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Portraitshooting im Hotelzimmer

Mit Nika (@nika_nightmare) shoote ich schon seit 2015. Sie ist eine natürliche Schönheit und ein toller Mensch. Dieses Mal konnte ich Sie überzeugen, mit mir ein Hotelzimmer-Shooting im Hotel Friends direkt am Weltkulturerbe Zollverein zu machen. Da Nika (eigentlich Annika) nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera steht (@luxlumen_fotografie) hat sie ein gutes Gespür dafür, sich zu bewegen und zu posen. Das Shooting empfand ich eher wie ein Treffen alter Freunde, die sich viel zu erzählen hatten. Das eigentliche Fotografieren war fast Nebensache. Eine große Retusche ist bei Nika nicht erforderlich, die Nachbearbeitung beschränkte sich auf die Farbgebung in Lightroom und ein wenig Nachschärfen der Augen.

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Pinhole Fotografie

 

Manchmal suche ich nach neuen Herausforderungen. Meist setze ich mir dann ein neues Thema und versuche mich einzuarbeiten, ein paar Bilder zu machen, auszuprobieren, ob ich das kann und ob es mir Spaß macht. Nicht selten geht das mit dem Kauf von neuem Equipment einher. Wobei es auch umgekehrt laufen kann. Ich sehe neues Equipment und interessiere mich erst darüber für das Thema. So auch hier: Pinhole-Fotografie. Ich stöberte bei ebay nach alten analogen Objektiven und stolperte über eine über Kickstarter crowd-finanzierte Firma, die Pinhole-Objektive für die digitale Kameras herstellt. Die Firma heißt thingyfy und stelle verschiedene Pinhole-Objektive her, die entweder über eine feste Lochgröße oder sogar veränderbare Lochgrößen verfügen. Ich kaufte schließlich ein gebrauchtes Pinhole Pro Objektiv für den X-Mount von Fuji (Präfix "FX" bei den Objektiven) und probierte es an einer Fujifilm X-E3 aus (übrigens eine hervorragende Digital-Kamera, die man aktuell sehr günstig gebraucht kaufen kann).

 

Im Endeffekt ist ein Pinhole-Objektiv nichts anderes als ein Metallgehäuse wie bei einem Linsenobjektiv, nur dass es hier weder eine Linsen noch eine Blende gibt, sondern nur ein sehr kleines Loch (sog. Pinhole). In analogen Zeiten gab es auch den Begriff der Lochkamera, die oft aus einem Holzkasten bestand. Vorne das Loch, dass abgedeckt war und zur Belichtung nur kurz von der Abdeckung befreit wurde und an der gegenüberliegenden Seite des Kameragehäuses der Bildträger. Bei einer Digitalkamera hat sich dieses Prinzip kaum geändert: vorne das Loch, hinten der Sensor.

 

Rechnet man die Blendengröße des Lochs aus, ist man schnell bei Werten größer F/100. Da durch das kleine Loch nur wenig Licht einfällt, verlängern sich die Belichtungszeiten entsprechend oder man muss mit dem ISO-Wert deutlich hoch gehen. Die Brennweite liegt irgendwo im Weitwinkelformat, geschätzt vielleicht 25mm, so dass es an der X-E3 auf knapp 40mm hinauslief, also durchaus alltagstauglich ist. Dennoch sind die Fotos generell unscharf, was man zwar durch Veränderung der Lochgröße etwas beeinflussen kann. Aber gerade diese Unschärfe macht einen Teil des Reizes dieser etwas archaisch anmutenden Form der (Digital-)Fotografie aus. Setzt man die Kamera auf ein Stativ, wird die Schärfe etwas besser, aber gut wird sie nie. Dafür fehlt einfach die Linse. Auch auf Gegenlicht reagiert das Loch deutlich empfindlicher als moderne Glaslinsen, wie man an einigen der Fotos erkennen kann. Unbearbeitet wirken die Fotos flau, aber durch Erhöhung des Kontrastes entfalten die Fotos einen ungewohnten Reiz.

 

Wer möchte und entweder eine Fuji-Kamera mit X-Mount oder eine Canon Kamera mit EF/EF-S oder RF-Bajonett besitzt, kann mich gerne auf einen gemeinsamen Fotowalk ansprechen, in dem er die Pinhole-Fotografie für sich ausprobieren kann.

 

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Aktshooting im Hotelzimmer

 

Wir waren zuerst in einer Lokation oberhalb einer alten Hinterhof-Autowerkstatt in Essener Norden. Ich hatte ein Fotostudio mit einem schönen dunklen Holzboden gesucht und war fündig geworden- dachte ich. Leider war der Holzboden total dreckig und das Studio roch nach Diesel. Dafür war es geräumig, so dass wir genug Abstand zueinander halten konnten. Zunächst war also Lüften angesagt, was die Temperatur im Studio unangenehm reduzierte. Der vorhandene Elektro-Heizlüfter gab sich alle Mühe, das wieder zu ändern und hatte schließlich Erfolg. Nach kurzer Zeit waren die Füße meines Models aufgrund des staubigen Bodens schwarz ... Trotz der widerigen Umstände gaben wir uns alle Mühe und wurden mit tollen Fotos aus dieser Lokation belohnt.

 

Nach gut 2 Stunden sind wir dann die die zweite Lokation, eine angemietete Hotel-Suite, umgezogen. Auch hier war Lüften angesagt, aber diesmal nicht wegen irgendwelcher Gerüche, sondern weil wir während der Pandemie wenigstens die Aerosol-Belastung im Zimmer reduzieren wollten. Die Füße waren schnell unter der Dusche wieder sauber und so konnten wir ein Homeshooting im Holelzimmer machen. Ich bin stolz auf die tollen Ergebnisse und bin meinem Model (die unerkannt bleiben möchte) unheimlich dankbar für ihr Vertrauen und die engagierte Umsetzung unserer gemeinsamen Bildideen.

 

In der Nachbearbeitung habe ich dann verschiedene Farb- bzw. Lichtstimmungen umsetzen können. Wer an den Lightroom-Presets interessiert ist, kann gerne mit mir Kontakt aufnehmen.

 



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Projekt: "Washi on naked Skin"

 

Während der Pandemie ist es nicht so leicht, ein Shooting "infektionssicher" durchzuführen, daher suche ich nach anderen Möglichkeiten. Als ich ein ähnliches Foto auf Instagram sah, kam mir die Idee zum Fotoprojekt "WASHI ON NAKED SKIN". Hierbei wollte ich Haut und Blüten bzw. andere Teile von Pflanzen zusammenbringen. Der Klebestreifen war mir dabei wichtig, es sollte nichts Synthetisches sein, daher habe ich mich für "Washi" entschieden. Dies ist eigentlich japanisches, handgeschöpftes Papier, das auch als "Reispapier" bezeichnet wird, obwohl es aus anderen Pflanzen hergestellt wird. Und tatsächlich kann man ein entsprechendes Produkt bestellen. Es ist zwar kein echtes Washi und die Klebestreifen sind industriell hergestellt, dennoch haben sie Ähnlichkeit mit dem Original und sind aus dünnem Papier. Den von mir angesprochenen Frauen habe ich eine Anleitung und zwei kleine Rollen mit dem Washi-Klebestreifen zugeschickt. Die Fotos sollten "mit dem was da ist" entstehen. Einige benutzten ihr Handy, andere eine DSLR. Einige ließen sich von ihrem Partner oder einer Freundin fotografieren, andere Fotos entstanden als Selbstprotraits. Ich übernahm nur die Organisation, die Auswahl der Fotos, deren Bearbeitung und Veröffentlichung. Die Frauen blieben dabei vollkommen anonym, es sei denn, sie wollten Gesicht oder Tattoos zeigen.

 

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Shooting mit Mazda MX5 ND RF 'Miata'

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Morgenrot

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Besuchsbericht: Peter Lindbergh "untold stories"

Peter Lindbergh, 1944 in Polen als Peter Brodbeck geboren, wuchs in Duisburg-Rheinhausen auf und wurde zu einem der bekanntesten Fotografen weltweit. Allerdings wandte er sich erst mit 27 Jahren der Fotografie zu, nachdem er sich zuvor auf die Malerei konzentriert hatte. Anfang der 1970er arbeitete Lindbergh zwei Jahre als Assistent für einen Düsseldorfer Fotografen. In dieser Zeit nahm er auch den Künstlernamen Lindbergh an, was er später damit begründete, dass es in Düsseldorf bereits einen Fotografen namens Peter Brodbeck gegeben habe.

 

Im Laufe der Zeit entwickelte Lindbergh eine unverwechselbaren Bildstil. Seine meist schwarzweißen Fotografien sind von frühen deutschen Filmen und der Berliner Kunstszene der 1920er Jahre inspiriert. Lindbergh arbeitete mit den bekanntesten Models seiner Zeit zusammen. In den 90er-Jahren prägte er die Ära der "Supermodels". Viele seiner in dieser Zeit entstandenen ikonischen Fotos sind weltberühmt.

 

Kurz nach Abschluss seiner zwei Jahre dauernden Vorbereitungen für die erste und einzige von ihm selbst kuratierte Ausstellung "untold stories", verstarb er unerwartet im September 2019 in Paris.

 

Der WDR berichtete über die Ausstellung, die bis zum 12.07.2020 verlängert wurde und m.E. auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

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Location: Altes Hafengebiet Uerdingen


Wenn Sie auf der Dammstraße in Krefeld-Uerdingen parken und von dort aus ein paar Meter weiter Richtung Rhein gehen, befinden Sie sich bereits auf dem alten Hafengelände. Neben ein paar typischen alten Lagerhäusern aus Backstein finden sich hier auch zwei alte Lastenkräne, die Krefeld-Uerdinger-Brücke, über die die B288 führt, und jede Menge Landschaft. Leider ist die eigentlich sehr schön gelegene Promenade etwas runtergekommen, es liegt viel Party-Müll rum. Dennoch hat das Plätzchen für Fotografen ein paar schöne Motive zu bieten. Die Fotos sind mit einer Fuji X100S und einer X100F entstanden.

Zum Vergrößern bitte anklicken.

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Wegen Corona Coachings nun auch per Video

Aufgrund entsprechender Anfragen biete ich meine "Weniger-Knipsen"-Coachings nicht nur "on location" an, sondern nun alternativ auch als Video-Coaching. Hierbei bleibe ich meinem Konzept eines Individual-Fotokurses treu. Das Ganze findet aber quasi "kontaktlos" über mehrere Video-Konferenzen statt, die wir - je nach Lerngeschwindigkeit des Teilnehmers - über einen kurzen oder längeren Zeitraum von ein bis drei Wochen verteilen. Die Coaching-Inhalte sind fast gleich, es entfällt aber der Teil des gemeinsamen Foto-Rundgangs. Dieser wird durch Übungsaufgaben ersetzt, deren Resultate wir in Form einer Fotonachbesprechung würdigen.

Technisch ist dazu außer einem Smartphone oder Tablet in einem WLAN und einer App für Video-Calls nichts weiter erforderlich.

  • Nur Sie als alleiniger Coaching-Teilnehmer
  • Drei bis vier Video-Konferenzen im Abstand von einer bis maximal drei Wochen
  • Gesamtdauer aller Video-Konferenzen etwa 3 intensive Stunden, bei Bedarf auch länger
  • Die Inhalte sind zugeschnitten auf Ihre konkreten Bedürfnisse
  • Daher gleichermaßen für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet
  • Konkrete Foto-Aufgaben und Nachbesprechung Ihrer Fotos via Video-Call
  • Coaching-Gebühr ab EUR 129,-
  • Darin enthalten ist auch ein Exemplar meines Praxisratgebers als eBook (im Wert von EUR 4,99)
  • Video-Calls über Facetime, Whatsapp, Duo oder Zoom, nur Smartphone oder Tablet erforderlich
  • Nachbetreuung per E-Mail oder Whatsapp
Stempel "Zufriedenheitsgarantie"

Sollten Sie wider Erwarten mit dem Coaching nicht zufrieden sein, gibt es keine Diskussion, sondern Ihr Geld zurück!


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Neuer Wenigerknipsen-Newsletter versandt

Der Schwerpunkt meines neusten Newsletters lag diesmal auf den letzten Foto-Shootings vor der Corona-Pandemie und der Fujifilm X100S, die derzeit sehr günstig gebraucht zu kaufen ist.

 

Wer den Newsletter verpasst hat, findet eine Webversion hier zum Nachlesen.

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Hotelzimmer-Shooting mit Lola


Ich habe "Lola" (auf Instagram @x_lolalicious_x, Sedcard auf Modelkartei hier) im Februar (also noch vor der Corona-Pandemie) via Instagram angesprochen, ob sie ein Portraitshooting mit mir machen möchte. Wie immer habe ich einen Vertrag und eine Begleitperson angeboten, denn ich wollte bei dem damals stürmischen Wetter ein Hotelzimmer-Shooting machen und da ist beides obligatorisch, um eventuelle Missverständnisse von vorneherein auszuschließen. Wir haben uns zunächst in Duisburg auf einen Kaffee verabredet, um uns etwas kennen zu lernen und die Details zu besprechen. Zum eigentlichen Shooting hat Lola ihren Freund mitgebracht, der auch so nett war, etwas mit dem Licht zu assistieren. Wie erwartet hat mit den beiden alles super geklappt und so sind die Fotos auch toll geworden.

 

Nachfolgend noch ein paar Fotos der "Location".
An dieser Stelle herzlichen Dank an die Mitarbeiter des Hotels "Wyndham Duisburger Hof" in der Duisburger Innenstadt. Anders als andere Hotels hat man dort sehr professionell und flexibel auf meine Shooting-Anfrage reagiert.


Zum Vergrößern bitte Fotos anklicken.

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Inspiration: Nachbearbeitung mit Mülltüte

Während der Corona- bzw. Covid-19-Krise und den deshalb geltenden Kontaktbeschränkungen vermisst wohl fast jeder Fotograf die Arbeit mit seiner Ausrüstung und den Menschen vor der Kamera. Mir geht es nicht anders. Mein letztes Shooting war Ende Februar, also vor etwa 8 Wochen. Seitdem kann ich zwar noch aus meinem Bestand Fotos auf Instagram und 500px veröffentlichen, Nachschub im Sinne neuer Fotos bleibt aber leider aus.

 

Bei meiner heutigen Recherche nach "Remote Photo Shootings" bin ich mal wieder bei Nick Fancher hängen geblieben. Er hat über Facebook Remote-Shootings gemacht und die Video-Bilder mit einem Beamer auf verschiedenste Oberfläche projiziert. Unter an derem auch auf eine Mülltüte. Das hat mich dazu inspiriert, ein paar ältere Fotos von mir in dieser Form nachzubearbeiten. Ich habe zunächst ein Foto von Lisa auf meinem PC aufgerufen und eine leere Mülltüte darüber gelegt und das Ganze fotografiert. Danach habe ich weitere Fotos von Ana und Nika mit meinem Beamer auf die Mülltüte projiziert und das wiederum fotografiert und schließlich in Lightroom nachbearbeitet. - Nachfolgend die ersten Ergebnisse, die sicher noch verbesserungsfähig sind, aber einen ersten Eindruck vermitteln sollen, was da so geht.

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Fiddler of Light wird im EYE-Photo Magazine veröffentlicht

Mein Freund und Kollege Gregor Wildförster, auch bekannt unter dem Pseudonym "Fiddler of Light", wurde nun schon zum vierten Male im renommierten Non-Profit "EYE-Photo Magazine" veröffentlicht. Auf seiner Homepage hat er auch die achtseitige Feature-Story und weitere Fotos veröffentlicht, die in der Sonderausgabe des Magazins aus Januar 2020 abgedruckt wurden.

 

Gregor beschäftigt sich schon seit einigen Jahren intensiv mit der natürlichen Schönheit der Menschen, die er fotografiert. Dabei nimmt er auf die üblichen Konventionen und Ideale keine Rücksicht, sondern zeigt die Menschen (überwiegend Frauen) so, wie sie sind bzw. wie sie sich selbst sehen möchten. Für ihn ist Schönheit Vielfalt, wie er selbst sagt. Nicht selten arbeitet er mit Menschen zusammen, die unter Depressionen leiden oder litten. Dabei verarbeitet er auch eigene Erfahrungen mit dieser Krankheit.

 

Herzlichen Glückwunsch zu diesem weiteren Erfolg, Gregor!

Titel: The Woman in the Window
EYE-Photo Magazine Ausgabe 08.2019
Titel: the world is yours
EYE-Photo Magazine Ausgabe 01.2020

Titel: Aphrodite
EYE-Photo Magazine Ausgabe 07.2019
Titel: Intensive Portrait (Water no Tears)
EYE-Photo Magazine Ausgabe 10.2019

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Location: Handelshafen Düsseldorf

Den Medienhafen in Düsseldorf werden die meisten Fotografiebegeisterten wohl schon kennen.

