NEUTRALE PRODUKTEMPFEHLUNGEN

Meine hier dargestellten Empfehlungen basieren ausschließlich auf meinen persönlich gemachten Erfahrungen. Hierbei bin ich vollkommen unabhängig. Ich bekomme keinerlei Zuwendungen oder andere Vorteile seitens der Hersteller oder der Händler der hier empfohlenen Produkte.

Hinweis zur Verwendung von Marken und Logos auf dieser Website.


Lowepro ProTactic 450 AW

 

+ groß mit variablem Innenraum

+ robust mit gutem Schutz gegen Staub und Regen

+ nur von Innen oder oben zu öffnen

+ außen können verschiedenste Taschen oder Haltegurte angebracht werden

+ bequem zu tragen

- hoher Preis

- keine von außen erreichbare Tasche

- keine Smartphone-Tasche

 

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Lowepro Flipside 500 AW II oder 400 AW II

 

+ groß mit variablem Innenraum

+ robust mit gutem Schutz gegen Staub und Regen

+ von außen erreichbare große Tasche inkl. Handy-Fach

+ zwei Außenfächer für Wasserflasche, Regenschutz o.ä.

+ bequem zu tragen

+ auch in "einer Nummer kleiner" zu haben (heißt dann 400 AW II)

- hoher Preis

 

Link zu amazon.de (500 AW II)

Link zu amazon.de (400 AW II)


Lowepro Flipside 500 AW

 

+ groß mit variablem Innenraum

+ robust mit gutem Schutz gegen Staub und Regen

+ von außen erreichbare große Tasche inkl. Handy-Fach

+ zwei Außenfächer für Wasserflasche, Regenschutz o.ä.

+ bequem zu tragen

+ auch in "einer Nummer kleiner" zu haben (heißt dann 400 AW II)

+ gutes Preis-/Leistungsverhältnis

- Vorgänger zu Nachfolgemodell "Flipside 500 AW II"

 

Link zu amazon.de (500 AW)


Beauty Dish Softbox von RoundFlash

Foto: roundflash
Foto: roundflash

Zuerst hat die polnische Firma RoundFlash einen faltbaren Rundblitz entwickelt. Das zweite Produkt ist ebenfalls eine faltbare Softbox zu Verwendung mit einem Aufsteckblitz, diesmal aber mit der Lichtcharakteristik eines 45cm Beauty Dish.
Das bedeutet, zusammen mit einem Aufsteckblitz entwickelt es ein weiches Licht mit einer nach außen abfallenden Helligkeit und runde, natürlich wirkende Reflexionen in den Augen einer portraitierten Person.

Die RoundFlash Beauty Dish Softbox ist sehr leicht und weist zusammengelegt ein geringes Packmaß auf, lässt sich also gut transportieren und bei Outdoor-Shootings einsetzen. Nur der Mechanismus zum Aufspannen ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber beherrschbar.


Foto: roundflash
Foto: roundflash

Von der polnischen Firma RoundFlash gibt es auch einen faltbaren Lichtformer als Striplight.

 

Unten wird der Systemblitz einfach reingehängt. Durch sein Eigengewicht zieht er das etwa 100cm lange Striplight auseinander. Fertig ist das transportable Striplight für den Einsatz outdoor oder im Studio.

 

Dieser Lichtformer gibt einen langen, schmalen Lichtstreifen ab und eignet sich damit besonders zur People- und Produktfotografie.

 

Das RoundFlash Striplight ist sehr leicht und weist zusammengelegt ein geringes Packmaß auf, lässt sich also gut transportieren und zu Outdoor-Shootings mitnehmen.


Westcott Apollo Deep Umbrella White 109cm

Westcopp Apollo Deep Umbrelle White 109cm
Foto: Enjoyyourcamera

Der am einfachsten zu verwendende Lichtformer ist sicher ein Reflektorschirm. Diese gibt es meist mit einer silbernen oder einer weißen Innenseite, in die das Blitzlicht gerichtet wird. Das Licht wird von der Innenseite reflektiert und dadurch weicher, was sich insbeosondere bei der Portraitfotografie positiv bemerkbar macht.

 

Das hier gezeigte Modell ist nicht ganz billig, dafür aber qualitativ hochwertig produziert, zuverlässig und erzeugt aufgrund seiner fast runden Form ein schönes Catchlight in den Augen des Portraitierten. Außerdem ist es tiefer gefertigt, als viele andere Reflektorschirme, wodurch das Licht nicht so breit streut und sich dadurch besser ausrichten lässt. Dies ist beispielsweise dann hilfreich, wenn ein dunkler Hintergrund nicht unbeabsichtigt ausgeleuchtet werden soll.

