetzenden Preisverfall bei dem Vorgängermodell profitieren und lieber die Differenz in ein gutes Objektiv investieren?! Wenn man bereit ist, sich eine gebrauchte 7D zu kaufen, die nun sicher in den nächsten Monaten massenweise bei den Händlern und bei ebay auftauchen werden, spart man etwa EUR 1.000,- für die man bereits ein bis zwei hochwertige Objektive erhält. Dieser Gedanke ist sicher nicht so leicht vom Tisch zu wischen, zumal ein gutes Objektiv nachweislich wichtiger für ein gutes Foto ist, als der Body. Wer befürchtet, eine altersschwache Kamera zu kaufen, dem sie gesagt, dass ich bisher meist Kameras mit 5.000 bis 15.000 Auslösungen als Gebrauchte gesehen bzw. selbst gekauft habe. Canon legt die Verschlüsse aber für über 100.000 Auslösungen aus, so dass man auch bei einer älteren Kamera noch genug Puffer haben sollte, bis die Technik versagt.

 

Meiner Erfahrung nach sind gebrauchte Kameras bei Fachhändlern meist zu fairen Preisen zu bekommen, zumal man in aller Regel eine Garantie von einem Jahr auf die Gebrauchte bekommt, was bei ebay natürlich ganz anders aussieht. Hier kauft man nicht selten die Katze im Sack. Um ein Gefühl für die Gebrauchtpreise zu bekommen, kann man natürlich bei ebay reinschauen, zuverlässiger ist da folgende Gebrauchtpreisliste von einem Versicherungsanbieter für Foto-Ausrüstung.


Alle Angaben ohne Gewähr.

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Fotozeitschriften im Vergleichstest

Als Fotografie-Amateur ist man oft versucht, die ein oder andere Fotozeitschrift zu kaufen. Ich persönlich war mehr als einmal enttäuscht, was mich trotz eines stolzen Kaufpreises dann so erwartet hat. Grund genug, einen kleinen Vergleichstest* anzustellen. Als Bewertungskriterien werden folgende, vollkommen subjektive Aspekte von mir herangezogen:

  • Anspruch (für Anfänger, Amateure, Fortgeschrittene)
  • Umfang (in Anzahl Seiten)
  • Kaufpreis (Einzelpreis in Euro)
  • Werbeanteil ** (wieviel Werbung muss man über sich ergehen lassen?)
  • Anregungen (gibt es genug zu lernen oder Inspiration für eigene Fotos?)
  • Gesamtbewertung

*) Dieser Vergleichstest ist weder objektiv noch repräsentativ. Es handelt sich nicht um Werbung, ich erhalte keinerlei Zuwendungen der Herausgeber.

**) Testberichte und Werbung für das eigene Magazin/Abonnements wurden nicht als Werbung gezählt.


PROFIFOTO

Quelle: profifoto.de
Quelle: profifoto.de

Anspruch: Fortgeschrittene

Umfang: 136 Seiten

Kaufpreis: EUR 7,80

Werbeanteil: 22%

Anregungen:

Gesamtwertung

Bemerkungen:

Auffällig viel Werbung. Schade, denn bei dem Preis ginge es vielleicht auch mit weniger. Sehr schöne, große Druckseiten, hoch Qualität, angenehme Haptik. Schöne Anregungen, tolles Zubehör, gute Artikel. - Trotz zu viel Werbung einer meiner Favoriten.



Canon Foto

Quelle: canonfoto-magazin.de
Quelle: canonfoto-magazin.de

Anspruch: Anfänger

Umfang: 130 Seiten

Kaufpreis: EUR 9,90

Werbeanteil: 6%

Anregungen:

Gesamtwertung

Bemerkungen:

Dass Canon für diese aufgepeppte Werbebroschüre tatsächlich diesen stolzen Preis verlangt, ist schon bemerkenswert. Zwar ist die Fremdwerbung sehr überschaubar, mich spricht das Format aber irgendwie nicht an. Dennoch finden sich einige gute Anregungen für Anfänger.