 

Weniger bekannt ist hingegen, dass dieser seit den 1990er Jahren umgestaltete Hafenbereich zum weiter gewerblich genutzten Handelshafen gehört, der sich nur einen Steinwurf entfernt  über ein großes Gebiet am Rhein erstreckt. So wurde der Binnenhafen Düsseldorfs lange Zeit als Stadtteil nicht wahrgenommen, da dieser Bereich ein zum Teil abgesperrtes Industrieareal war. Der Handelshafen ist aber kein Industriekulturdenkmal, wie man es im Ruhrgebiet oft findet, sondern ein lebendiges Gewerbegebiet mitten in Düsseldorf.

 

Die Navi-Adresse lautet Hamburger Straße, 40221 Düsseldorf.

 

Meine dort entstandenen Fotos wurden mit meinem Lightroom Preset "Legendary II" bearbeitet, das Sie in einem Bundle zusammen mit über 70 weiteren Presets im Web-Shop erwerben können.

 

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Shooting mit Lisa nochmal gesichtet

Im Mai letzten Jahres durfte ich mit Lisa shooten. In meinem Blog berichtete ich schon dazu. Nun habe ich ein neues Lightroom-Preset entwickelt und habe es bei den noch nicht veröffentlichten Fotos aus dem damaligen Shooting ausprobiert. Lisa hat wunderschöne Sommersprossen und die kommen mit dem neuen Preset toll raus. Daher habe ich es auch "Lisas Freckles" genannt.

 

Habe dieses Adobe Lightroom Preset auch in mein Preset-Bundle aufgenommen. Das können Sie hier kaufen.

 

Hier der vorher/nachher-Vergleich. Nicht schlecht, oder?

Lisa vorher
vorher / ohne Preset
Lisa nachher
nachher / mit Preset

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Shooting mit Nika in Nürnberg

Nika in Nürnberg
Nika in Nürnberg

 

Nika (eigentlich Annika) kenne ich nun schon einige Jahre und sie begleitet meine fotografische Entwicklung, wie kaum jemand anderes. Ich bin immer wieder begeistert, wie ausdrucksstark ihre dunklen Augen sind und wie unterschiedlich ihre Ausdrucksweise innerhalb eines Shootings sein kann. Sie ist als Model und als Mensch einfach toll!

 

Ich hatte beruflich in Nürnberg zu tun und da Nika in der Nähe studiert, haben wir uns abends zu einem Hotelzimmer-Shooting getroffen. Dazu hatte ich in der Nürnberger Innenstadt ganz bewusst kein Standard-Hotelzimmer sondern ein 50qm Dachgeschoss-Appartment mit dunklem Parkettboden, wenig Möbeln und viel Platz gemietet. In dieser ruhigen Atmosphäre sind viele Fotos entstanden, die bewusst von mir sehr kontrastreich bearbeitet wurden. Ich liebe diese dunklen Schwarz/Weiß-Look, bei dem der Raum im Schwarz verschwindet und der Betrachter sich nur auf die portraitierte Person konzentriert. Aber wie man sieht, sind auch Portraits mit einer weißen Wand als Hintergrund auch dabei entstanden.

 

Obwohl ich sonst gern etwas "over-equipped" bin und viel zu viel Zeugs mit mir rumschleppe, musste ich dieses Mal wegen des begrenzten Gepäcks sehr sparsam sein. Und so nahm ich nur meine Canon EOS RP, ein Canon EF 85mm f1.8 und ein Canon EF 50mm f/1.4 mit. Als Licht kam hauptsächlich die Nachttisch-Lampe aus dem Hotelzimmer und mein neu erworbenes, akkubetriebenes Godox AD200 mit einem LED-Dauerlichtaufsatz zum Einsatz. Einen Diffusor oder Lichtformer hatte ich nicht eingepackt. Es war überaus tricky mit diesen beiden harten Lichtquellen ein brauchbares Licht hinzubekommen und so sind viele Aufnahmen, vor allem in der zweiten Hälfte des Shootings, mit weniger Licht und recht hohen ISO-Werten entstanden.

 

Bitte anklicken zum Vergrößern.

Nika in Nürnberg
Nika in Nürnberg

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Shooting mit Ana in Augsburg

Ich hatte schon länger vor, an einem Fotografie-Workshop von Ingo Dumreicher teilzunehmen. Ingo war 18 Jahre lang  Bankangestellter, erkannte aber irgendwann, dass seine Leidenschaft der Fotografie galt. Als sich die Dinge entwickelten, traf er die Entscheidung, den Bank-Job aufzugeben und sich als Vollzeit-Fotograf in der Nähe von Augsburg zu versuchen. Das ist jetzt wohl etwa 13 Jahre her. Die Einzelheiten, die genauen Beweggründe usw. kenne ich leider nicht. Als ich ihn in Neusäß bei Ausgsburg traf, sprachen wir nur ganz kurz darüber. Aber es war in seiner Erzählung deutlich zu spüren, wofür Ingo brennt.

 

Dabei erscheint er auf den ersten Blick etwas "durchgeknallt", wenn es um seine Models geht. Er ist jedesmal total begeistert und übertrumpft sich selbst bei der Lobpreisung der Menschen, die sich vor seine Kamera stellen. Sein Instagram-Account zeugt von dieser fast kindlichen Begeisterung, die ihn super sympatisch macht, denn ich glaube er verspürt diese Begeisterung tatsächlich und es ist nicht aufgesetzt.

 

Auf seiner Homepage findet sich folgendes Zitat, dass Ingo tatsächlich so umsetzt: Fotograf zu sein bedeutet mehr als nur eine Kamera bedienen zu können. Es heißt zu lieben was man abbildet, die Schönheit in allem zu finden und dem Motiv in höchstem Maße mit dem Endprodukt, dem Bildnis, zu schmeicheln. - Und es funktioniert! Die Models fühlen sich wohl und sind gerne bereit, mit ihm zu arbeiten.

 

Dabei fotografiert er so viele tolle Models, dass man neidisch werden könnte. Jedenfalls war ich schwer von seinen Portraits und Aktfotografien begeistert, als ich seine Homepage zum ersten Mal besuchte. Unter dem Titel "Pure Woman" bzw. "Pure Faces" zeigt er tolle Akt- und Portraitfotos. Als Profi-Fotograf macht er aber auch Business-Protraits, Image- und Werbefotografie, Eventfotografie, Hochzeiten und Luftaufnahmen mit Drohnen. Irgendwie muss das Geld ja reinkommen.

Eigentlich hatte ich mich bei ihm zu einem Workshop für verdeckten Akt angemeldet. Das Model Ana sah das aber gänzlich anders und so entstanden an dem Tag in der zu seinem Hof gehörenden Scheune hauptsächlich Akt- und Teilakt-Fotos von Ana und weniger die geplanten Fotos mit verdecktem Akt.

 

Durch den Flug, den ich von Düsseldorf nach München gebucht hatte, konnte ich nicht wie sonst viel zu viel Equipment mitnehmen, sondern musste mich auf zwei Objektive und eine Kamera beschränken. Dabei kamen meine neue Canon EOS R und ein neues Canon EF 85mm f/1.4 L IS USM zum Einsatz. Das ebenfalls mitgenommene Sigma 50mm f/1.4 DG HSM Art habe ich kaum verwendet.

 

Wir haben nur mit natürlichem Licht gearbeitet. Die besondere Lichtstimmung entstand durch die Bauweise der Scheune: Richtung Süden befinden sich zwei große Scheunentore, die einzeln geöffnet oder geschlossen werden können. Diese stellen das Hauptlicht dar, das ich meistens im Rücken hatte. An der gegenüber liegenden Nordseite befindet sich ein Fenster, das man auf einigen der Fotos sehen kann. Hierdurch kommt diffuses Licht von Norden in die Scheune. Positioniert man das Model nahe des Scheunentors, hat man ein tolles weiches Licht, dessen Menge sich über die Scheunentore steuern lässt. Weiter hinten im Raum kommt das Licht des Fensters quasi von "hinten links" und das Hauptlicht spielt keine Rolle mehr. So entstehen auf der nackten Haut tolle Streiflichter, die den Körper nachmodellieren, wie hier zum Beispiel auf den ersten drei Fotos zu sehen.

 

Bitte Anklicken zum Vergrößern.

 

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GoPro ActionCams im Vergleich

GoPro Kamera
Quelle: https://de.shop.gopro.com

Ein Fotografie-Blog wäre wohl ohne den ein oder anderen Post zu den kleinen robusten Schwestern der "großen" Digitalkamers nicht vollständig. Daher hier ein Blogpost zum Thema Action-Kameras:

Der amerikanische Marktführer für Actioncams GoPro bringt in schöner Regelmäßigkeit neue Modelle auf den Markt, die sich in vielen Leitsungsmerkmalen unterscheiden. Eine aussagekräfige Gegenüberstellung dieser auf mich etwas verwirrenden Vielfalt habe ich leider nicht gefunden.

Ich habe daher mal versucht, die wichtigsten Unterschiede der GoPro-Modelle "HERO" und "Session" seit 2015 gegenüber zu stellen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne jede Gewähr!

Gegenüberstellung der aktuellen GoPro Modelle
Gegenüberstellung der aktuellen GoPro Modelle; alle Angaben ohne Gewähr
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Location: Rheinkniebrücke in Düsseldorf

Rheinkniebrücke

 

Heute habe ich es endlich mal geschafft, in aller Frühe zur Rheinkniebrücke nach Düsseldorf zu fahren und Fotos zu machen.  Bei dieser Gelegenheit habe ich meine neu erworbene, aber gebrauchte Fujifilm X100S zum Einsatz gebracht. Obwohl sie "Baujahr" 2013 ist und nur 16.3 Megapixel bietet, hat sie doch alles, was man von einer soliden Kamera im Retro-Design erwartet.

 

Die Rheinkniebrücke wurde vor 50 Jahren fertiggestellt und verbindet seitdem die Düsseldorfer Stadtteile Carldstadt und Unterbilk. Mich reizte die Brücke als Fotomotiv aufgrund ihrer schönen, geschwungenen Formen und ihrer nüchternen Betonkonstruktion. Um diese Optik hervorzuheben, habe ich eine kontrastreiche Schwarz-/Weiß-Nachbearbeitung mit einer ganz leichten Brauntönung gewählt. Ich hoffe, es gefällt!

 

Zum Vergrößern, bitte die Fotos anklicken!

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Testfotos mit Fujifilm X100S

Nicht selten kaufe ich mir eine gebrauchte Kamera und probiere aus, wie gut sie als "immer dabei Kamera" funktioniert. Nachdem ich sehr gute Erfahrungen mit der Fujifilm X100F gemacht habe und mir das Bedienkonzept gut gefiel, diese mit rund EUR 800,- bis EUR 1.000,- noch recht teuer ist, habe ich nach dem Vorgängermodell X100S Ausschau gehalten. Bei eBay wurde ich schließlich für rund EUR 360,- fündig. Und das auch noch für einen schwarzen Body (nicht den silbernen).

 

Die Fujifilm X100S ("s" wie "second") war 2013 das Nachfolgemodell der Retro-Kamera X100, die bei Street-Fotografen sehr beliebt war bzw. immer noch ist. Die X100S behob einige Probleme, die ihre ältere Schwester beispielsweise mit dem Autofokussystem hatte. Zwar hat sie einen APS-C Sensor mit "nur" 16.3 Megapixel, dafür ist das fest eingebaute 23mm-Objektiv mit einer Lichtstärke von f/2.0 hervorragend. Durch den Crop-Faktor von 1.5 entspricht das Objektiv einer 35mm-Brennweite (Kleinbild-Equivalent). Das Rauschverhalten ist gut und so ist sie auch bei sehr schwierigen Lichtverhältnissen oder gar nachts ein verlässliches Werkzeug.

 

Wer also eine vollwertige Kamera für etwa EUR 400,- sucht und sich auf die genannte Festbrennweite einstellen kann, bekommt für sein Geld eine klasse Kamera, die außerdem mit ihrem Retro-Design echt schick ist. Der Neupreis lag damals bei EUR 1.200,-.

 

Nachfolgend die ersten Testaufnahmen eines Waldstücks bei mir "um die Ecke". Nicht schlecht, oder?

 

Zum Vergrößern der Fotos bitte anklicken.

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Shooting mit Michael

Eigentlich wollte Michael nur ein paar Fotos für eine innerbetriebliche Bewerbung. Da ich nicht gerne "Bewerbungsfotos" mache, war meine Bedingung, dass wir auch Fotos in der Tiefgarage der Kokerei Zollverein machen. Die ersten sechs Bilder sind bei mir zuhause mit einem Reflektorschirm und einem Jinbei Studio-Blitz entstanden. Die zweiten sechs und das nachfolgende Foto im Querformat outdoor auf Zollverein mit einem LED-Dauerlicht. Das ist ein kleiner Ausschnitt der Ergebnisse.

Michael auf Zollverein
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Location: Slinky Springs to Fame

"Slinky Springs to Fame" ist eine Spannbandbrücke aus Aluminium von über 400 Metern Länge, die den Kaisergarten in Oberhausen und die Emscherinsel über den Rhein-Herne-Kanal verbindet und wie eine riesige Spiralfeder gebaut ist. Die Brücke wurde vom Künstler Tobias Rehberger entworfen und 2011 fertiggestellt. In der Dämmerung wird die Brücke sogar illuminiert, womit sie sowohl bei Tag, als auch in der Nacht ein interessantes Fotomotiv darstellt (Adresse: Konrad-Adenauer-Allee 46, 46049 Oberhausen).

 

Ergänzendes Video in der WDR-Mediathek.
 

Hinweis: Diese Fotos wurden mit meinem Lightroom Preset "Strand (wolkig III)" bearbeitet, das Sie in einem 67 Presets umfassenden Bundle im Web-Shop erwerben können.

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Neue Canon EOS 90D

Canon EOS 90D (Front)
Quelle: Canon
Canon EOS 90D (Top)
Canon EOS 90D (Back)

Canon hat eine neue APS-C Spiegelreflexkamera mit CMOS-Sensor angekündigt: Die EOS 90D. Sie soll rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft 2019 in Deutschland auf den Markt kommen.


Ein Blick auf die Spezifikationen zeigt durchaus beeindruckende "innere Werte" (in Klammern jeweils die Werte des Vorgängermodells EOS 80D): Gewicht 701g (730g), Crop-Faktor 1.6 (1.6), DIGIC 8 Prozessor (DIGIC 6), 32.5 Megapixel (24.2), Sendorempfindlichkeit bis 51200 ISO (25600), Reihenaufnahmen bis zu 10 Bilder/Sek (7 Bilder/Sek), 45 Kreuzfeldsensoren (auch 45) und (endlich!) als Speichermeldium eine SD/SDXC-Karte mit UHS II Standard, mit der deutlich höhere Schreibraten erreicht werden können, als mit den bisherigen UHS I Karten, an denen Canon viel zu lange festgehalten hat. Erfreulich ist auch, dass man den Hochformatauslöser/Akkugriff BG-E14 der 80D bzw. 70D auch an der 90D weiterverwenden können soll. Das neue APS-C Spitzenmodell kann 4K-Videos und besitzt neben dem "Kipprad" auf der Rückseite zusätzlich einen Joystick zur Navigation oder zum Setzen des Autofokus-Messfeldes. Ein zweites Display auf der Oberseite ist bei den "zweistelligen" Canon Kameras obligatorisch.

 

Aber der Preis ist heftig! Der Body soll EUR 1.299,- kosten.

 

Allerdings hat Canon das neue Produkt geschickt am oberen Ende seiner APS-C Spiegelreflexkameras positioniert. Der "Sprung" zu den Vollformatkameras ist preislich zwar nicht mehr groß und sogar die neuen Spiegellosen wie die EOR RP sind kaum teurer, aber wer nur EF-S Objektive und keine vollformattauglichen EF-Objektive besitzt, für den ist die Hürde dennoch so groß wie eh und je.

 

Trotzdem sollten wir mal schauen, was man für das Geld sonst so bei Canon bekommen kann. - Weder die EOS 7D II aus 2014 noch das Vorgängermodell EOS 80D aus 2016 können der neuen EOS 90D wirklich "das Wasser reichen". Wie schon erwähnt, wäre eine EOS 6D II mit Vollformat-Sensor durchaus preislich eine Alternative (EUR 1.499,- neu, gebraucht etwa EUR 1.000,-), bleibt mit ihren technischen Spezifikationen aber fast in jedem Punkt leicht unterhalb der "sauschnellen" EOS 90D. Und hier schlägt die "Vollformat-Schallmauer" wegen der Kosten für den Wechsel der Objektive genauso zu, wie bei der spiegellosen EOS RP, die es neu ebenfalls für EUR 1.499,- inkl. Adapter gibt. Die EOR RP verfügt auch über den DIGIC 8, hat aber "nur" 26,2 Megapixel, kann die ISO-Empfindlichkeit aber um eine volle Blende mehr anheben als die 90D und verfügt ebenfalls über einen schnellen SD-Kartenslot mit UHS II. Außerdem kann sie auch 4K-Videos. ABER: Zwar kann man die EF-S Objektive dank des Adapters auch an der EOR PR nutzen, die Auflösung reduziert sich dann aber auf nur noch 11 Megapixel. Insofern zollt der Umstieg auf den Vollformatsensor auch hier seinen Tribut, so dass für die beiden Alternativen EOS 6D II oder EOS RP neue vollformattaugliche Objektive angeschafft werden müssten.