 

Da der Lichtformer wie ein Regenschirm gefertigt ist, lässt er sich leicht tranportieren und ist schnell auf- und wieder angebaut. Zusätzlich wird ein Schirmneiger benötigt. Erhältlich hier.


Robustes Lampenstativ

Foto: quenox
Foto: quenox

Lampenstative sind bei der Fotografie mit Kunstlicht unerlässlich. Zwar kann man einen Studioblitz oder Systemblitz auch mal auf ein Kamera-Stativ montieren, diese lassen sich aber in aller Regel nicht hoch genug ausfahren und sind auch nicht wirklich für diesen Einsatzzweck gemacht. Lampenstative sind daher die bessere Wahl. Aber auch hier gilt: "You get what you pay." Zwar gibt es billige Lampenstative ab EUR 10,- im Netz, wenn man aber bedenkt, dass der oben montierte Blitzkopf auch mal locker EUR 300,- bis EUR 700,- kosten kann, sollte man nicht riskieren, dass das billige Stativ beim ersten Windstoß oder Rempler umkippt und die teure Ausrüstung Schaden nimmt. 

 

Das Lampenstativ von Quenox ist ein gutes Einsteiger-Modell, hat ein vergleichsweise geringes Gewicht, weist mit 75 cm ein geringes Packmaß auf, kann bis 278cm ausgefahren werden, verfügt über eine Luftdämpfung und liegt preislich dennoch in einem sehr akzeptablen Bereich.


Schirmneiger aus Metall

Foto: calumetphoto.de
Foto: calumetphoto.de

Schirmneiger bzw. Blitzneiger sind unerlässlich, wenn man einen Diffusor oder einen Systemblitz auf einem Lampenstativ montieren möchte. Auch hier habe ich verschiedene Marken und Preiskategorien ausprobiert. Vergessen Sie bitte alles, was nicht aus Metall ist. Kunststoff bricht meist schon nach wenigen Shootings.

 

Für mich hat der "Calumet Schirmneiger" das beste Preis-/Leistungsverhältnis.

 

Wenn Sie ihn als Blitzneiger verwenden wollen, benötigen Sie noch einen "Hot Shoe Adapter" mit 1/4 Zoll Stativanschluss.


Schirmneiger aus Kunststoff

Foto: amazon.de
Foto: amazon.de

Anstelle des konventionellen Schirmneigers gibt es auch solche, die Lichtformer eines bestimmten, weit verbreiteten Anschlussystems wie das S-Type-System von Bowens aufnehmen können. Ich habe gute Erfahrungen mit dem Neewer S-Type Haltewinkel gemacht. Der ist zwar nicht aus Metall, ist aber ausreichend stabil, um auch große Striplights sicher und fest aufzunehmen.

 

Oben wird ein Systemblitz eines beliebigen Herstellers mit der Halteklammer fixiert. Einen separaten Hot Shoe Adapter benötigt man also nicht. Vorne wird der Lichtformer eingesetzt und arretiert. Der Haltewinkel verfügt auch über die Möglichkeit, einen Durchlicht- oder Reflektorschirm zu montieren und ist daher ziemlich flexibel einsetzbar.

 

Einziger Nachteil: Er nimmt im Gebäck relativ viel Platz weg, ist dafür aber leicht und preiswert.


Software "PortraitPro" zur Optimierung von Portraitfotos

Haut und Augen optimiert mit "PortraitPro" (aktuelle Version 17)
Haut und Augen optimiert mit "PortraitPro" (aktuelle Version 17)

Die Nachbearbeitung von Portraits kann eine aufwendige Sache sein. Nicht umsonst sagt man, dass etwa eine Hälfte der Zeit für das eigentliche Shooting und die zweite Hälfte für die Nachbearbeitung am PC aufgewendet werden muss. In meinem Fall entwickle ich die Fotos zunächst aus der RAW-Datei in Photoshop CC, mache dann eine Retusche in der JPEG-Datei und optimiere anschließend Haut und insbesondere die Augen in "PortraitPro". Ganz zum Schluss probiere ich dann verschiedene Looks aus, in dem ich Farb- und Schwarz/Weiß-Filter anwende.


Smartphone App "Hyper Focal Pro"

Quelle: www.play.google.com
Quelle: www.play.google.com

Hersteller: Zendroid

Die Blende steuert die Schärfentiefe! Ja stimmt, aber auch die Größe des Sensors, die verwendete Brennweite, die Entfernung zum Motiv und der Abstand zum Hintergrund beeinflussen die Schärfentiefe maßgeblich.