CHIP Foto Video

Quelle: chip-kiosk.de
Quelle: chip-kiosk.de

Anspruch: Amateure

Umfang: 132 Seiten

Kaufpreis: EUR 6,50 mit DVD

Werbeanteil: 9%

Anregungen:

Gesamtwertung

Bemerkungen:

Die positive Überraschung für mich in diesem Test: schöne Anregungen, viel und ausgewogener Inhalt, wenig Werbung. Viele "Schritt für Schritt"-Erklärungen zum Nachmachen. Wegen der DVD noch ein fairer Preis. - Insgesamt eine Kaufempfehlung.



digitalphoto

Quelle: digitalphoto.de
Quelle: digitalphoto.de

Anspruch: Amateure

Umfang: 114 Seiten

Kaufpreis: EUR 6,90 mit CD

Werbeanteil: 16%

Anregungen:

Gesamtwertung

Bemerkungen:

Konzeptionell irgendwie vergleichbar mit der "CHIP Foto Video", aber etwas weniger umfangreich und mit mehr Werbeanteil. Daher leichte Abzüge in der Bewertung. - Trotzdem auch noch eine Kaufempfehlung, wenn man die Gratissoftware auf der CD "mit einpreist".



d-pixx

Quelle: d-pixx.de
Quelle: d-pixx.de

Anspruch: Anfänger

Umfang: 98 Seiten

Kaufpreis: EUR 3,30

Werbeanteil: 9%

Anregungen:

Gesamtwertung

Bemerkungen:

Der Kaufpreis ist anständig, der Werbeanteil vergleichsweise gering.

Insgesamt spricht die Zeitschrift mich jedoch nicht wirklich an.



FOTOHITS

Quelle: fotohits.de
Quelle: fotohits.de

Anspruch: Amateure

Umfang: 114 Seiten

Kaufpreis: EUR 3,50

Werbeanteil: 18%

Anregungen:

Gesamtwertung

Bemerkungen:

Fairer Preis, noch vertretbarer Werbeanteil. Viele Schöne Fotos, Vorschläge für Fotoprojekte und Gadget. Für mich eine ausgewogene, wenn auch nicht allzu anspruchsvolle Mischung. - Mein zweiter Favorit.



fotomagazin

Quelle: fotomagazin.de
Quelle: fotomagazin.de

Anspruch: Amateure

Umfang: 114 Seiten

Kaufpreis: EUR 5,50

Werbeanteil: 18%

Anregungen:

Gesamtwertung

Bemerkungen:

Wenig Anregungen, zu viele Tests, die eigentlich Werbung sind. Kein hoher Anspruch, sondern irgendwie eine Art verkappter Einkaufsführer. Schade, auch dieses Format spricht mich nicht an.



PHOTOGRAPHIE

Quelle: photographie.de
Quelle: photographie.de

Anspruch: Fortgeschrittene

Umfang: 114 Seiten

Kaufpreis: EUR 5,00

Werbeanteil: 18%

Anregungen:

Gesamtwertung

Bemerkungen:

Hochwertige und großformatige Präsentation. Schöne Fotos, gute Artikel, klasse Gadgets und fairer Preis. Abwechslungsreich und nicht mit zu vielen Tests überladen. Eine ausgewogene Sache, die mich anspricht. - Mein Top-Favorit.



ColorFoto

Quelle: colorfoto.de
Quelle: colorfoto.de

Anspruch: Fortgeschrittene

Umfang: 131 Seiten

Kaufpreis: EUR 6,90

Werbeanteil: 11%

Anregungen:

Gesamtwertung

Bemerkungen:

Viel Werbung für das Schwesterformat "fotocommunity" und 15(!) Seiten kleingedruckte Tabellen mit Übersichten zu Testergebnissen früherer Ausgaben. Wenig Anregungen oder schöne Fotos. Dafür jede Menge Produkttests. - Wer Pixel zählt, wird diese Zeitschrift lieben!