 

Fazit: Ich habe an der EOS 90D kaum etwas zu meckern, wenn man von dem Preis mal absieht. Hat man sowieso schon vollformattaugliche EF-Objektive, käme die EOS RP als zukunftssichere Alternative zur EOS 90D meiner Meinung nach durchaus in Frage. Schließt man für sich den Umstieg auf Vollformat aber weiter aus und sieht für sich einen Nutzen in schnellen Bildreihen (Sportfotografie, Tiere, Reportage) und der immensen Auflösung, dann kann einem die 90D sicher künftig viel Freude machen.

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Location: Classic Remise Düsseldorf

Die Classic Remise in Düsseldorf ist ein ehemaliger Ringlockschuppen, der aufwendig umgebaut wurde und heute Hunderten von seltenen und teuren Autos Platz bietet. Das Konzept ermöglicht es Automobilfreunden einerseits, ihre geliebten Spielzeuge in einer Art gläsernem Schaukasten auszustellen und Interessierten zu zeigen. Andererseits können sich Bezin-Begeisterte an diesen technischen Kunstwerken erfreuen und (entsprechender Geldbeutel vorausgesetzt), sich auch mal über die Preise informieren. Das Ganze ist in eine techno/klassische Atmosphäre eingebettet, die neben Werkstätten und allerlei Gewerbe auch ein Restaurant bietet. Motorradfreunde kommen übrigens gleichermaßen auf ihre Kosten, in einem Seitenflügel des Gebäudes gibt es unter anderem auch Harley Davidson Motrorräder zu kaufen. Die Adresse ist Harffstraße 110a in 40591 Düsseldorf.

Wer dort fotrografieren möchte, sollte sich vorher mit dem Betreiber in Verbindung setzen.

 

Hinweis: Diese Fotos wurden mit meinem Lightroom Preset "Classic Car" bearbeitet, das Sie in einem Bundle von insgesamt 67 Presets im Web-Shop erwerben können.

 

Classic Car made with Fuji X100F

Anklicken zum Vergrößern.

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Meine Lightroom Presets

Ich nutze seit vielen Jahren Adobe Photoshop und Lightroom. Im Laufe der Zeit habe ich mir eine kleine Sammlung eigener Voreinstellungen (Presets) für bestimmte Farblooks erstellt. Diese Sammlung biete ich Ihnen gerne zum Download an:

 

Das Download-Bundle (zip-File) enthält 67 Lightroom Presets im XMP-Format, die ich selbst erstellt habe und sehr häufig für meine Fotos nutze. Die Kollektion funktioniert gut mit Portraits, Aktfotos, Streetphotography, Landschafts-, Architektur- und auch Hochzeits-Fotos. Egal ob Sie ein einzelnes Portrait oder eine komplette Fotoserie mit einem neuen Look versehen möchten, die ganz einfach in Adobe Lightroom oder Adobe Camera Raw zu importierenden Presets können Sie entweder unverändert auf eigene Fotos anwenden oder bei Bedarf auch ganz einfach anpassen. Bitte beachten Sie hierbei, dass die Presets auf Basis von Fotos entwickelt wurden, die spezifische Farb- und Helligkeitswerte besaßen. Die Anwendung auf andere Fotos erzeugt zunächst nie ganz dieselbe Wirkung. Daher müssen die Voreinstellungen bei Bedarf angepasst werden, damit der gewünschte Look auch bei Ihren Fotos erzielt wird.

Meine Presets sind kompatibel mit Adobe Lightroom CC und Classic CC ab Version 7.3 oder neuer, Adobe Camera Raw und funktionieren sowohl auf iOS-Mac als auch auf Windows-PCs. Obwohl sich die Qualität von JPEG-Dateien in den letzten Jahren stark verbessert hat, empfehle ich die Bildbearbeitung im RAW-Format. Alle Presets wurden getestet mit Fotos aus digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR) von Canon und Nikon, spiegellosen Systemkameras (DSLM) von Canon und Fuji, iPhone, iPad, Samsung und Huawei Smartphones und GoPro Actionkameras.


Überzeugt? Dann kaufen!

BUNDLE MIT 67 LIGHTROOM PRESETS inkl. Installationsanleitung

8,99 €



Inhalt:
    Installationsanleitung als pdf
    67 Lightroom Presets im .xmp-Format:

      - Ana in the Barn.xmp

      - Ana in the Barn II.xmp

      - Black & White I.xmp

      - Black & White II.xmp
      - Black & White III.xmp
      - Black & White IV Newspaper.xmp
      - Black & White V Heavy Contrast.xmp
      - Black & White VI Heavy Noise.xmp
      - Black & White VII Darken.xmp
      - Black & White VIII.xmp
      - Black & White IX Shadow matte.xmp

      - Black & White X Luca.xmp

      - Black & White XI Nika.xmp

      - Black & White XII Old Mother.xmp

      - Black & White XIII Checkmate.xmp

      - Black & White XIV.xmp

      - Blue Punch.xmp
      - Blue Tone.xmp
      - Blue Well Done.xmp

      - Bronze.xmp

      - Classic Car.xmp

      - Dirty Glass.xmp
      - Dunst (dunkel).xmp
      - Dunst (hell).xmp
      - Dunst (neutral).xmp
      - düster, matter Schatten.xmp

      - Elevator.xmp
      - Ersetze Grün durch Braun.xmp
      - Evanescence  (Skinny & Blue).xmp
      - Gartenbesuch.xmp
      - Heavy Noise 70s.xmp
      - Klarheit +100.xmp
      - Legendary.xmp

      - Legendary II.xmp

      - Lisa.xmp

      - Lisa (b&w).xmp

      - Magnolie.xmp

      - Nadine.xmp

      - Nika.xmp

      - Nude.xmp

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      - Pure I.xmp
      - Pure II.xmp
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      - Schatten matt.xmp
      - Skinny.xmp
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      - Strand (wolkig) II.xmp
      - Strand (wolkig) III.xmp
      - Strand (wolkig).xmp

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      - Street III (b&w).xmp
      - Summer Feeling.xmp
      - Summer Look.xmp
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Shooting mit Nadine

Letztes Wochenende war ich auf einem Blitz-Workshop bei Krolop&Gerst in Köln. Martin Krolop hat uns 7 Stunden lang an seinem reichen Erfahrungsschatz in Sachen "unterstützendes Blitzen" teilhaben lassen. Als Model stand uns Nadine (Instagram: @hope_tattoomodel) zur Verfügung. Die Ergebnisse sind kaum retuschiert, vielmehr habe ich mal wieder meine eigenen Presets in Adobe Lightroom verwendet, um den Farb-Look zu erzeugen.

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Portrait of Nadine
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Shooting mit Lisa

Anlässlich eines Portrait-Workshops in Duisburg hatte ich das Vergnügen, mit Lisa (Instagram: @lisa_m.b) shooten zu dürfen. Sie ist sehr professionell, ausdrucksstark, posing-sicher, sehr freundlich und koorperativ. In vergleichsweise kurzer Zeit hat Lisa schon mit vielen bekannten Fotografen zusammen gearbeitet (z.B. Stefan Beutler, Peter Müller, Markus Hoppe, Jan Neumann, Mort Gerstmann und Frank Jurisch). Wir hatten Gelegenheit, in dem Workshop fünf Setups zu nutzen: Da war von Natural Light, zwei Dauerlichtern, einem Studioblitz bis Outdoor alles dabei. Die Ergebnisse sind kaum retuschiert, vielmehr habe ich in Adobe Lightroom hauptsächlich an den Farb-Looks gearbeitet.

 

Die entsprechenden Presets biete ich auch über meinen Web-Shop an.

 

Portrait von Lisa in schwarzweiß
Portrait von Lisa in schwarzweiß

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Erste Testfotos mit der Fuji X100F

Ich habe mir die spiegellose Fuji X100F als Ergänzung zu meinen Spiegelreflexkameras von Canon zugelegt und gestern erste Testfotos damit gemacht. Ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Die Handhabung des im Vergleich zu meinen großen und schweren DSLR-Bodies recht kleinen Gehäuses ist noch etwas gewöhnungsbedürftig und das fest eingebaute 35mm Objektiv zwingt mich dazu, den Bildausschnitt sehr bewusst zu wählen, aber genau diese Herausforderung war es, die mich gereizt hat. Alle folgenden Fotos sind mit Offenblende (f/2.0) entstanden und in Adobe Lightroom nachbearbeitet.

klassisches Auto
klassisches Auto
klassisches Auto
klassisches Auto
klassisches Auto

klassisches Auto
klassisches Auto

Kran im Hafengebiet
Kran im Hafengebiet

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Nika neu bearbeitet

Habe mir heute ein Youtube-Video von Patrick Ludolph angesehen, in dem er ein einfaches Schwarzweiß-Preset für Lightroom zeigt, dass er nach seinem Kumpel "Luca" benannt hat. Das hat mich inspiriert, ein paar bisher unbearbeitete Fotos von Nika aus einem Studio-Shooting aus Dezember 2017 herauszusuchen und neu zu bearbeiten.

 

Mein Workflow dazu ist ungefähr wie folgt: RAW-Dateien in Lightroom öffnen und mit eigenen Presets den ungefähren Farblook aussuchen. Diesen soweit in Lightroom optimieren, bis er mir gefällt. Dann das Foto nach Photoshop übertragen, dort zuerst mit dem Korrekturwerkzeug notwendige Retuschen vornehmen. Dann auf einer separaten Ebene eine Hautretusche vornehmen, die die Farbunterschiede reduziert und die Haut gleichmäßiger wirken lässt. Die Deckkraft der Ebene ggf. anpassen, falls ich die Bearbeitung übertrieben haben sollte. Danach - wiederum auf einer separaten Ebene - die Augen mit dem Abwedler-Werkzeug aufhellen und anschließend Augen, Augenbrauen und Mund schärfen. Deckkraft ggf. wieder anpassen. - Fertig.

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Einfache Licht Setups für Portrait-Shootings

Mein alter Chef hat immer gesagt: "Das Internet ist zu 99 Prozent infantiler Datenschrott, aber 1 Prozent ist wertvolle Information. Die zu finden ist eine Kunst." - Nun, um Ihnen diese Arbeit etwas zu erleichtern, habe ich mir eine zweistellige Anzahl YouTube-Videos angesehen, die sich mit dem Aufbau einfacher Licht-Setups mittels Softboxen oder Reflektorschirmen beschäftigen. Und tatsächlich ist unglaublich viel Datenschrott im Netz, den ich für Sie aussortiert habe. Übrig blieben diese fünf kurzen Videos (alle in englischer Sprache), die verschiedene Setups vorstellen, die man mit einfachen Mitteln selbst für Portrait-, Beauty- und Paar-Shootings nutzen kann.

 

Neben einer Kamera braucht man dafür einen Systemblitz oder Studioblitz, einen Funkauslöser, ein Lampenstativ samt Blitz- bzw. Schirmneiger und einen Reflektorschirm, einen Durchlichtschirm oder eine Softbox. Hierbei gilt grundsätzlich: Je größer der Durchmesser des Schirms oder der Softbox und je näher die Lichtquelle am Model, desto weicher ist das Licht.

 

Für die schematische Darstellung der Licht-Setups habe ich eine frei verfügbare Sammlung entsprechender Grafiken verwendet, die auf der Seite www.ingredientsphoto.com zum Download angeboten wird (siehe nebenstehende Grafik).

 

Viel Spaß beim Anschauen der Videos und beim Nachbauen der Setups! Schreiben Sie mir doch bitte in die Kommentare, ob diese Aufbereitung des Themas für Sie hilfreich war. Danke!


Das Licht der Softbox kommt direkt von oben, das Model befindet sich unterhalb des hinteren Rands der Softbox, so dass das Licht seine Vorderseite beleuchtet.



"Cross Light"

Ein großer Reflektorschirm mit Diffusor wird nahe beim Model positioniert. Das Licht wird vom weißen Hintergrund reflektiert, was insgesamt zu einer sehr weichen Lichtcharakteristik führt.



"Front Centered Above":

Ein möglichst großer Reflektorschirm wirft das Licht von Vorne und leicht von Oben am Fotografen vorbei auf das Model. Der Fotograf kann auch hinter dem Schirm stehen.

"Sandwich Lighting":

Ein Reflektorschirm kommt direkt von oben, darunter wird das Licht von einem Reflektor unter das Gesicht des Models zurückgeworfen, um Schatten am Hals zu vermeiden.

"Sandwich with Hair Light":

Wie oben, jedoch erhellt ein zusätzlicher Reflektorschirm die Haare bzw. die Seite des Models ("Hair Light" oder "Rim Light").

"45er":

Ein Reflketorschirm in einem 45 Grad-Winkel von rechts oder links. Der untere Rand sollte auf Augenhöhe des Model sein.

"Background":

Ein Reflektorschirm wird als Hintergrund verwendet. Zusätzlich hellen weiße Wände das Model auf (Achtung: Nachbearbeitung erforderlich).



Im ersten Setup kommt das Licht der parabolisch geformten Softbox von rechts oben etwa aus einem Winkel von 45 Grad.

Das zweite Setup ist fast identisch, jetzt steht die Softbox lediglich höher und beleuchtet noch etwas den Hintergrund.

Beim dritten Setup rückt die Softbox weiter auf die Seite des Models und betont so seine Kontur. Außerdem ist sie vom Hintergrund abgewandt, so dass kein Licht mehr darauf fällt.



Sehr ähnlich dem "45er" wobei hier keine Softbox sondern ein großer Reflektrschirm verwendet wird, der wiederum im 45 Grad Winkel aufgestellt wird.

Sehr ähnlich dem "Sandwich Lighting" wobei hier auf den zusätzlichen Reflektor verzichtet wird und dadurch der Verlauf der Schatten deutlicher ausfällt.

"Split Light":

Das Licht kommt im 90 Grad Winkel von der Seite und lässt die abgewandte Gesichtshälfte im Dunkeln.



Eine große Softbox kommt von links und strahlt einerseits das Pärchen an, andererseits auch den Hintergrund.

Die Softbox wurde mit einem Grid versehen, damit das Licht nicht streut und der Hintergrund schwarz bleibt. Das Pärchen steht gestaffelt hintereinander.

Eine Beauty Dish mit einem Grid beleuchtet die vordere Person, ein zweites Blitzlicht mit einem Grid die hintere Person (eigentlich hätte auch das vorhergehende Setup annähernd zum gleichen Ergebnis geführt).



"Flat Light":

Entspricht weitgehend dem "Front Centered Above" wird hier aber als "Flat Light" bezeichnet.

Das Licht kommt direkt von vorn und etwas von oben.

"Butterfly Light":

Wie beim "Flat Light" kommt das Licht von vorne, allerdings wird die Lichtquelle etwas höher positioniert und zeichnet so mehr Schatten im Gesicht.

 

"Rembrandt Light":

In einem Winkel von 45 Grad erzeugt die Softbox ein Lichtdreieck unter dem der Lichtquelle abgewandten Auge und modelliert so das Gesicht.

"Split Light":
In diesem Video kommt die Lichtquelle von links. Der Aufbau entspricht jedoch dem schon zuvor beschriebenen "Split Light".

"Loop Light":
Entspricht fast dem "Rembrandt Light", allerdings ist das Lichtdreieck nicht so ausgeprägt, vielmehr erzeugt die Nase einen kleinen Schatten.



"Hochfrontales Licht"

Ein Blitz wird frontal zum Model positioniert. Ob mit oder ohne Lichtformer hat Einfluss auf die Härte der Schatten. Als Variante kommt das Licht leicht von Links.



"Muschel Licht"

Das ist die Kombination aus einem hochfrontalen und einem tieffrontalen Licht, so dass eine Art Lichtmuschel entsteht, bei der zwei mittelgroße Reflektoren verwendet werden.


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Wie wichtig ist ein hoher Dynamikumfang?

Nachdem auch der letzte Fotointeressierte verstanden hat, dass "mehr Megapixel" nicht unbedingt nur Vorteile bieten und die Anzahl der Pixel auf dem Sensor nun nicht mehr das primäre Verkaufsargument für neue Kameras darstellt, erhebt die Fotoindustrie den so genannten Dynamikumfang (alias Kontrastumfang oder Dynamic Range) zum neuen heiligen Gral der Kameratechnik. Aktuell steigen viele Fotografen sogar von Canon und Nikon zu Sony um, weil die Sony-Kameras angeblich einen höheren Dynamikumfang abbilden können. Aber welche konkreten Auswirkungen hat ein limitierter oder höherer Dynamikumfang auf meine Fotografien?