 

Aber wie groß ist der Bereich der Schärfentiefe (engl. "Depth of Field") nun konkret? Bei großen Blendenöffnungen und langen Brennweiten kann diese Ebene mal schnell nur aus wenigen Zentimetern bestehen, bei kürzeren Brennweiten und weiter geschlossener Blende durchaus auch mehrere Meter bis hin zur "Unendlichkeit".

 

Wie weit muss ich also die Blende schließen, wenn ich zum Beispiel ein Gruppenfoto machen will, bei dem alle Fotografierten scharf dargestellt werden sollen? Diese und andere Antworten liefert der "Hypofokal-Rechner".



Smartphone App "Adobe Photoshop Express"

Quelle: App Store
Quelle: App Store

Hersteller: Adobe

Fotobearbeitung auf dem Smartphone oder dem Tablet ohne Schnickschnack. Mit der Adobe App kann man tatsächlich "zwischendurch" mal einfache Beauty-Retusche machen, grundlegende Helligkeitskorrekturen vornehmen und verschiedene Bildlooks ausprobieren.

Erhältlich für iOS und Android.



iPad App "Adobe Lightroom for iPad"

Quelle: App Store
Quelle: App Store

Hersteller: Adobe

Fotobearbeitung auf dem iPad. Mit der Adobe App kann man tatsächlich grundlegende Bildbearbeitung vornehmen. Alle wichtigen Features der "großen Lightroom"-Version sind verfügbar. In Verbindung mit einem CC-Abo kann man sogar seine eigenen Presets verwenden.

Lightroom ist nicht nur für iPads, sondern in eigenen Versionen auch für iOS-Smartphones und Android verfügbar.



Faltreflektor von Delamax

Foto: www.delamax.de
Foto: www.delamax.de

Faltreflektoren gehören zur Standard-Ausstattung jedes Portrait-Shootings: Damit kann man Schatten spenden, einen weißen oder schwarzen Hintergrund improvisieren, Blitzlicht weicher machen, Streulicht vermindern, dunkle Bereiche aufhellen und zusätzliches Licht auf das Motiv reflektieren.

Ich empfehle den 107cm großen "5 in 1" Faltreflektor von Delamax. Der ist robust und im Handel für etwa EUR 20,- erhältlich.

Zum Beispiel bei Amazon.



Schnelle Speicherkarten Typ "Extreme Pro" von SanDisk

SanDisk Extrme Pro SD-Karte 64 GB
Quelle: www.sandisk.de

Bei einer SD- oder CF-Speicherkarte kommt es neben der Zuverlässigkeit vor allem auf eine schnelle Schreibgeschwindigkeit an, damit die Kamera die soeben gemachten Fotos möglichst zügig aus dem internen Zwischenspeicher wegschreiben kann. Dies ist insbesondere bei Kameras mit hoher Auflösung, beim Fotografieren im RAW-Format und bei schnellen Bildserien von Bedeutung. Aber auch die Lesegeschwindigkeit ist wichtig, denn schließlich will man nach einer Fototour oder einem Shooting nicht endlos lange warten, um die Bilder von der Karte auf den PC herunter zu laden. Speicherkarten des renommierten Herstellers SanDisk erfüllen nach meiner Einschätzung diese Kriterien und weisen ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis auf.

 

Leider wird auf der Vorderseite der Speicherkarten generell nur die Lesegeschwindigkeit angegeben (in dem Beispiel 170 MB pro Sekunde). Die jeweils angegebenen Kennzeichnungen (hier "SDXC I", "V30", "U3" und "C10") sind nur bedingt hilfreich, weil sich diese Angaben nur auf Standards zu Mindestgeschwindigkeiten beim Schreiben beziehen. Diese liegen aber weit unterhalb der tatsächlichen Schreibgeschwindigkeiten der jeweiligen SD-Karte. Beispiel der abgebildeten Karte: "class 10" bedeutet eine Schreibgeschwindigkeit von mindestens 10 MB/s. Laut Herstellerangaben erreicht diese SD-Karte jedoch eine tatsächliche Schreibgeschwindigkeit von 90 MB/s (Angaben laut Homepage des Herstellers). Insofern sind die Angaben zur Klassifikation nur bedingt hilfreich. Bitte beachten Sie außerdem, dass ältere Kameras teilweise nur kleinere Karten verarbeiten können. Vergleichen Sie die Angaben der Karte (z.B. "SDXC") mit den Angaben in der Bedienungsanleitung Ihrer Kamera, falls Sie nicht sicher sind.

 

Vorsicht deshalb beim Kartenkauf: Der Prominent auf der Packung und der Karte angegebene Wert (hier 170 MB/s) bezieht sich auf die Lesegeschwindigkeit, die aber zweitrangig ist. Wichtiger ist die Schreibgeschwindigkeit, zu der man Angaben aber bestenfalls im Kleingedruckten auf der Packungsrückseite oder schlechtestenfalls auf der Homepage des Herstellers findet.