ColorFoto fotocommunity

Quelle: colorfoto.de
Quelle: colorfoto.de

Anspruch: Fortgeschrittene

Umfang: 130 Seiten

Kaufpreis: EUR 12,80

Werbeanteil: 3%

Anregungen:

Gesamtwertung

Bemerkungen:

Ich bin selbst seit 2001 Mitglied der fotocommunity und finde, sie gehört ins Netz und nicht auf Papier. Der Druck ist aber aufwendig und die Qualität hochwertig. Werbung sucht man fast vergebens. Das alles versöhnt mich etwas, aber dennoch schockt mich der unangemessene Preis.



c't digitale Fotografie

Quelle: heise.de
Quelle: heise.de

Anspruch: Amateure

Umfang: 178 Seiten

Kaufpreis: EUR 9,90 mit DVD

Werbeanteil: 7%

Anregungen:

Gesamtwertung

Bemerkungen:

178 Seiten! Viele Tests und technische Details, wenig Bildgestaltung oder Anregungen für Fotoprojekte. Die Werbung ist in Summe nicht weniger als bei anderen Zeitschriften, verteilt sich aber besser auf den vielen Seiten. Die sehr umfangreiche DVD trägt zur noch guten Bewertung bei.



STERN Fotografie

Quelle: stern.de
Quelle: stern.de

Anspruch: Fortgeschrittene

Umfang: 114 Seiten

Kaufpreis: EUR 7,80

Werbeanteil: 10%

Anregungen:

Gesamtwertung

Bemerkungen:

Die Haptik des Papiers und der darauf befindlichen Farbe ist irgendwie unangenehm. Man muss sich bewusst sein, dass man viele Bilder und wenig Text kauft. Zwar ist der Werbeanteil gering, aber im Endeffekt ist es ein schnell konsumierbares Bilderbuch. - Da surfe ich lieber im Netz.



Mein persönliches Fazit:

Wirklich schlechte Fotozeitschriften sind nicht dabei. Wie alles im Leben kommt es auf den Anspruch, den Geldbeutel und den persönlichen Geschmack an. Mir ist jedoch aufgefallen, dass sich viele Inhalte wiederholen und meist parallel in verschiedenen Zeitschriften erscheinen. Es lohnt sich also eigentlich nicht, sich mehrere Zeitschriften zu kaufen. Entweder man findet eine, die passt und bleibt ihr treu, oder man wechselt bewusst mal alle paar Monate zu einem anderen Anbieter. So mache ich es, ich habe zwei abonniert und kaufe mir ab und zu eine dritte an der Tankstelle oder am Flughafengate.


Thomas Stephan
http://wenigerknipsen.de
Der Praxisratgeber für bessere Fotos.


Weiterführende Links:

Homepage, Blog, eBooks, Video-Tutorials, Fotokurse und Coachings


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Grundlagen: Autofokus-Modi

Es gibt mehrere Modi für den Autofokus. Normalerweise ist man mit dem "single autofocus" gut bedient. Dieser stellt mithilfe der aktivierten Autofokusmessfelder die Entfernung zum Motiv fest und fokussiert das Objektiv entsprechend, so dass dieser Punkt scharf abgebildet wird. Dies geschieht bei halb durchgedrücktem Auslöser nur einmal. Daher bezeichnet Canon diesen Modus als "One Shot AF", während Nikon dies mit "AF-S" abkürzt. Dieser Modus ist besonders für sich nicht bewegende Objekte geeignet.


Bei dem als "continuous autofocus" bezeichneten Modus erfolgt die Entfernungsmessung jedoch laufend, so dass auch Objekte, die sich auf die Kamera zu- oder wegbewegen, scharf abgebildet werden, obwohl sich die Entfernung und damit die richtige Fokussierung laufend ändert. Auch hier aktiviert der halb durchgedrückte Auslöser die Arbeit der Autofokussensoren. Canon nennt diesen Modus "AI Servo AF", bei Nikon heißt er "AF-C".