 

Zunächst muss man wissen, dass das menschliche Auge bzw. die Signalverarbeitung in unserem Gehirn Helligkeitsunterschiede unserer Umgebung von etwa 20 Blendenstufen wahrnehmen kann (die Angaben im Netz differieren hierzu, eine wissenschaftlich exakte Angabe ist zum Verständnis jedoch nicht erforderlich, weshalb ich auf weitergehende Recherchen verzichtet habe). Die Sensoren moderner Kameras kommen im Schnitt etwa "nur" auf 12 Blendenstufen zwischen dem hellsten Weiß und dem dunkelsten Schwarz.

 

Das bedeutet, es gibt ein Delta zwischen dem, was wir sehen, und dem, was die Kamera "sieht" und in den Bildinformationen der Fotodatei speichert. Wenn die folgende Skala den Dynamikumfang der menschlichen Helligkeits-Wahrnehmung darstellt, links die dunkelsten Details, die wir noch imstande sind wahrzunehmen, rechts die hellsten Details, dann bildet eine Kamera nur etwas mehr als die Hälfte davon ab. (Die Darstellungsweise habe ich übrigens dem am Ende dieses Blogposts verlinkten Video von Sean Tucker entliehen).

 

 

Wenn wir also in den Schatten noch Details erkennen, ist das für die Kamera schon komplett Schwarz. Und wenn wir z.B. in den weißen Wolken noch Zeichnung sehen, ist das für die Kamera schon komplett Weiß (man sagt auch "ausgebrannt" oder "ausgefressen" dazu).

 

Wenn wir versuchen, die Belichtung des Fotos so zu verändern, dass die Schatten aufgehellt werden, beispielweise durch Verlängerung der Belichtungszeit, werden noch mehr überbelichtete Bereiche entstehen, die wir im Foto als komplett weiße Flächen wahrnehmen.

 

Umgekehrt können wir versuchen, die hellen Bildstellen so zu belichten, dass keine "ausgebrannten" Stellen entstehen und wir auch in fast weißen Flächen noch genug Details erkennen. Dann werden allerdings Teile des Fotos in komplettem Schwarz "absaufen".

 

Da die Digitalkameras noch einige Entwicklungszeit brauchen werden, um den kompletten Dynamikumfang menschlicher Wahrnehmung akurat abbilden zu können, verwendet man einen Trick: Es werden durch den Fotografen oder durch eine spezielle Funktion der Kamera einfach drei (oder mehr) Fotos in einer Belichtungsreihe erstellt, die anschließend miteinander verrechnet werden, um einen größeren Dynaikumfang abzudecken. Diese Funktion nennt sich High Dynamic Range (HDR).

FAZIT:

  1. So lange der technisch abbildbare Dynamikumfang nicht identisch ist zu der menschlichen Wahrnehmung, gibt es so etwas wie eine "richtige Belichtung" nicht! Ein Foto ist dann richtig belichtet, wenn es den Dynamikumfang voll ausnutzt, auch wenn es auf der einen oder der anderen Seite der Skala ein Delta gibt, es also in Teilen über- oder unterbelichtet ist.
  2. Fotografieren ist nicht die Abbildung der Realität, sondern vielmehr die Entscheidung, welchen Teil der Realität der Fotograf weglässt, um den Blick des Betrachters auf das Motiv zu lenken und damit die Bildaussage zu erzeugen oder zu verstärken.
  3. Die Limitierung durch die Technik ist weniger ein Handycap als viemehr ein fotografisches Gestaltungsmittel, das der Fotograf bewusst einsetzen sollte, um seine Fotos zu verbessern.

Ich glaube nicht, dass sich der Betrachter gerne durchschnittlich belichtete Fotos anschaut. Auch der Versuch, den Dynamikumfang eines Fotos durch das Zusammenrechnen mehrerer Fotos zu erweitern, mag zwar technisch gesehen richtig sein, ästethisch sind solche Fotos aber nicht selten fragwürdig, insbesondere wenn die Bildbearbeitung vom Fotografen übertrieben wurde.

 

Ich glaube vielmehr, dass Fotografie die Extreme nutzen darf und auch sollte. Ein überbelichtetes Foto finde ich persönlich eher unschön, ja vielleicht sogar unnatürlich, denn mir fällt kein natürliches Phänomen ein, das einem überbelichteten Bild entspräche. Ein unterbelichtetes Foto hingegen, in dem die Schatten dominieren, die Lichter aber nicht ausgefressen sind, sondern Zeichnung aufweisen, empfinde ich als stimmiger und viel spannender. Insofern halte ich es mit dem Fotografen Nigel Parry, dem das folgende Zitat zugeschrieben wird: "Die Leute verstehen nicht, dass der Schatten wichtiger ist als das Licht."

 

In diesem Sinne empfehle ich Ihnen die beiden folgenden Videos, die mich zu diesem Blogpost inspiriert haben:

 


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Inspiration: Sean Tucker

Portrait von Sean Tucker
Quelle: Twitter @seantuck (Sean Tucker)

Ich möchte den Fotografen und Videofilmer Sean Tucker aus London vorstellen, dessen Youtube-Videos mich beeindruckt haben. Nach eigener Aussage interessiert er sich weniger für das „Wie“ der Fotografie, sondern vielmehr für das „Warum“. Er gewinnt der Fotografie philosophische Aspekte ab, die er in seinen Videos reflektiert.

 

Fotografie als Lebenshilfe? - Warum nicht? Man kauft Tucker das sofort ab. Er wirkt unprätentiös und authentisch, hat eine angenehme Stimme und buchstäblich etwas zu sagen. Aussagen wir "Protect your Highlights" oder "Embrase your Shadows" sind sowohl fotografisch gute Ansätze als auch im übertragenen Sinn hilfreich.

 

Sean Tucker macht neben seinen anspruchsvollen Videos auch ausdrucksstarke Portraits und widmet sich der Street Photography, wobei er hierbei (inzwischen) bewusst vermeidet, Menschen ungefragt abzulichten, was ich ebenfalls sehr sympathisch finde.

 

Er ist ein guter Geschichtenerzähler der aus einem bewegten Leben berichten kann. Als Kind nahmen ihn seine Eltern mit nach Afrika. Dort wuchs er in Botswana, Simbabwe und Swasiland auf. In Südafrika hat er für die Kirche mit Jugendlichen gearbeitet und eine Ausbildung zum Priester gemacht, bevor er sich der Fotografie zuwandte. Ein bißchen hört man das auch raus.

 

Links zu Sean Tucker: Homepage, Youtube, Instagram

 

Besonders empfehlen möchte ich die folgenden drei Videos:


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Account auf Facebook gelöscht

Nachdem Facebook es einfach nicht schafft, ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu verfolgen, bei dem die Privatsphäre der User geschützt wird, die Passworte nicht gehackt werden und vertrauliche Infos nicht einfach an Dritte abfließen, habe ich die Nase nun voll und habe mein Facebook-Account heute endgültig gelöscht. Aber keine Sorge, ich bleibe der Datenkrake dann doch noch erhalten, denn mein Instagram-Account und Whatsapp lösche ich bis auf weiteres nicht. ;-)

 

Mein Tumblr-Account habe ich übrigens ebenfalls heute gelöscht (war sowieso nicht gepflegt) und das Account bei Google+ wäre sowieso in Kürze gelöscht worden, da Google den Dienst für Privatleute einstellt und sich stattdessen auf zahlende Firmenkunden konzentriert. Das ist wenigstens konsequent und transparent.

 

Ich bleibe weiter über folgende Kanäle erreichbar und vertraue darauf, dass die andere Datenkrake (Google) meine Webseite all denjenigen anzeigen wird, die lernen möchten, weniger zu knipsen und stattdessen mehr (und besser) zu fotografieren:

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Canon EOS 5D Mark III vs. Canon EOS 5D Mark IV

Wer meinem Blog schon etwas länger folgt, der weiß, dass ich seit ein paar Jahren mit einer Canon EOS 5D Mark III fotografiere. Erfahrungsgemäß sieht die Modellpflege bei Canon vor, dass das "Arbeitspferd" 5D etwa alle drei bis vier Jahre ein Update erhält. Das letzte Update war nach vier Jahren die Mark IV, die 2016 im Markt eingeführt wurde. Wahrscheinlich ist in 2020 mit einer "Mark V" zu rechnen. Zeit also, sich Gedanken über einen Umstieg zu machen. Allerdings nicht auf eine neue "Mark V", sondern auf eine dann im Preis fallende gebrauchte Mark IV! Anlass genug, meine liebgewonnene 5D III mit ihrer Nachfolgerin zu vergleichen, wobei man mir nachsehen möge, dass ich nur die für mich relevanten Merkmale beschreibe und nicht auf jedes technische Detail eingehe:

 

Canon EOS 5D Mark IV
Quelle: www.canon.de (EOS 5D Mark IV)

Schaut man sich die "aktuelle" Canon EOS 5D Mark IV an, so hat sich äußerlich gegenüber ihrer Vorgängerin nicht viel getan. Beide haben ein Magnesiumgehäuse, das gegen Staub und Spritzwasser geschützt ist. Allerdings ist das Gehäuse im Detail etwas anders geformt, so dass der alte Akku- bzw. Hochformatgriff nicht an die Nachfolgerin passt.

 

Die neue Mark IV ist mit 910g unbedeutend leichter, als ihre Vorgängerin mit 974g. Beide nutzen ein LP-E6N Akku, so dass hier im Falle eines Umstiegs keine Neuanschaffungen anstehen.

 

Auf der Vorderseite hat lediglich der Anschluss für einen Kabelauslöser dort Platz gefunden, wo bisher die Modellbezeichnung "Mark III" zu finden war. Die Ansicht von oben ist praktisch identisch geblieben. Die Rückwand hat lediglich einen kleinen Autofokus-Bereichswahlschalter hinzubekommen.

 

Auch das rückwärtige Display ist genauso groß wie vorher und ist weiterhin nicht schwenkbar, allerdings ist es jetzt ein Touch-Display geworden und hat mit 1,62 MP eine etwas höhere Auflösung als die Vorgängerin mit 1,04 MP.

 

Beide nutzen als Speichermedien sowohl CF-Karten als auch SD-Karten mit dem UHS-I-Standard, der Schreibgeschwindigkeiten von gut 90MB pro Sekunde erlaubt. Leider hat Canon auch bei der aktuellen Mark IV keinen Kartenleser für den deutlich schnelleren UHS-II-Standard verbaut, dafür hat sie aber einen USB 3.0 Anschluss, der in der Praxis keine Rolle spielt, wenn man wie ich die Speicherkarte zum Auslesen aus der Kamera heraus nimmt.

 

Verfügt die Canon EOS 5D III noch über einen CMOS-Bildsensor im Vollformat mit einer Auflösung von 22,3 MP, so löst die Canon EOS 5D IV bereits mit 30,4 MP auf. Wichtiger als die Auflösung ist allerdings der Prozessor. Hier hat die Nachfolgerin den DIGIC 6+ verbaut, der ihr erlaubt, 7 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung zu verarbeiten, während die Vorgängerin noch mit dem DIGIC 5+ werkelt, der 6 Bilder pro Sekunde verarbeiten kann. Beide besitzen eine Sensorempfindlichkeit bis 102.400 ISO. Der neuere Prozessor verschafft der Mark IV aber ein leicht besseres Rauschverhalten. Beide Kameras besitzen 61 Autofokus-Messfelder. Allerdings nutzt die neuere Mark IV ein anderes technisches Prinzip, das "Dual Pixel CMOS"-Autofokus heißt und ihren Autofokus auch bei schlechten Lichtverhältnissen treffsicherer macht.

 

Die Mark IV hat außerdem WLAN und GPS eingebaut, was beides bei der Vorgängerin fehlte (ich aber nie vermisst habe).

 

Der Neupreis der Mark III lag zuletzt bei EUR 2.500,-. Allerdings wird sie im Handel schon länger nicht mehr angeboten. Gebraucht bekommt man sie in gutem Zustand für etwa EUR 1.300,- (Stand 03.2019). Der Neupreis der Mark IV liegt aktuell noch bei üppigen EUR 3.000,-. Gebraucht bekommt man sie in gutem Zustand für etwa EUR 2.100,- (Stand 03.2019).

Fazit:

Schade, ich finde keinen gewichtigen Grund, von meiner Canon EOS 5D Mark III auf die aktuelle Canon EOS 5D Mark IV umzusteigen! Weder das Touch-Display mit der etwas höheren Auflösung, noch das WLAN oder das GPS reizen mich. Die höhere Auflösung braucht man auch nicht und ob ich nun 6 oder 7 Bilder pro Sekunde machen kann, ist mir auch egal.

 

Die höhere Empfindlichkeit des Autofokus könnte bei Portraits mit sehr wenig Licht interessant für mich sein, aber das war es dann auch schon. Leider kann die Mark IV noch keine SD-Karten mit dem schnelleren UHS-II-Standard verarbeiten, das hätte für mich tatsächlich ein Grund sein können, da ich bei schnellen Bildfolgen im RAW-Format manchmal bei Portrait-Shootings an die Grenzen stoße und der Zwischenspeicher der Mark III seine Daten nicht schnell genug an die SD-Karte los wird. Aber das Problem hätte die Mark IV genauso.

 

Also bleibt abzuwarten, was die "Mark V" eines Tages zu bieten haben wird. Dann wird sich entscheiden, ob ich der "5er"-Modellreihe der Spiegelreflexkameras treu bleibe oder vielleicht doch auf eine spiegellose wie die Canon EOS R umsteigen werde. Hierbei reizt mich, dass ich das Ergebnis der Belichtung schon vorher im Display sehen kann und dass ich neben Belichtungszeit und Blende auch die ISO-Empfindlichkeit über ein eigenes Einstellrad verstellen kann. Und SD-Karten mit UHS-II-Standard kann die "EOS R" auch schon jetzt verarbeiten. - Also Canon, Du musst Dich mit der "5D Mark V" (wenn sie denn kommt und wenn sie dann so heißen wird) schon etwas mehr anstrengen, als mit dem letzten Update!

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Neue Ausstellung vom FIDDLER OF LIGHT

Plakat zur Ausstellung "Von der Dunkelheit ins Licht" von Gregor Wildförster
Plakat zur Ausstellung "Von der Dunkelheit ins Licht" von Gregor Wildförster

 

Schwerpunktthema der Ausstellung wird der Weg aus der Dunkelheit einer Depression zurück ins Licht sein. Inspiration hierfür war für Gregor Wildförster Beethovens 5. Sinfonie, die auch "Schicksalssymphonie" genannt wird. Nach Vorstellung diverser dunkler gehaltener Themen, die Beethoven in c-moll komponiert hat, erstrahlt der Schluss-Satz in jubelndem C-Dur.

 

Menschen, die, wie Gregor Wildförster, an der Krankheit Depression leiden, sowie auch dem unbefangenen Betrachter, soll mit seinen Bildern Mut und Hoffnung gemacht werden. Und Freude an der grenzenlosen Schönheit und Vielfalt des Menschen an sich. 

 

Quelle: Gregor Wildförster (www.fiddler-of-light.de)

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Mein Kumpel Othello

Bild von meinem Kumpel Othello
Othello (Foto von Claudia Barthonetz)

 

Wie schreibt man einen Nachruf auf einen Kater? - Weiß nicht. Ich erzähle einfach mal was mir einfällt...

 

Im August 2007 haben wir uns kennen gelernt, bei einer Züchterin die uns eigentlich zwei Kitten aus dem "Q-Wurf" (Züchter geben den Kitten eines Wurfs gern Vornamen mit demselben Anfangsbuchstaben) vermitteln wollte. "Othello" war aus dem "O-Wurf" als einziger übrig geblieben - vielleicht weil er ursprünglich Zuchtkater werden sollte, dann aber die Fellfärbung doch nicht so ausgeprägt war, wie von seiner Züchterin erhofft - vielleicht aber auch, weil er es irgendwie geschafft hatte, alle Welt hinzuhalten, bis wir endlich auftauchten. Zuzutrauen wäre es ihm auf jeden Fall! Kaum wurden wir uns vorgestellt, spielten wir auch schon miteinander und schließlich gesellte sich sein (Halb-)Bruder "Que" noch zu uns. - Die beiden hatten ihre Wahl getroffen. Eine bedeutungsvolle Wahl, eine Wahl für ein ganzes Katzenleben und eine Ehre für meine Frau und mich.

 

Wenig später ist Othello zusammen mit seinem kleinen Bruder Que bei uns eingezogen. Der erste Weg führte zur Katzentoilette und sein Blick war eindeutig: "Lass mich hier mal kurz alleine, ich weiß bescheid." Und wie dieser erste Eindruck war auch sein ganzes Leben. Er war "der Chef": Unwahrscheinlich präsent, selbstbewusst, fürsorglich und erstaunlich empathisch. Riesengroße, wache und strahlende Augen in einem liebenswerten Gesicht. Unsere erste Zeit war trotzdem kein Zuckerschlecken, wir mussten uns aneinander gewöhnen oder anders gesagt, wir Menschen mussten loslassen. Loslassen zum Beispiel von einer ungestörten Nachtruhe, von unbeschädigten Möbeln, von der Vorstellung, dass British Shorthair mit ihren Menschen ausgiebig spielen würden, ganz besonders aber von einem selbstbestimmten Leben, wie wir es bis dahin gewohnt waren zu leben. Der Preis war hoch, aber was wir bekamen, war unbezahlbar.

