Pinhole Fotografie

 

Manchmal suche ich nach neuen Herausforderungen. Meist setze ich mir dann ein neues Thema und versuche mich einzuarbeiten, ein paar Bilder zu machen, auszuprobieren, ob ich das kann und ob es mir Spaß macht. Nicht selten geht das mit dem Kauf von neuem Equipment einher. Wobei es auch umgekehrt laufen kann. Ich sehe neues Equipment und interessiere mich erst darüber für das Thema. So auch hier: Pinhole-Fotografie. Ich stöberte bei ebay nach alten analogen Objektiven und stolperte über eine über Kickstarter crowd-finanzierte Firma, die Pinhole-Objektive für die digitale Kameras herstellt. Die Firma heißt thingyfy und stelle verschiedene Pinhole-Objektive her, die entweder über eine feste Lochgröße oder sogar veränderbare Lochgrößen verfügen. Ich kaufte schließlich ein gebrauchtes Pinhole Pro Objektiv für den X-Mount von Fuji (Präfix "FX" bei den Objektiven) und probierte es an einer Fujifilm X-E3 aus (übrigens eine hervorragende Digital-Kamera, die man aktuell sehr günstig gebraucht kaufen kann).

 

Im Endeffekt ist ein Pinhole-Objektiv nichts anderes als ein Metallgehäuse wie bei einem Linsenobjektiv, nur dass es hier weder eine Linsen noch eine Blende gibt, sondern nur ein sehr kleines Loch (sog. Pinhole). In analogen Zeiten gab es auch den Begriff der Lochkamera, die oft aus einem Holzkasten bestand. Vorne das Loch, dass abgedeckt war und zur Belichtung nur kurz von der Abdeckung befreit wurde und an der gegenüberliegenden Seite des Kameragehäuses der Bildträger. Bei einer Digitalkamera hat sich dieses Prinzip kaum geändert: vorne das Loch, hinten der Sensor.

 

Rechnet man die Blendengröße des Lochs aus, ist man schnell bei Werten größer F/100. Da durch das kleine Loch nur wenig Licht einfällt, verlängern sich die Belichtungszeiten entsprechend oder man muss mit dem ISO-Wert deutlich hoch gehen. Die Brennweite liegt irgendwo im Weitwinkelformat, geschätzt vielleicht 25mm, so dass es an der X-E3 auf knapp 40mm hinauslief, also durchaus alltagstauglich ist. Dennoch sind die Fotos generell unscharf, was man zwar durch Veränderung der Lochgröße etwas beeinflussen kann. Aber gerade diese Unschärfe macht einen Teil des Reizes dieser etwas archaisch anmutenden Form der (Digital-)Fotografie aus. Setzt man die Kamera auf ein Stativ, wird die Schärfe etwas besser, aber gut wird sie nie. Dafür fehlt einfach die Linse. Auch auf Gegenlicht reagiert das Loch deutlich empfindlicher als moderne Glaslinsen, wie man an einigen der Fotos erkennen kann. Unbearbeitet wirken die Fotos flau, aber durch Erhöhung des Kontrastes entfalten die Fotos einen ungewohnten Reiz.

 

Wer möchte und entweder eine Fuji-Kamera mit X-Mount oder eine Canon Kamera mit EF/EF-S oder RF-Bajonett besitzt, kann mich gerne auf einen gemeinsamen Fotowalk ansprechen, in dem er die Pinhole-Fotografie für sich ausprobieren kann.

 

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