Der dritte Autofokusmodus "automatic autofocus" erkennt die Bewegung von Objekten und wechselt selbständig zwischen "single autofocus" und "continuous autofocus". Dieser Modus bietet sich beispielweise bei bestimmten Sportarten an, bei denen sich das Motiv nicht permanent bewegt, sondern zwischen Bewegung und Stillstand wechselt. Canon hat hierfür die Bezeichnung "AI Focus AF" gewählt, Nikon nennt das konsequenterweise "AF-A".

allgemein

single autofocus


continuous autofocus


automatic autofocus

Nikon

AF-S


AF-C


AF-A

Canon

One Shot AF

 

AI Servo AF

 

AI Focus AF

Erläuterung

- Scharfstellung für eine Einzelaufnahme


- Schärfenachführung bei Objekten, die sich nähern oder entfernen

- Umschalten bei Registrierung einer Bewegung des Hauptobjektes


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Fotoprojekt: "The Dark Series Part I"

Teil Eins meines neuen Fotoprojektes "The Dark Series" ist erledigt. Ich denke, die Ergebnisse können sich sehen lassen, oder? Mein herzlicher Dank gilt meinem Model "Lucy", die wunderbar wandelbar ist und es mir durch ihre ruhige und sehr professionelle Art wirklich leicht gemacht hat.

Nebeneffekt hoher ISO-Emfindlichkeiten: Das Rauschen

Das bis heute verwendete Filmmaterial für analoge Kameras besitzt auf der Packung und der Filmhülse Angaben über die Empfindlichkeit des Films. Gemeint ist damit, wie schnell die Partikel des noch unbelichteten Negativfilms die einfallenden Lichtstrahlen aufnehmen und reagieren können. Diese Werte werden in ISO angegeben. Je empfindlicher ein Film, desto höher diese Zahl. „Normal“ sind Filme mit ISO 100 oder 200. Als „schnell“ gelten Filme mit ISO 400 und mehr. Je schneller ein Film ist, desto kürzer können die Belichtungszeiten ausfallen, was sich positiv auf die Neigung zur Verwacklung auswirkt. Wie bereits erwähnt, haben hohe ISO-Werte allerdings auch eine Nebenwirkung: Die Bilder wirken grobkörniger. Man spricht deshalb vom „Korn“ eines analogen Fotos.

 

Ähnlich verhält es sich bei Digitalkameras: Auch hier wirken Bilder grobkörniger, die mit hohen Empfindlichkeitseinstellungen (ISO-Werten) aufgenommen wurden. Dieser Effekt hat physikalisch nichts mit der Grobkörnigkeit schneller analoger Filme zu tun, sondern ist ein elektronischer Störeffekt, der als „Rauschen“ bezeichnet wird. Hierbei handelt es sich um vorwiegend in dunklen Bildbereichen chaotisch auftauchende Bildpunkte bzw. Farbflecken, die entstehen weil das schwache Signal des Sensorchips elektronisch verstärkt wird.

 

Um also Aufnahmen ohne Rauschen zu erzeugen, sollten möglichst geringe ISO-Werte verwendet werden (ISO 100 bis 200), was aber wieder zu tendenziell längeren Belichtungszeiten und den damit einhergehenden Problemen der Verwacklung führt.

Bei den beiden nachfolgenden Beispielfotos sieht man recht gut den nachteiligen Effekt hoher ISO-Werte. Das Rauschen bei dem linken Foto (mit ISO 100) ist deutlich weniger stark ausgeprägt, als bei dem rechten (ISO 3200). Dafür war aber auch die Verschlusszeit mit ½ Sek. deutlich länger als bei dem rechten Bild mit 1/80 Sek.

(kein Rauschen) Bitte anklicken zum Vergrößern
(kein Rauschen) Bitte anklicken zum Vergrößern
(viel Rauschen) Bitte anklicken zum Vergrößern
(viel Rauschen) Bitte anklicken zum Vergrößern

Auch hier gilt es, sich zu überlegen, welchen Effekt man erzielen möchte bzw. welche Nebenwirkungen man bereit ist in Kauf zu nehmen. Da beide Aufnahmen in diesem Fall vom Stativ aus gemacht wurden und somit längere Belichtungszeiten kein Problem darstellten, waren die hohen ISO-Werte eigentlich nicht erforderlich

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