 

Othello war ein richtiger Brummbär, schnurrte sofort dankbar los, wenn er Futter bekam oder gestreichelt wurde. Jeder der ihn sah war von seiner mehr als überdurchschnittlichen Körpergröße beeindruckt und von seinem freundlichen Wesen sofort eingenommen. Sein Vertrauen auch Besuchern gegenüber bekundete er auch eindrucksvoll, in dem er sich einfach hinwarf, auf den Rücken drehte, alle Viere von sich streckte und demonstrativ einschlief.

 

Nachts kam er auch gern zu uns ins Bett und schlief seelenruhig am Fußende weiter, während sich meine Frau mit dem wenig verbleibenden Platz begnügen musste, während sie ihn streichelte. Das hätte eigentlich ewig so weitergehen können, denn wir hatten fest verabredet, dass er den Weltrekord der ältesten Katze einstellen sollte (32 Jahre). - Es sollte aber anders kommen.

 

Ich habe so viel von diesem Kater über seine Perspektive auf das Leben gelernt: Über Vertrauen und Prioritäten, über Pragmatismus und Zufriedenheit, über Haltung und Würde. Kein Tag verging, ohne dass ich über meinen Kumpel gelacht oder wenigstens gelächelt habe. Hoffentlich hat er das umgekehrt auch so empfunden.

 

Trotz Tierarzt-Odyssee wissen wir nicht, worunter er zum Schluss genau litt, aber die Auswirkungen waren doch zu massiv, um sie ihm weiter zuzumuten, obwohl er ein Haudegen war. Othello von Jesters Lowland (so sein vollständiger Geburtsname, den wir nie geändert haben, weil wir das absurd fanden) starb heute im Alter von 11 einhalb Jahren in unseren Armen.

 

Canon EOS R - Was soll das?

Canon EOS R Body
Quelle: Canon

Lange wurde darauf gewartet, dass Canon eine spiegellose Systemkamera (DSLM) auf den Markt bringt. Nun ist es soweit, im Oktober kommt die neue Canon EOS R. Noch gibt es nur wenige echte "hands-on" Berichte, aber die "Gemeinde" spaltet sich bereits in Befürworter und Kritiker der neuen Kamera.


Zu den Fakten: Der Vollformat-CMOS-Sensor wurde neu entwickelt und bietet ca. 30,3 Mio. Pixel. Nicht ganz neu ist der DIGIC 8 Bildprozessor, der mit der Canon EOS M50 erstmals vorgestellt wurde. Der elektronische Sucher der EOS R verfügt über 3,69 Millionen Bildpunkte. Der Body ist wie erwartet leichter als eine DSLR und wiegt nur 580g (zum Vergleich: EOS 5D III 950g). Canon etabliert mit der neuen EOS R das neue "RF Objektivbajonett", das einen 12-poligen Anschluss und ein Bajonettdurchmesser von 54 mm bietet. Alle vorhandenen EF und EF-S Objektive können mit einem Adapter weiterhin genutzt werden. - Mit einem Adapter?! Das ist Murks! Wer hantiert schon gerne mit einem Adapter herum? Meint Canon ernsthaft, dass die Canon-Fotografen nach und nach auf neue Objektive mit RF-Bajonett umsteigen? Die bisher angekündigten Objektive haben keinen Bildstabilisator und der Body auch nicht. - Was soll das? Was soll das den etablierten Canon-Fotografen sagen? Sterben die EF und EF-S Objektve nun nach und nach aus?


Reihenaufnahmen mit 8 Bildern pro Sekunde (ohne AF-Nachführung), bzw. 5 Bildern pro Sekunde mit AF-Nachführung sollen möglich sein. Canon hat auch das Bedienkonzept geändert und setzt verstärkt auf das Touch-Display. Beeindruckend ist in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, über den so genannten Touch & Drag Autofokus 5.655 AF-Positionen auszuwählen. - Allerdings bin ich persönlich kein wirklicher Freund des Touch-Displays. Ich habe lieber einen Joystick wie bei der EOS 5D III.

 

Bei der Videoaufzeichnung bietet Canon zwar 4K, aber aufgrund von Hitzeproblemen im Gehäuse wird dafür nur ein Teil des Sensors verwendet, was zu einem Crop-Faktor von 1.7 (!) bei Video-Aufnahmen führt. - Bitte? Vollformat-Sensor aber ein mega Crop-Faktor bei Videos? Das ist für viele Vlogger sicher ärgerlich!

 

Lobend erwähnen muss ich die USB 3.1 C-Schnittstelle (endlich!) und das Kartenslot, dass nun SD/SDHC/SDXC mit UHS-II-Standard (endlich!) verwenden kann. - Aber warum nur ein Slot? Wäre nicht noch ein zweites drin gewesen?!

 

Der Canon EOS R Body soll ab dem 9. Oktober 2018 verfügbar sein und stolze EUR 2.500 kosten (ohne EF-Adapter).

 

Mein persönliches Fazit: Das Rauschverhalten wird sich erst bei den ersten Praxistests bewerten lassen. Die Einführung eines neuen "RF"-Bajonetts macht mich etwas nervös, weil ich mich frage, was mit dem EF-Objektiven mittelfristig passieren soll. Die Verwendung eines Adapters kann ja nur eine Interimslösung sein. Endlich wurden die Schnittstellen auf USB 3.1 C und die SD-Karten auf den schnelleren UHS-II-Standard angehoben. Das neue Bedienkonzept über das Touch-Display finde ich nicht so gut. - Einen echten Grund, von meiner EOS 5D III umzusteigen, sehe ich derzeit nicht! Vielleicht haut mich die Mark II ja eines Tages vom Hocker ...

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Alternative zu Photoshop: GIMP

GIMP ist ein Open Source Projekt und gilt als "die" kostenlose Alternative zu Photoshop, da es ebenfalls sehr mächtig ist und ihn ähnlicher Weise zur Bildbearbeitung, Retusche und für Composings verwendet werden kann.

 

Hier der Link zum Download von GIMP.

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Alternative zu Lightroom: Darktable

Ich höre sehr oft, dass viele Hobby-Fotografen die Kosten für die Quasi-Standard-Programme Lightroom und Photoshop von Adobe scheuen und kein Abo bezahlen wollen. Ebenso oft werden ich nach Alternativen gefragt.

 

Nun, es gibt viele solcher Alternativen. Wer eine kostenlose aber leistungsstarke Alternative zu einem RAW-Entwickler und Bild-Organisationstool wie Lightroom sucht, der sollte mit der kostenlosen Open-Source-Software "Darktable" gut bedient sein.

Hier der Link zur Homepage von Darktable

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Mit den Fotofreunden49 auf Baltrum

Letztes Wochenende hatten mich die "Fotofreunde49" eingeladen, sie bei einem Fotoausflug auf die Nordseeinsel Baltrum zu begleiten. Das Wetter war bedeckt, windig und kalt, aber auch das lässt sich ja für ausdrucksstarke Bilder gut umsetzen.

 

Um die Lichtstimmung zu unterstützen, habe ich in der Nachbearbeitung in Adobe Lightroom CC für fast alle Bilder ein von mir entwickeltes Preset namens "Strand" eingesetzt, dass die Wolken dramatischer wirken lässt und den Farben mehr Kontrast gibt. Wer möchte, kann dieses Preset zusammen mit einer kleinen Sammlung ebenfalls von mir erstellter Voreinstellungen in meinem Webshop erwerben.

 

 

Zum Vergrößern der Bilder bitte anklicken.

 

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Was ändert sich durch die DS-GVO für Fotografen?

Einige meiner Newsletterempfänger haben mich gebeten zu beschreiben, wie ich mit der DS-GVO umgehe. Im Moment kursieren nämlich die abenteurlichsten Behauptungen und Fehlrückschlüsse, was sich durch die Europäische Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) und das Bundesdatenschutzgesetz neue Fassung (BDSG n.F.) für Fotografen alles ändert: "Street Photography ist ab jetzt verboten", "Model-Verträge sind ungültig und müssen komplett neu eingeholt werden.", "Fotos auf Familienfeiern sind ohne schriftliche Einverständniserklärung der Fotografierten nicht mehr zulässig" usw.

 

Als freiberuflich tätiger Fotograf, Newsletter-Versender, Web-Shop- und Homepage-Betreiber habe ich mich selbstverständlich auch mit der DSGVO auseinandergesetzt und habe hierzu hilfreiche Artikel gefunden, auf die ich meine nachfolgend geschilderte persönliche Interpretation stütze.

 

Rechtlicher Hinweis: Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um meine persönliche, nicht juristisch fundierte Meinung und Interpretation der aktuellen Rechtslage handelt und ich selbstverständlich auch keine Rechtsberatung vornehmen kann und darf.  Insofern übernehme ich auch keinerlei Haftung oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit meiner im Folgenden gemachten Ausführungen.

 

Was verständlicherweise zu einer gewissen Unsicherheit bei der Interpretation der DS-GVO und des BDSG n.F. beiträgt ist der Umstand, dass zu einem Gesetz (oder hier einer EU-Verordnung und einem Gesetz) auch immer eine Konkretisierung durch die Anwendung der Rechtslage gehört - also der Rechtsprechung vor Gericht. Naturgemäß kann es zur DS-GVO und zum BDSG n.F. im Moment noch keine Rechtsprechung geben, beide sind erst seit ein paar Tagen anzuwenden. Auch daher sind die Interpretationsspielräume noch recht groß. Grundsätzlich gilt weiterhin, dass die schutzwürdigen Interessen der Betroffenen (der Fotografierten) und die berechtigten Interessen des Verantwortlichen (also des Fotografen) gegeneinander abgewogen werden müssen. Diese Abwägung der Interessen war schon beim alten BDSG so und ist dem Datenschutzrecht immanent. Auch dies führte bisher schon zur Verunsicherung und wird mit der DS-GVO leider auch nicht einfacher.

 

Die inhaltliche Beschäftigung mit dem Thema hat bei mir aber zu der Überzeugung geführt, dass sich so viel gar nicht ändert:

Was bisher erlaubt war, bleibt es grundsätzlich auch. Was bisher nicht erlaubt war, bleibt auch weiterhin nicht erlaubt. Leider gilt aber auch: Was bisher schon nicht eindeutig geregelt war, wird mit der DS-GVO auch nicht greifbarer.

 

In Bezug auf die Erstellung von Fotos gilt, dass dies bisher nicht nur durch durch das BDSG a.F. (alte Fassung) geregelt war, sondern insbesondere durch das Kunsturhebergesetz (KunstUrhG), das interessanterweise aus dem Jahre 1907 datiert und damals bereits das "Recht am eigenen Bild" definierte, was bis heute weiter so Bestand hat. Wichtig ist hierbei, dass das Kunsturhebergesetz NICHT von der DSGVO abglöst wird.

 

Die beiden besten Artikel zu dem Thema habe ich zum einen beim Deutschen Verband für Fotografie e.V. und bei der fotocommunity gefunden. Leider sind beide Artikel "etwas länglich", was wohl daran liegt, dass sie von Juristen geschrieben wurden, die ihrerseits versucht haben, ihre Auslegungen zu belegen. Ich versuche das mal abzukürzen:

  • Die Verbreitung und zur Schaustellung von Fotografien war bisher und ist auch zukünftg nur mit Einwilligung der Abgebildeten zulässig (siehe §22 KunstUrhG). Das bleibt auch so. Die DS-GVO sieht die Erstellung und Veröffentlichung von Fotografien darüber hinaus als Form der "Datenverarbeitung" an, die ebenfalls grundsätzlich ohne Einwilligung nicht erlaubt ist.
  • Die aktuelle Rechtsprechung bezieht sich nicht nur auf die Veröffentlichung, sondern auch auf die Erstellung einer Fotografie. Auch hierfür war bereits bisher schon eine Einwilligung erforderlich.
  • Daraus folgt, dass nur derjenige Fotograf, der eine Einwilligung der abgebildeten Personen vorlegen kann und der Fotograf, der Personen aufgrund eines Auftrags (Vertragsverhältnisses) abgelichtet hat, rechtskonform handelt. Ob eine solche Einwilligung aus Gründen der Beweisbarkeit nun schriftlich erfolgt oder der Fotograf unter Inkaufnahme des damit verbundenen Risikos und im Vertrauen auf die Binsenweisheit "Wo kein Kläger, da kein Richter." darauf verzichtet, weil ihm der Aufwand zu hoch erscheint, bleibt seine Ermessenssache. Im Streitfall dürfte er ohne schriftliche Einwilligung bzw. Vertrag aber wohl "den Kürzeren ziehen". Das hat aber nichts direkt mit der DS-GVO zu tun, sondern war vorher auch schon so.
  • Das Fotografieren von Landschaften, Stadt-Szenen, sonstigen Örtlichkeiten, aber auch Versammlungen, bei denen Menschen "nur als Beiwerk erscheinen" sind auch ohne Einwilligung der Abgebildeten erlaubt, sofern ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten nicht verletzt wird. Gleiches gilt für Bildnisse, die "[...] nicht auf Bestellung angefertigt werden, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient [...]" (siehe §23 KunstUrhG). Wenn sich also die Street Photography bisher auf diese Rechtslage beruft, kann sie das auch unter der DS-GVO weiterhin tun. Ob sich ein Fotograf damit aber im Streitfall vor Gericht durchsetzen kann, war bisher schon eine Einzelfallentscheidung unter Abwägung der jeweiligen Umstände und wird es wohl auch bleiben. Die DS-GVO ändert an dieser (leider nicht ganz eindeutigen) Rechtslage nichts. Dies als Verbot der Street Photography auszulegen, wäre aber sicher falsch.
  • Auf einer Geburstags- oder Hochzeitsfeier sind die geladenen Gäste sicher nicht nur "Beiwerk", daher galt bisher, dass eine Einwilligung der Fotografierten vorliegen muss. Das gilt auch weiterhin. Die praktische Umsetzbarkeit erschien dem Gesetzgeber wohl bisher zumutbar. Ob diese Einwilligung nun einzelvertraglich, durch konkludentes Handeln (also ein stillschweigendes Einverständnis) wie z.B. das Lächeln in die Kamera oder durch einen Eintrag in einer ausliegenden Liste "Ich bin einverstanden, dass von mir auf der Hochzeitsfeier Fotos gemacht werden, Name, Unterschift" erfolgt, ist wohl eine Risikoabschätzung, die jeder Fotograf für sich selbst vornehmen muss. Ob es dazu bereits Urteile gab, weiß ich leider nicht. Ich persönlich denke, "auf der sicheren Seite" ist man, wenn man in der Einladung bereits auf den Umstand hinweist, dass ein Fotograf beauftragt wurde, von den Feierlichkeiten Fotos zur privaten Verwendung durch den Jubiliar bzw. das Brautpaar zu erstellen und wer das nicht möchte, dies dem Einladenden bitte mitteilt, so dass der Fotograf darauf Rücksicht nehmen kann. Auf jeden Fall sollten die Fotos nicht "heimlich" gemacht werden, sondern der Fotograf sollte als solcher erkennbar sein und den Regeln des Anstands folgend zuerst jeweils die vor ihm stehenden Gäste fragen, ob er Fotos machen darf (das kann auch eine Geste sein), bevor er die Kamera hochnimmt und sie fokussiert. Den so Fotografierten kurz die Fotos im Display der Kamera zu zeigen, schafft Transparenz und damit Vertrauen und ist außerdem eine gute Werbung. Umgekehrt sollte jeder Hochzeitsfotograf auch sensibel dafür sein, wenn sich jemand wegdreht, eine abwehrende Handbewegung macht oder den Kopf schüttelt, wenn er die Kamera hebt, um Fotos zu machen. Denn dann kann man wohl nicht mehr von einem stillschweigenden Einverständnis ausgehen und sollte unbedingt auf Fotos dieser Person verzichten. Ärger ist sonst vorprogrammiert. Streng genommen reicht das aber nicht aus, vielmehr müsste jeder Gast, eine Einverständniserklärung unterschreiben oder die Feier wieder verlassen ... umsetzbar ist das aber wohl kaum!
  • Private Fotos von Freunden oder Fotos im Familienkreis stellen übrigens keine Datenverarbeitung im Sinne der DS-GVO dar, sofern diese ohne Bezug zu einer beruflichen oder wirtschaftlichen Tätigkeit vorgenommen werden (siehe DS-GVO Ziffer 18).
  • Wer einen Vertrag mit einem Model geschlossen hat (Model-Release), muss diesen nicht erneuern, sofern der Vertrag bisher schon rechtens war, freiwillig geschlossen wurde und das Model bei Unterzeichnung mindestens 16 Jahre alt war. Das Bundesministerium des Innern (BMI) hat hierzu geschrieben, dass "[...] gemäß Erwägungsgrund 171 Satz 3 Datenschutz-Grundverordnung [...] Einwilligungen dann [weiter fortgelten] und es [...] keiner erneuten Einwilligung [bedarf], wenn "die Art der bereits erteilten Einwilligung den Bedingungen dieser Verordnung entspricht". Die Bedingungen für die Fortgeltung bisher erteilter Einwilligungen unter der Datenschutz-Grundverordnung haben die Aufsichtsbehörden des Bundes und der Länder konkretisiert."
  • Sehr interessant ist auch die Antwort des Bundesministeriums des Innern (BMI) auf entsprechende Anfragen, welche Konsequenzen die DS-GVO für Fotografen hat. Das BMI hat ausdrücklich um Weiterverbreitung gebeten, so lange diese ungekürzt erfolgt, dem ich hier gerne nachkomme (die Markierungen im Text wurden von mir vorgenommen):

    "Sehr geehrter Herr X....,
    vielen Dank für Ihre Anfragen vom 30. April und 03. Mai 2018.
    Eine Verbreitung dieser Antwort ist wünschenswert, sofern die Antwort vollständig wiedergeben und nicht einzelne Passagen aus dem Zusammenhang gerissen werden.
    Gerne nehme ich vertiefend zu Ihren Fragen Stellung. Um Wiederholungen zu vermeiden, möchte ich jedoch eingangs erneut betonen, dass sich aus der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und den diese ergänzenden nationalen Gesetzen keine wesentlichen Änderungen der Rechtslage bei der Anfertigung und Verbreitung von Fotografien ergeben.
    Das Anfertigen von Fotografien wird sich auch zukünftig auf eine - wie bislang schon - jederzeit widerrufbare Einwilligung oder alternative Erlaubnistatbestände wie die Ausübung berechtigter Interessen (Art. 6 Abs. 1 lit. f) DS-GVO) stützen können. Diese Erlaubnistatbestände (nach geltender Rechtslage Art. 7 der geltenden EU-Datenschutz-Richtlinie 95/46/EG i.V.m. den nationalen Umsetzungsgesetzen) decken seit vielen Jahren datenschutzrechtlich die Tätigkeit von Fotografen ab und werden in Art. 6 DS-GVO fortgeführt. Die Annahme, dass die DS-GVO dem Anfertigen von Fotografien entgegenstehe, ist daher unzutreffend.
    Für die Veröffentlichung von Fotografien bleibt das Kunsturhebergesetz auch unter der ab dem 25. Mai 2018 anwendbaren Datenschutz-Grundverordnung erhalten. Es sind, wie ich bereits in meiner Antwort ausgeführt habe, keine Änderungen oder gar eine Aufhebung mit Blick auf die Datenschutz-Grundverordnung vorgesehen.
    Die Ansicht, das Kunsturhebergesetz werde durch die DS-GVO ab dem 25. Mai 2018 verdrängt, ist falsch. Das Kunsturhebergesetz stützt sich auf Artikel 85 Abs. 1 DS-GVO, der den Mitgliedstaaten nationale Gestaltungsspielräume bei dem Ausgleich zwischen Datenschutz und der Meinungs- und Informationsfreiheit eröffnet. Das Kunsturhebergesetz steht daher nicht im Widerspruch zur DS-GVO, sondern fügt sich als Teil der deutschen Anpassungsgesetzgebung in das System der DS-GVO ein. Eine gesetzliche Regelung zur Fortgeltung des Kunsturhebergesetzes ist nicht erforderlich. Ebenso führen die Ansätze anderer Mitgliedstaaten, die sich in allgemeiner Form zum Verhältnis von Datenschutz und Meinungs- und Informationsfreiheit verhalten, in der praktischen Umsetzung nicht weiter und führen nicht zu mehr Rechtssicherheit.
    Die grundrechtlich geschützte Meinungs- und Informationsfreiheit fließt zudem unmittelbar in die Auslegung und Anwendung der DS-GVO ein, insbesondere stellen sie berechtigte Interessen der verantwortlichen Stellen nach Art. 6 Abs. 1 lit. f) DS-GVO dar. Die DS-GVO betont, dass der Schutz personenbezogener Daten kein uneingeschränktes Recht ist, sondern im Hinblick auf seine gesellschaftliche Funktion und unter Wahrung des Verhältnismäßigkeitsprinzips gegen andere Grundrechte abgewogen werden (Erwägungsgrund 4). Zu den von der DS-GVO in diesem Zusammenhang genannten Grundrechten zählt ausdrücklich auch die Freiheit der Meinungsäußerung und Informationsfreiheit.
    Ich würde mich freuen, wenn die vorstehenden Ausführungen dazu beitragen, Ihnen Ihre Befürchtungen zu nehmen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag

    Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
    - Bürgerservice –

  • Was allerdings die hier genannte "jederzeitige Widerrufbarkeit" der Einwilligung zur Anfertigungvpm Fotografien betriftt, ist dieses Schreiben allerdings nach Einschätzung einiger Juristen falsch. Entsprechende höchstrichterliche Entscheidungen haben demzufolge klar gemacht, dass man eine erteilte Einwilligung eben nicht jederzeit widerrufen kann. Es gibt vielmehr eine ganze Reihe höchstrichterlicher Entscheidungen, in denen der Widerruf trotz teilweise nachvollziehbarer Gründe der betroffenen Personen im Sinne der Rechtssicherheit als unzulässig erklärt wurde. Dies ist insofern auch logisch, da beispielsweise einmal in einem Bildband veröffentlichte Fotos, für die eine gültige Einwilligung vorlag, nicht unter Schadenersatz für die Käufer zurückgerufen und vernichtet werden können, nur weil jemand seine Einwilligung für die Bilder widerruft.

 

MEIN PERSÖNLICHES FAZIT ZUR DS-GVO:

Die Menschenfotografie bleibt schwierig und mit Rechtsunsicherheiten behaftet. - Ich habe darüber hinaus die Datenschutzerklärung meiner Hompage angepasst und ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten erstellt, habe meinen Newsletter-Dienstleister gewechselt, werde die von mir versandten Rechnungen um einen Hinweis auf die Verarbeitung und Speicherung der Adress- und Rechnungsdaten ergänzen, werde meine Vertragsvorlagen für Fotokurse mit Blick auf den Datenschutz überarbeiten und in meinem Vertragsmuster für Model-Verträge auf den Umstand hinweisen, dass die Erstellung der Fotos einerseits dem Kunsturhebergesetz unterliegt und andererseits eine Form der Datenverarbeitung darstellt, weswegen auch die DS-GVO von mir beachtet wird. - Darüber hinaus ändert sich für mich nicht viel: Ich habe bisher schon vermieden, Fotos von Menschen zu machen, von denen ich keine schriftliche Einwilligungserklärung hatte. Es sei denn, ich war mir sehr sicher, dass die Fotografierten keine Einwände hatten und sich das auch nicht anders überlegen würden. Hochzeiten zu fotografieren ist mir zu stressig. Sollte ich doch mal wieder in die Verlegenheit geraten, würde ich wie oben beschrieben vorgehen. Street Photography bewegte sich meiner Meinung nach schon immer am Rand der Legalität und wenn ich sehe, wie manche Abgelichteten förmlich überrumpelt und ihnen "die Fotos gestohlen" wurden, fühle ich mich damit auch ethisch/moralisch weiter richtig aufgestellt.

 

 

Quellen:

https://www.dvf-fotografie.de/news/2018-05-17/1000061/ds-gvo-entwarnung-fuer-fotografen.html?back=dvf-news.html

http://www.fotocommunity.de/blog/fotografisches/informationen/dsgvo-fuer-fotografen?sc_src=email_2092425&sc_llid=427220&sc_lid=61546632&sc_uid=jhRsxC4OL0&utm_source=Datenschutz-NL&utm_medium=Email&utm_campaign=180516

https://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Publikationen/Entschliessungssammlung/DuesseldorferKreis/FortgeltungBisherErteilterEinwilligungen.html?cms_templateQueryString=Einwilligung&cms_sortOrder=score+desc

 

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Neue Datenschutzerklärung

Das neue EU-Datenschutzrecht macht eine Überarbeitung der Datenschutzerklärung dieser Seite erforderlich. So sieht die zum 25.05.2018 umzusetzende Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) weitgehende neue Rechte vor, über die ich Sie als Nutzer meiner Website gern informiere. Darüber hinaus wurde bereits in den Kontakt- und Kommentar-Formularen ein neuer Hinweis auf die Datenschutzerklärung aufgenommen, ohne deren Anerkennung keine Kommunikation über diesen Weg vorgenommen werden kann. Die bisher in den Blog-Posts bestehende Möglichkeit einer Verlinkung mit Social-Media-Seiten habe ich entfernt, weil deren datenschutzkonforme Nutzung nicht eindeutig geregelt ist. In den nächsten Tagen werde ich Sie im Übrigen anmailen, sofern Sie bereits Empfänger des wenigerknipsen-Newsletters sind.

 

Generell gilt, dass wir die Einhaltung der geltenden gesetzlichen Vorschriften sehr ernst nehmen. Dies gilt nicht nur für die DS-GVO und das BDSG, sondern für alle im Zuge der Nutzung der Dienstleistungen und Produkte dieser Website einschlägigen Gesetze und Verordnungen. Das war immer schon so und daran ändert sich mit der DS-GVO nichts, auch wenn aktuell um diese europäische Verordnung ein großer Hype gemacht wird.

 

Sie finden das Impressum und die Datenschutzerklärung immer in der Sockelzeile dieser Website (bitte ganz nach unten scrollen) und zusätzlich über entsprechende Links auf bestimmten Seiten und in bestimmten Formularen, in denen Sie um Eingabe personenbezogener Daten gebeten werden.

 

Wenn Sie Fragen zum Datenschutz haben, zögern Sie bitte nicht, hierzu Kontakt mit mir aufzunehmen.

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"Summer-Look"-Shooting am Flughafen

Der Mai bot bisher schon einige Sonnentage und so nutzten Nika und ich einen Abend am Düsseldorfer Flughafen für ein weiteres Shooting.

 

Um einerseits das Licht der tiefstehenden Sonne nutzen zu können und andererseits viel Platz für einen homogen wirkenden Hintergrund zu haben, begaben wir uns auf die oberste Etage des Parkhauses direkt vor dem Flughafen-Terminal. Hier hatten wir jede Menge Platz, haben niemanden gestört und ich konnte mein Equipment und ein zweites Outfit bequem im Auto lassen.

 

Hinzu kam, dass die Parkplätze nicht dunkelgrau asphaltiert sind, sondern einen hellen Beton-Farbton haben. Hierdurch wird das Licht auch vom Boden reflektiert und sorgt so für eine ausgeglichene Ausleuchtung.

 

Zuerst haben wir nur mit dem vorhandenen Licht gearbeitet, später kam ein einzelner über Funk ausgelöster Systemblitz mit einem Diffusor für das unterstützende Blitzen hinzu. Auf meiner Canon EOS 5D III konnte das Sigma f/1.4 50mm HSM DG Art seine Stärken bei Offenblende ausspielen, so dass ich Nika leicht vom Hintergrund freistellen konnte.

 

Um die Lichtstimmung zu unterstützen, habe ich in der Nachbearbeitung in Adobe Lightroom CC für fast alle Bilder ein von mir entwickeltes Preset namens "Summer Look" eingesetzt, dass die Orange-Töne unterstützt und den Fotos einen warmen Look mit starken Kontrasten verpasst. Wer möchte, kann dieses Preset zusammen mit einer kleinen Sammlung ebenfalls von mir erstellter Voreinstellungen in meinem Webshop erwerben.


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Doppelbelichtungen ganz einfach

Doppelbelichtungen sind derzeit richtig "in Mode gekommen". Instagram ist voll davon. Als ich auf Youtube ein gutes und kurzes Tutorial gesucht habe, musste ich leider feststellen, dass hier die unterschiedlichsten Methoden erklärt werden. Fast alle unsäglich langatmig und kompliziert, obwohl man ganz einfach sehr gute Ergebnisse mit dem Mischmodus "Aufhellen" in Photoshop & Co. erreichen kann. Daher hier die "kurz und schmerzlos"-Erklärung für alle, die mehr fotografieren und weniger knipsen wollen. ;-)

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  1. Öffnen Sie z.B. ein Portrait mit einem möglichst weißen Hintergrund.
  2. Öffnen Sie ein zweites Foto (z.B. Wald), drücken Sie STRG+A und STRG+C, um dieses zu markieren und anschließend zu kopieren. Wechseln Sie in die Ansicht des ersten Fotos (Portrait), drücken Sie STRG+V, um das Wald-Bild als zweite Ebene hinzuzufügen.
  3. Ändern Sie nun den Mischmodus der Ebene mit dem Wald-Foto auf "Aufhellen".
  4. Passen Sie die Größe des Wald-Fotos an und verschieben Sie es mit dem Verschiebewerkzeug, bis Ihnen die Komposition gefällt.
  5. Falls das Wald-Foto nun die Augen im Portrait überstrahlt, nehmen Sie einen großen, weichen Pinsel und malen Sie auf der Wald-Ebene mit der Farbe Schwarz über den Bereich der Augen und das Gesicht. - Fertig!

 

Das Ganze funktioniert auch mit Fotos mit dunklen Hintergründen, dann müssen Sie den Mischmodus "Abdunkeln" wählen und mit einem weißen Pinsel korrigieren. - Probieren Sie es aus. Bei Fragen, einfach melden!

 

In Kürze gibt es dazu hier auch ein Video-Tutorial!

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Grundlagen: Die wichtigsten Programm-Modi

Fast alle Kameras verfügen über ein Wahlrad zur Festlegung des so genannten Programmmodus. Hier entscheidet man, wieviele und welche Parameter die Belichtungsautomatik der Kamera selbst steuern soll und welche vom Fotografen vorgegeben werden. Dies entscheidet maßgeblich über die Gestaltungsmöglichkeiten, die Ihnen neben der Auswahl des Motivs, der Perspektive, der Brennweite und des Bildausschnitts bleiben. Leider kennen gerade Anfänger die Unterschiede dieser verschiedenen Modi nicht und verbleiben daher oft in der Vollautomatik. Dies beraubt sie einiger der wesentlichen Gestaltungselemente in der Fotografie. Die hier erklärten Programmmodi sind die wichtigsten. Je nach Kameratyp und Hersteller gibt es noch weitere oder sie unterscheiden sich in den Abkürzungen (z.B. [S] bei Nikon und [Tv] bei Canon).

 

Die Vollautomatik [meist ein grünes Kästchen, manchmal auch iA, A+ oder AUTO] steuert alle für die Belichtung relevanten Paramater automatisch: Blende, Belichtungszeit und ISO-Empfindlichkeit. Die Software der Kamera versucht außerdem abzuleiten, welche Szenerie fotografiert werden soll (Landschaft oder Portrait?). Außerdem entscheidet die Kamera darüber, ob sie den ggf. vorhandenen Popup-Blitz auslöst oder nicht. Meist wird auch der Fokusmesspunkt durch die Kamera bestimmt (hier wird dann das der Kamera nächste Objekt scharf gestellt). Dem Fotografen bleibt eigentlich nur noch die Wahl des Bildausschnitts, bestehend aus der Perspektive und der Brennweite. - Dieser Programmmodus eignet sich zum Knipsen, aber nicht zum bewussten Fotografieren.

 

Auch die Programmautomatik [P] nimmt dem Fotografen die Wahl der Blendenöffnung und der Belichtungszeit ab, allerdings behält der Fotograf die Kontrolle über die meisten anderen Parameter wie ISO-Empfindlichkeit, Einzel- oder Reihenaufnahme, Autofokus-Messpunkt und Auslösung eines eingebauten oder angeschlossenen Blitzes. - Hierdurch eignet sich die Programmautomatik gut für wechselnde Lichtverhältnisse und Schnappschüsse, bei denen es weniger auf die bewusste Gestaltung des Fotos ankommt. 

 

Die Blendenautomatik bzw. Zeitvorwahl [S bei Nikon und Tv bei Canon] ist eine der beiden "Halbautomatiken". Das bedeutet, der eine Teil der für eine korrekte Belichtung erforderlichen Parameter gibt der Fotograf vor, der andere wird durch die Belichtungsautomatik der Kamera dazu passend ermittelt. Bei der Blendenautomatik wird die Belichtungszeit durch den Fotografen vorgegeben, während die Belichtungsautomatik der Kamera die dazu passende Blendenöffnung ermittelt. - Sie eignet sich um Bewegungen einzufrieren und Bewegungsunschärfe zu vermeiden (kurze Belichtungszeiten) oder um durch lange Belichtungszeiten eine Bewegungsunschärfe als Metapher für Bewegung zu provozieren (z.B. unscharfe Felgen bei einem vorbeifahrenden Auto).

 

Die Zeitautomatik bzw. Blendenvorwahl [A bei Nikon und Av bei Canon] ist das Pendant dazu. Hier verhält es sich umgekehrt zur Blendenautomatik bzw. Zeitvorwahl. Bei der (Verschluss-)Zeitautomatik wird die Blendenöffnung durch den Fotografen eingestellt und die Kamera ermittelt die dazu passende Belichtungszeit. - Die Zeitautomatik eignet sich grundsätzlich gut für Portraits (große Blendenöffnung, geringe Schärfentiefe) und Landschaftsaufnahmen (kleine Blendenöffnung, große Schärfentiefe).

 

Der Manuelle Modus [M] zwingt die Belichtungsautomatik der Kamera zur Passivität. Hier werden alle Belichtungsparameter durch den Fotografen manuell eingestellt. Zwar misst die Belichtungsautomatik der Kamera in diesem Modus laufend weiter die Menge des durch die Blende einfallenden Lichts und berechnet parallel dazu die benötigte Belichtungszeit, diese Werte werden aber nur in Form einer so genannten Belichtungswaage angezeigt und sind insofern eine Orientierungshilfe, übersteuern die vom Fotografen vorgegebenen Werte jedoch nicht. - Für erfahrene Fotografen, die die Elemente Blende und Belichtungszeit bewusst in ihren Fotos zur Bildgestaltung einsetzen und nicht der Automatik der Kamera überlassen wollen.

 

Der Bulb-Modus [B] lässt den Verschluss der Kamera so lange geöffnet, wie der Auslöser an der Kamera oder der eines verbundenen Funk- oder Kabelfernauslösers gedrückt wird, während die Blendenöffnung zuvor vom Fotografen vorgegeben wurde. - Dieser Modus ist daher besonders für sehr lange Belichtungszeiten beispielsweise bei der Sternenfotografie sinnvoll einsetzbar.

 

 

Customized bzw. Individualaufnahmemodus [C oder C1, C2 usw.]. Stellen Sie sich diesen Modus am besten als eine Art Speicherplatz für Ihre individuellen Einstellungen der Kamera vor. Bei einigen Kameras können Sie hier von den üblichen Einstellungen der Kamera abweichende (individuelle) Einstellungen vornehmen und dauerhaft speichern, so dass Sie später wieder auf diese Einstellungen zurückgreifen können, ohne eine Vielzahl von Parametern anpassen zu müssen.

 

 

Szenenmodus bzw. Motivprogramme [SCN oder entsprechende Symbole] bieten voreingestellte Parameter für typische Aufnahmesituationen. Beispielsweise gibt es einen Portraitmodus (unscharfer Hintergrund, Hauttöne weicher), einen Landschaftsmodus (große Schärfentiefe, konstrastreichere Blau- und Grüntöne), Makro- bzw. Nahaufnahmen, Sportmodus (Autofokus misst kontinuierlich die Entfernung zum Motiv und führt die Fokussierung nach), Nachtportraits (lange Belichtungszeit zur Abbildung des Hintergrunds plus Blitzauslösung um die Bewegungsunschärfe bei der portraitierten Person zu reduzieren), HDR-Aufnahmen (hier werden mehrere Fotos hintereinander gemacht und dann in der Kamera zur einem kontrastreicheren Foto zusammengerechnet) usw. Je nach Kameratyp und Hersteller können noch deutlich mehr Szenenmodi vorhanden sein.


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wenigerknipsen-Coaching im LaPaDu

Der Landschaftspark Duisburg Nord (kurz "LaPaDu") ist als Foto-Location immer wieder von neuem attraktiv. Letztes Wochenende habe ich zusammen mit zwei Fotografen ein wenigerknipsen-Coaching zum Thema "Langzeitbelichtungen" in Duisburg gemacht. Trotz widriger Witterungsverhältnisse können sich die Ergebnisse dieses "Regen-Shootings" sehen lassen, oder?

 

Wer Lust auf ein Coaching hat und sich mit mir zusammen das weite Feld der Langzeitbelichtungen mit Stativ erschließen möchte, kann gern mit mir Kontakt aufnehmen.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Landschaftsparks Duisburg Nord.

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Grundlagen: Grundlegende Kameraeinstellungen

Das Problem

Vielleicht kennen Sie das: Sie sind Fotografie-Anfänger, haben sich gerade eine neue Kamera gekauft und stellen fest, dass viele Einstellungen anders sind, als an ihrer alten Kamera. Also quälen Sie sich durch die Menüs und sind unsicher, was Sie wie einstellen sollen. Irgendwie gewöhnen Sie sich dann daran, organisieren sich unnötigerweise um bestimmte Dinge herum, bis Ihnen mal jemand sagt, Sie sollten dies oder das anders einstellen. Und irgendwann ist das Chaos groß, die Kamera "macht was sie will".

 

Ich werde nie verstehen, warum die Kamerahersteller (und da sind Canon, Nikon, Sony usw. alle gleich) bestimmte Einstellungen ab Werk so ausliefern. Vieles macht einfach keinen Sinn! Warum soll man sich beispielsweise ein im Hochformat aufgenommenes Foto im Querformat ansehen, was zur Folge hat, dass das sowieso viel zu kleine Display links und rechts auch noch einen schwarzen Balken hat und somit gar nicht die volle Displayfläche ausnutzt. Oder warum verschwindet ein gemachtes Foto schon nach 2 Sekunden wieder vom Display, was einen zwingt, dauern die "Play"-Taste zu drücken, wenn man ein Foto kontrollieren will.

Die Lösung

Nachfolgend bin ich mal alle relevanten Menüpunkte einer Canon-Spiegelreflexkamera durchgegangen (hier war es eine Canon EOS 6D, weil ich keine ganz alte und auch keine ganz neue Kamera zeigen wollte, um möglichst viele Modelle abzudecken). Auf den Screenshots der einzelnen Menüs sieht man die Grundeinstellungen, die ich bei meinen Kameras verwende. Neben den Screenshots finden Sie kurze Erläuterungen.

 

Bei Fragen oder Problemen, schreiben Sie einfach einen Kommentar unter den Blogpost, ich melde mich dann.

 

Menü 1.1

Wenn Sie die Bilder nachbearbeiten, sollten Sie im RAW-Format fotografieren. Wenn Sie keine Nachbearbeitung vornehmen, sollten Sie die höchste Bildqualität der JPG-Dateien wählen.

 

Den Piepton stellen Sie bitte aus, der nervt nur.

 

Die Rückschauzeit bestimmt die Zeit, in der ein gerade gemachtes Fotos im rückwärigen Display angezeigt wird. Lassen Sie es einfach so lange anzeigen, bis Sie wieder den Auslöser der Kamera antippen. Das erspart Ihnen das Drücker der "Play-Taste".

 

 

Menü 1.2

 

Hier sollten Sie zunächst nichts anders einstellen. Wenn Sie später mal "entfesselt blitzen", können Sie hier den "Speedlite"-Blitz fernsteuern.

 

 

 

 

 

 

 

 

Menü 1.3

 

Dier ISO-Emfindlichkeit des Sensors kann bei vielen Kameras über die Normalwerte hinaus "gepusht" werden. Zwar nimmt dann das Rauschen bei solchen extremen ISO-Werten deutlich zu, aber lieber ein verrauschtes Foto als ein verwackeltes.

 

 

 

 

 

 

 

Detailansicht zu "ISO-Empfindl. Einstellungen"

 

Lassen Sie den gesamten ISO-Bereich zu (hier 50 bis 102.400 ISO). Welchen ISO-Wert Sie später tatsächlich verwenden, stellen Sie sowieso separat ein. Warum sich dann hier schon eingrenzen lassen?

 

 

 

 

 

 

 

Menü 1.4

 

Der "Bildstil" legt fest, welche Farben die Kamera bei der Entwicklung der LPG-Dateien verstärkt. Expirementieren Sie hier lieber nicht rum, sondern stellen "Standard" ein.

 

Die anderen Einstellungen sind zunächst nicht relevant.

 

 

 

 

 

 

Menü 2.1

 

In der Livebild-Aufnahme sind eingeblendete Gitternetzlinien hilfreich, um das Bild gerade auszurichten. Blenden Sie sich die typische 3x3 Darstellung ein, die Ihnen gleichzeitig bei der Bildgestaltung hilft.

 

 

 

 

 

 

 

Menü 2.2

 

Hier bedarf es keiner Änderungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Menü 3.1

 

In diesem Menü genht es nur darum, wie Bilder angezeigt und bearbeitet werden können. Sie sollten die Bearbeitung lieber am PC machen, nicht in der Kamera. Daher können Sie dieses Menü ignorieren.

 

 

 

 

 

 

 

Menü 3.2

 

Das zuvor geschriebene gilt auch hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Menü 3.3

 

Eine Warnanzeige, wenn die Kamera in einem weißen Bereich keinerlei Zeichnung mehr feststellen kann, ist hilfreich, um Überbelichtungen zu vermeiden.

 

Die anderen Optionen sind zunächst nicht relevant.

 

 

 

 

 

 

 

Menü 4.1

 

Ganz wichtig ist, dass Sie "Autom. Drehen" anders einstellen. Wenn Sie die hier angezeigte Option wählen, werden die Fotos so angezeigt, dass die gesamte Fläche des Displays genutzt wird.

 

 

 

 

 

 

 

Menü 4.2

 

Dass sich die Kamera schon nach einer Minute Stillstand selbst abschaltet, ist zu schnell. Wählen Sie 8 lieber Minuten.

 

"LCD Aus/Ein" sollte so eingestellt sein, dass das Display erlischt, wenn Sie den Auslöser antippen.

 

Natürlich müssen Sie Datum und Uhrzeit richtig einstellen.

 

 

 

 

Menü 4.3

 

Einige Kamera-Modelle zeigen Erläuterungen zu den Einstellmöglichkeiten an. Stellen Sie diese ab, wenn Sie wissen, was Sie tun.

 

 

 

 

 

 

 

 

Menü 4.4

 

Wenn Sie mal eine gebrauchte Kamera erwerben, löschen Sie vor der ersten Nutzung alle Einstellungen, die der Vorbesitzer gemacht hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

Detaildarstellung zu "Copyright-Informationen"

 

Bei den "Copyright-Informationen" sollten Sie Ihren Namen eintragen. Sollte die Kamera einmal gestohlen werden, ist die Chance auf Wiederbeschaffung etwas höher.

 

Ihre Name wird in allen Fotos gespeichert, die Sie (oder der Dieb) mit der Kamera machen.

 

 

 

 

 

Detaildarstellung zu "Name des Autors eingeben"

 

Die Eingabe ist mangels Tastatur etwas umständlich, geht aber trotzdem relativ schnell.

 

 

 

 

 

 

 

 

Menü 5

 

Hier können Werkseinstellungen individuell angepasst werden. Man sollte als Anfänger die Finger davon lassen, weil man mehr verstellen als einstellen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Menü 6 "My Menu"

 

Canon bietet einen separaten Reiter im Menü an, auf den man häufig benutzte Menüpunkte legen kann, damit man diese nicht so lange suchen muss.

 

Das sind meine Favoriten.

 

 

 

 

 

 

Quick-Menü

 

Wenn nicht benutzt, sollte das WLAN/WiFi abgeschaltet sein, damit es keinen Strom verbraucht.

 

Wichtig ist noch, dass Sie als Autofokus-Modus "One Shot" einstellen (bei Nikon heißt das "AF-S").

 

Dann sollten Sie "Reihenaufnahmen" einstellen, damit die Kamera so lange Aufnahmen macht, wie Sie den Auslöser gedrückt halten.

 

 

Auswahl der Autofokus-Messfelder

 

Und schließlich sollten Sie die Wahl des Fokus nicht der Kameraautomatik überlassen, sondern den Fokus selbst gezielt im Bild setzen. Hierzu sollten Sie die automatische Auswahl auf eine "Manuelle Wahl" umstellen und das mittlere AF-Messfeld einstellen.

 


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Canon EOS 6D vs. neue Canon EOS 6D Mark II

Wer meinem Blog schon etwas länger folgt, der weiß, dass ich mich zwar für die Fotografie im Allgemeinen und die Kameratechnik im Besonderen begeistern kann, aber ich versuche kritisch zu bleiben und stimme nicht in den Lobgesang vieler Fotozeitschriften und Blogger ein, die neue Kameramodelle in den Himmel loben und den Eindruck erwecken, man müsste immer das neueste Equipment kaufen. Schauen wir daher mal kritisch auf den Neuzuwachs in der Canon-Familie:

Foto: Canon (EOS 6D Mark II)
Foto: Canon (EOS 6D Mark II)

Wie alle großen Kamera-Hersteller ist auch Canon bemüht, seine Modellreihen laufend weiter zu entwickeln. Bei der Canon EOS 7D, die einen APS-C Sensor besitzt, hatte es bis zur Mark II etwa 5 Jahre gedauert.

Auch die neue Vollformatkamera Canon EOS 6D Mark II hat etwa genauso lange auf sich warten lassen. Nun sollte man annehmen, dass sich in 5 Jahren im Bereich der Digitalfotografie so einiges tut. Es ist also spannend, die "alte" Canon EOS 6D mit ihrer Nachfolgerin mit dem Zusatzkürzel "Mark II" zu vergleichen.

 

Die 2012 erschienene 6D lag preislich zwischen den "semi-professionellen" APS-C Spiegelreflexkameras und den "Profi"-Vollformatkameras und sollte Canon helfen, ein neues Marktsegment von Amateurfotografen zu erschließen, die einen preiswerten Einstieg in die Klasse der Vollformatkameras suchten.

 

Was unterscheidet die neue von der alten 6D und welche Gedanken sollte sich jemand machen,

a) der bereits die 6D besitzt und auf die neue 6D II umzusteigen gedenkt oder

b) der sich eine hochwertige, aber bezahlbare Vollformat-DSLR zulegen möchte?


Schauen wir uns also zunächst beide Kameras näher an. Hierbei gehe ich bewusst nicht die lange Liste an technischen Details durch, sondern beschränke mich auf Features, die man auch als Amateur im praktischen Gebrauch "erleben" kann:

Die "alte" Canon EOS 6D (aus 2012):

Foto: Canon (EOS 6D)
Foto: Canon (EOS 6D)

Die Canon EOS 6D verfügt über einen 20,2 MP CMOS-Bildsensor im Vollformat, der eine Sensorempfindlichkeit bis 102.400 ISO besitzt. Der DIGIC 5+ Prozessor erlaubt ihr, 4,5 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung zu schießen, was nicht sonderlich schnell ist. Sie hat ein fest verbautes 3 Zoll Display und ein Magnesium-Gehäuse, das gegen Staub und Spritzwasser geschützt ist. Als Speichermedium nutzt sie ausschließlich SD-Karten (UHS-I). Die 6D hat außerdem 11 Autofokus-Messfelder, was zunächst wenig erscheint.

 

Der Neupreis lag zuletzt bei EUR 1.300,-. Allerdings wird sie im Handel nicht mehr angeboten. Gebraucht bekommt man sie in gutem Zustand für etwa EUR 900,- (Stand 09.2017).

Die "neue" Canon EOS 6D Mark II (aus 2017):

Foto: Canon (EOS 6D Mark II)
Foto: Canon (EOS 6D Mark II)

 

Die neue EOS 6D Mark II von Canon verfügt über eine etwas höhere Auflösung von 26,2 MP im Vollformat mit derselben Empfindlichkeit bis 102.400 ISO. Der schnellere DIGIC 7 Prozessor sorgt für eine höhere Geschwindigkeit von 6,5 Bildern pro Sekunde (zum Vergleich, die EOS 5D Mark III kommt "lediglich" auf 6 Bilder/Sek.). Sie hat ebenfalls ein 3 Zoll Touch-Display, das allerdings schwenkbar ist, und verfügt wie ihre alte Schwester über ein Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung mit einer Abdichtung gegen Staub und Spritzwasser. Als Speichermedien kommen auch bei der neuen 6D Mark II leider nur SD-Karten mit dem UHS-I-Standard zum Einsatz, der Schreibgeschwindigkeiten von gut 90MB pro Sekunde erlaubt. Warum Canon hier nicht endlich mal einen deutlich schnelleren UHS-II Kartenleser eingebaut hat, ist mir schleierhaft. Eine technische Neuerung stellt das neue "Dual Pixel"-Autofokussystem mit 45 Autofokus-Kreuzsensoren dar. Der Neupreis des Bodys liegt bei EUR 2.100,- (Stand 09.2017).

Nun zur Auswertung, was heißt das konkret?

Ich war immer kurz davor, mir die "alte" EOS 6D anzuschaffen, habe mir dann aber seinerzeit eine EOS 5D Mark III gekauft. Vergleicht man beide Modelle, stellt man fest, dass die 5D Mark III auch nicht über eine höhere ISO-Empfindlichkeit oder einen besseren Prozessor verfügt, als die EOS 6D. Das Rauschverhalten ist etwa gleich. Der Unterschied zwischen 4,5 (6D) und 6 Bildern (5D Mark III) pro Sekunde macht sich schon bemerkbar, aber wer fotografiert jeden Tag Autorennen? Die etwas höhere Auflösung der 5D Mark III spielt ebenfalls kaum eine Rolle. - Bei oberflächlicher Betrachtung ist die "alte" 6D daher durchaus mit der 5D Mark III vergleichbar, kostet gebraucht aktuell aber nur etwas mehr als die Hälfte.

 

Nun zu den Neuerungen der 6D Mark II: Obwohl die beiden Kameras 5 Jahre Entwicklungszeit trennen, stechen nur zwei Merkmale des neuen Modells heraus: Der neue Prozessor "DIGIC 7" und das neue "Dual Pixel"-Autofokussystem mit 45 Kreuzsensoren. Es darf daher unterstellt werden, dass das Rauschverhalten der Kamera besser und der Autofokus vielleicht einen Tick schneller und präziser sein wird. Die deutlich höhere Auflösung ist meiner Erfahrung nach in der Praxis zu vernachlässigen. Alles was heute oberhalb von 18 Megapixel liegt, ist mehr als ausreichend und da lag das Vorgängermodell schon drüber.

 

Außerdem überlasse ich die Wahl des Fokus nicht der Kamera, das heißt, ich verwende immer nur einen Autofokusmesspunkt und verschwenke die Kamera dann lieber, so dass ich von der üppigen Anzahl von 45 Autofokusmesspunkten nur einen (!) verwenden würde (den in der Mitte). Den Hype um das neue Autofokussystem kann ich nur bedingt nachvollziehen. - Nun, was bleibt dann als wesentlicher Vorteil der Mark II?

 

Fazit: Ein Umsteiger von der 6D auf die 6D Mark II müsste schon bereit sein, etwa EUR 1.200,- Differenz zwischen dem Neupreis der 6D Mark II und dem Gebrauchtpreis der 6D aufzuwenden, um ein besseres Rauschverhalten und 2 Bilder pro Sekunde mehr durch seinen Umstieg zu erhalten. Die Akkus können zwar weiterverwendet werden, aber es wird ein neuer Batteriegriff fällig, da das Gehäuse etwas anders geformt ist. - Hmmm, lohnt sich das oder sollte man lieber die Differenz in ein gutes Objektiv investieren?!

Aber was ist mit jemandem, der noch keine 6D hat?

Sind wir mal ehrlich, die neue Canon EOS 6D Mark II positioniert sich genau so wie damals ihre Vorgängerin: Sie stellt quasi eine "5D light" dar. Die aktuelle Canon EOS 5D Mark IV ist von ihren Leistungsparametern ähnlich wie die 6D Mark II, kostet neu aber rund EUR 1.700,- mehr (um einen Gebrauchtpreis zu ermitteln, sind die Modelle noch zu neu auf dem Markt).

 

Wer also den Kauf einer Vollformatkamera erwägt, sollte sich gut überlegen, ob er für wenige technische Verbesserungen zwischen der 6D und der 6D Mark II bereit ist, soviel mehr auszugeben. Wer lieber keine Gebaruchte kaufen will, der sollte sich überlegen, ober dasselbe Argument nicht auch auf die 5D Mark IV und die 6D Mark II anwendbar ist. Auch hier liegen technisch keine Welten zwischen diesen beiden neuen Modellen - preislich aber schon!

 

Die Preisdifferenz sollte man in ein gutes Objektiv investieren! Dieser Gedanke ist sicher nicht so leicht vom Tisch zu wischen, zumal ein gutes Objektiv nachweislich wichtiger für ein gutes Foto ist, als der Body. Wer befürchtet, eine altersschwache Kamera zu kaufen, dem sei gesagt, dass ich bisher meist Kameras mit 5.000 bis 15.000 Auslösungen als Gebrauchte gesehen bzw. selbst gekauft habe. Canon legt die Verschlüsse für über 100.000 Auslösungen aus, so dass man auch bei einer älteren Kamera noch genug Puffer haben sollte bis die Technik vielleicht mal versagt.

 

Meiner Erfahrung nach sind gebrauchte Kameras bei Fachhändlern meist zu fairen Preisen zu bekommen, zumal man in aller Regel eine Garantie von einem Jahr auf die Gebrauchte bekommt, was bei ebay natürlich ganz anders aussieht. Hier kauft man nicht selten die Katze im Sack. Um ein Gefühl für die Gebrauchtpreise zu bekommen, kann man natürlich bei ebay reinschauen; zuverlässiger ist da jedoch folgende Gebrauchtpreisliste von einem Versicherungsanbieter für Foto-Ausrüstung.

 

Alle Angaben ohne Gewähr.


Nachtrag am 28.09.2017: Ein paar Tage nach diesem Blogpost habe ich mir die Canon EOS 6D für EUR 890,- gebraucht gekauft und teste sie gerade mit einem ebenfalls gebraucht gekauften Canon EF 24-105 L f/4.0 IS USM für EUR 600,-. Ich finde alle meine Einschätzungen aus meinem Artikel bestätigt. Die "alte" 6D ist eine solide Vollformatkamera, bei der ich nichts vermisse, was mir ein aktuelles Modell zusätzlich bieten könnte.

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Inspiration: Nick Fancher

Foto von Nick Fancher
Quelle: Nick Fancher Video auf Youtube

Nick Fancher ist ein Profifotograf aus Columbus/Ohio (USA), den ich sehr bewundere. Er hat sich mit einfachsten Mitteln hochgearbeitet und verwendet nur minimales Equipment bei seinen Shootings. Am Anfang aus der Not heraus geboren, musste er lernen, mit den wenigen Dingen zu arbeiten, die er sich als Ausrüstung leisten konnte. Seine Hintergründe sind aus dem Baumarkt, seine Blitzlichte sind einfachster Bauart, seine Lichtformer sind aus Klebeband und Pappe. Und dennoch sind seine Fotos genial. Später hat er diesen Arbeitsstil aus Überzeugung fortgeführt. Zwar besitzt er heute bessere Ausrüstung, aber Studioblitze verwendet er nach wie vor kaum. Auch besitzt er kein Fotostudio, sondern fährt zu seinen Kunden raus und nutzt deren Räumlichkeiten, Büros, Hinterhöfe, Flachdächer, Garagen, Badezimmer. Egal! Er nutzt, was er vorfindet. Über diese Arbeitsweise hat er auch mehrere Bücher geschrieben, die unter dem Titel "Studio anywhere" veröffentlicht wurden. Auf seinem Youtube-Kanal und bei Instagram zeigt er nicht nur seine Fotos, sondern auch Einblicke in Workshops und seine Art zu arbeiten. Und hier geht es zu seiner Homepage.

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Grundlagen: Autofokus-Modi

Aufgrund mehrerer Anfragen in den letzten Wochen zum Thema Autofokus hier nochmal ein schon älterer Post aus meinem Blog zu dem Thema:

 

Es gibt mehrere Modi für den Autofokus. Normalerweise ist man mit dem "single autofocus" gut bedient. Dieser stellt mithilfe der aktivierten Autofokusmessfelder die Entfernung zum Motiv fest und fokussiert das Objektiv entsprechend, so dass dieser Punkt scharf abgebildet wird. Dies geschieht bei halb durchgedrücktem Auslöser nur einmal. Daher bezeichnet Canon diesen Modus als "One Shot AF", während Nikon dies mit "AF-S" abkürzt. Dieser Modus ist besonders für sich nicht bewegende Objekte geeignet.

 

Bei dem als "continuous autofocus" bezeichneten Modus erfolgt die Entfernungsmessung jedoch laufend, so dass auch Objekte, die sich auf die Kamera zu- oder wegbewegen, scharf abgebildet werden, obwohl sich die Entfernung und damit die richtige Fokussierung laufend ändert. Auch hier aktiviert der halb durchgedrückte Auslöser die Arbeit der Autofokussensoren. Canon nennt diesen Modus "AI Servo AF", bei Nikon heißt er "AF-C".

 

Der dritte Autofokusmodus "automatic autofocus" erkennt die Bewegung von Objekten und wechselt selbständig zwischen "single autofocus" und "continuous autofocus". Dieser Modus bietet sich beispielweise bei bestimmten Sportarten an, bei denen sich das Motiv nicht permanent bewegt, sondern zwischen Bewegung und Stillstand wechselt. Canon hat hierfür die Bezeichnung "AI Focus AF" gewählt, Nikon nennt das konsequenterweise "AF-A".

allgemein

single autofocus


continuous autofocus


automatic autofocus

Nikon

AF-S


AF-C


AF-A

Canon

One Shot AF

 

AI Servo AF

 

AI Focus AF

Erläuterung

- Scharfstellung für eine Einzelaufnahme


- Schärfenachführung bei Objekten, die sich nähern oder entfernen

- Umschalten bei Registrierung einer Bewegung des Hauptobjektes


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Schwarzlicht-Shooting mit Nika

Zum Vergrößern bitte anklicken.
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Mein Lieblingsmodel "Nika" hatte den Wunsch, ein Shooting mit Schwarzlicht zu machen. Anfangs war ich skeptisch, weil die dabei verwendeten Körperfarben entweder aufgemalt oder aufgespritzt werden müssen. Letzteres kann aber eine ziemliche Schweinerei werden, weswegen ich das ungern zuhause machen wollte.

 

Nachdem ich die unter UV-Licht hell aufleuchtenden Farben, eine UV-Leuchtstoffröhre und eine UV-Taschenlampe gekauft hatte (Links siehe unten), konnte es losgehen. Da ich kein Fotostudio gemietet hatte, haben wir das Shooting einfach in meinem Arbeitszimmer gemacht. Die schwarze Seite eines großen Reflektors diente als improvisierter Hintergrund, die UV-Leuchtstoffröhre habe ich vertikal an ein Lampenstativ gehängt und die UV-Taschenlampe richtete ich so ein, dass sie den Kopf und den Hals von Nika beleuchtete. Die LED-Taschenlampe hatte dabei deutlich mehr Lichtausbeute, als die Neonröhre, auf die wir schlussendlich auch hätten verzichten können. Außer diesen beiden Lichtquellen kam kein weiteres Licht zum Einsatz, der Raum war komplett abgedunkelt.

 

Wir hatten Glück mit dem Wetter, so dass wir die Farbe im Garten auftragen konnten, was gut war, denn das war die erwartete "Schweinerei". Zuerst haben wir die Farbe, die eine cremige Konsistenz besitzt, unverdünnt mithilfe eines Pinsels aufgespritzt. Das dauerte aber ewig, so dass wir die Farbe einfach mit etwas Wasser verdünnt haben. Dann klappte es mit dem Aufspritzen recht gut und ging verhältnismäßig schnell. Wir haben insgesamt nur vier Farben verwendet (Orange, Blau, Weiß, Grün). Das gekaufte Set beinhaltete insgesamt 8 Neon-Farben. Nach dem Shooting ließ sich die Farbe mit Wasser und etwas Seife leicht wieder von der Haut abwaschen. Insgesamt waren die Ergebnisse besser und der Aufwand für die Vorbereitung geringer als von mir erwartet.

 

Selbstverständlich haben wir im RAW-Format fotografiert. Die Belichtungswerte lagen bei meiner Canon EOS 5D III und 100mm Brennweite bei 1/100 Sek. f/2.8 bei 800 ISO. Ich habe im manuellen Modus fotografiert, um gleichbleibende Ergebnisse zu erzielen und die Belichtungswerte nicht der Automatik zu überlassen. Die Fotos wurden mit Adobe Photoshop nachbearbeitet, was sich aber hauptsächlich auf das Anheben der Kontraste und ein Aufhellen der Haut beschränkte. Die in zwei der Fotos verwendeten roten Lichteffekte im Hintergrund stammen aus der Google Nik Collection und wurden ebenfalls mit Photoshop ergänzt.

Zum Vergrößern bitte anklicken.

Nachfolgend die Links zu den von uns verwendeten Hilfsmitteln:


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JPG- und RAW-Dateien parallel speichern?

RAW-Dateien bieten viele Vorteile, wenn man seine Fotos nachbearbeitet. In einer RAW-Datei werden alle Informationen gespeichert, die der Sensor aufgezeichnet hat. Die Dateien werden nicht komprimiert, was zwei Effekte hat: Zum einen ist die RAW-Datei deutlich größer als die komprimierte JPG-Datei, zum anderen gehen aber auch keine Bildinformationen durch eine Komprimierung verloren, so dass man angefangen von der Lichtfarbe (Weißabgleich), über die Kontraste, Höhen und Tiefen (also helle und dunkle Bildbereiche) bis hin zur Schärfe alles nachträglich bearbeiten kann. Und das ohne nennenswerte Qualitätsverluste in Kauf nehmen zu müssen. Bei JPG-Dateien sind ein Teil der dafür benötigten Bildinformationen nicht mehr vorhanden, was die Nachbearbeitung zwar nicht unmöglich macht, aber die Ergebnisse doch sichtbar verschlechtert.

 

Bisher war ich so vorgegangen, dass ich immer JPG-Dateien und RAW-Dateien parallel auf die Speicherkarte abgespeichert habe. Da ich große und schnelle SD-Karten benutze, fiel das bisher nicht weiter ins Gewicht.

 

Bei den letzten Portraitshootings ist mir jedoch aufgefallen, dass ich nach etwa einem Dutzend Fotos, die ich jeweils mit etwa einer Sekunde Pause dazwischen mache, den Auslöser meiner Canon EOS 5D Mark III nicht mehr drücken kann und etwa 2 Sekunden warten muss, bis sich der interne Speicher der Kamera in Richtung der SD-Karte erleichtert hat. Das wurde langsam nervig, weil ich gerne schnelle Serien mache, bei denen ich jeweils fokussiere, dann zwei Fotos auslöse, neu fokussiere, wieder zwei Fotos mache, neu fokussiere usw. Darin bin ich inzwischen recht geübt, so dass ich innerhalb weniger Sekunden viele brauchbare Fotos produziere, während meine Models laufend ihre Pose variieren. Wie gesagt muss die Kamera jeweils die JPG-Datei und die RAW-Datei auf die SD-Karte schreiben, was pro Bild knapp 30 MB ausmacht.

 

Links die schnellere UHS-II Karte, rechts die UHS-I Karte.
Links die schnellere UHS-II Karte, rechts die UHS-I Karte.

Die Ursache des Problems war also klar: Meine SD-Karten sind zu langsam! Ich brauche schnellere! Also habe ich mir anstelle meiner Karten mit einer Schreibgeschwindigkeit bis zu 90 MB pro Sekunde eine neue zugelegt, die bis zu 260 MB pro Sekunde abspeichern kann. Als die Karte heute kam, habe ich sie getestet und war enttäuscht: Die Schreibgeschwindigkeit war mit rund 91 MB pro Sekunde anscheinend nicht besser als die meiner bisherigen SD-Karten. Allerdings war die "schnellere" Karte mehr als drei Mal so teuer, wie meine bisherigen Karten, obwohl sie auch nicht mehr Speicherkapazität hat!

 

Zuerst dachte ich, man hätte mir eine Fälschung geschickt, denn die kursieren leider auch. Dann fiel mir ein, dass meine Canon EOS 5D Mark III schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und vielleicht den relativ neuen UHS-II Standard der schnelleren Karten noch nicht unterstützt. - Und so war es dann auch. In meiner Kamera ist ein SD-Kartenslot verbaut, der nur den UHS-I Standard unterstützt. Das heißt, ich kann zwar sehr große SD-Karten verwenden, aber mehr Geschwindigkeit ist nicht drin! - Wirklich nicht?

 

Nach einer kurzen Recherche im Netz fand ich dann den Hinweis, dass man tunlichst nicht JPG- und RAW-Dateien gleichzeitig speichern soll, da der interne Puffer der Kamera damit stärker belastet wird, als wenn er entweder nur Dateien im JPG-Format oder nur im RAW-Format speichern soll. - Aha! Eine "sortenreine" Speicherung ist also schneller?! - Kurz getestet und siehe da, mein Problem mit dem Bildserien ist gelöst. Ich kann jetzt fast unendlich lang zwei RAW-Dateien schiessen, neu fokussieren, wieder zwei Bilder machen, neu fokussieren usw. Und das mit meinen bisherigen SD-Karten! Dadurch, dass ich jetzt keine JPG-Dateien mehr auf die SD-Karte speichere, habe ich auch noch etwa 15% mehr Speichervolumen gewonnen. Ich bekomme jetzt also mehr RAW-Dateien auf eine SD-Karte. - Ab jetzt kann ich also behaupten ... "I SHOOT RAW!"

 

Die schnellere SD-Karte ist auch wirklich schneller, wenn man eine Kamera hat, die diese Karten unterstützt. Aber selbst die neuste Canon EOS 5D Mark IV tut dies merkwürdigerweise nicht. Daher tausche ich die UHS-II Karte jetzt wieder um.

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Shooting mit Nika auf Zollverein

Die Fotos sind entstanden mit meiner Canon EOS 5D III, einem Sigma 50mm 1,4 Art und vorhandenem Licht. Nachbearbeitung mit Adobe Photoshop 2017 CC und Google Nik Collection.