SanDisk gibt beide Werte auf der Packungsrückseite an. Hier sieht man, dass diese Karte mit bis zu 170 MB/s gelesen und mit bis zu 90 MB/s beschrieben werden kann. Das sind sehr gute Werte, die für die meisten Anwendungsfelder vollkommen ausreichend sind.

 

Es gibt sogar Fälschungen der Originale, die deutlich billiger angeboten werden, jedoch weder die angegebenen Geschwindigkeiten erreichen, noch den angegebenen Speicherplatz aufweisen. Deshalb solche Karten am besten nicht bei ebay kaufen.

 

Doch zurück zum Original: Was die Zuverlässigkeit der Karten dieses Herstellers angeht, so bin ich nach über 16 Jahren Digitalfotografie noch nicht enttäuscht worden. Bisher habe ich weder bei CF- noch bei SD-Karten Schreib-/Leseprobleme gehabt. Auch das Preis-/Leistungsverhältnis ist für mein Dafürhalten vollkommen ok.

 

Was die Größe des Speicherplatzes betrifft, so komme ich beispielsweise mit der Canon EOS 5D Mark III, die eine Auflösung von 22,3 Megapixel besitzt und RAW-Dateien mit einer Größe um 25 MB pro Datei produziert, am besten mit SD-Karten mit einer Kapazität von 64 GB zurecht. Bei dieser Konfiguration passen dann rund 2.500 Dateien auf eine solche SD-Karte. Fotografiere ich mit dieser Kamera nur im JPG-Format mit höchster Auflösung sind es bereits 9.000 Dateien. Solange man also nicht auf Reisen ist und die Fotos zwischendurch auf ein anderes Speichermedium verschieben kann, reichen die 64 GB absolut aus. Da ist dann auch noch Platz für ein paar mit der Kamera gemachte Videoclips. SD-Karten mit 128 GB und mehr sind nur unter extremen Bedingungen sinnvoll. Also lieber eine zweite Karte mit 64 GB kaufen, anstatt einer mit 128 GB.

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Akku-Ladegerät TI-800L von TENSAI für bis zu 8 Akkus gleichzeitig

TI-800L von TENSAI

Bisher hatte ich nur ein altes Akku-Ladegerät, mit dem ich entweder 2 oder 4 Akkus gleichzeitig laden konnte. Außerdem konnte ich entweder AA-Akkus oder AAA-Akkus laden, nicht aber gemischt. Das macht das Ladegerät  "TI-800L" von TENSAI besser.

Es kann 1 bis 8 Akkus unterschiedlicher Kapazität und Größe (AAA oder AA) gleichzeitig laden. Außerdem wird der Ladezustand jedes einzelnen Akkus separat angezeigt und überwacht (Einzelschachtüberwachung). Sind alle Akkus voll, zieht das Ladegerät auch keinen Strom mehr aus der Steckdose. - Bestückt mit 8 eneloop Akkus ist es bei Amazon für EUR 49,- zu bekommen.



Farbfolien bzw. "Color Gels" von Lee Filters

Lee Filters

Die Firma "LEE Filters" vertreibt Farbfolien aus Kunststoff in unterschiedlichsten Farben. Bei Portrait-Fotografen sind diese Folien beliebt, weil sie in Verbindung mit Studioblitzen farbiges Licht erzeugen, um zum Beispiel Hintergründe zu gestalten oder um bestimmte Farbstimmungen zu erzeugen.

 

Leider sind die Folien relativ teuer.  - Aber es gibt einen Trick:

Lee Filters

Diejenigen Fotografen, die einen Aufsteckblitz/Systemblitz nutzen wollen, können sich ein Produktmuster gegen eine kleine Schutzgebühr zuschicken lassen. Diese Farbfolien haben ziemlich genau die Abmessungen eines üblichen Systemblitzes und können problemlos an diesem befestigt werden.

 

Die Folienmuster gibt es für EUR 10,- bis 20,- unter dem Stichwort "Lee Gel Filters" bei ebay.

Lee Filters

Einfach aus einer solchen Produktmustersammlung die gewünschte Farbe herausnehmen und auf dem Systemblitz mit zwei Streifen Tesafilm-Streifen befestigen. Die Klebestreifen lassen sich sowohl vom Blitzgehäuse als auch dem "Lee Filter" leicht wieder entfernen, so dass eine mehrfache Verwendung möglich ist. Selbst wenn die Folien zerknittern, ist dies kein Problem. Man sieht davon nichts. - Bei Portraits einfach den Blitz mit der Farbfolie auf den Hintergrund ausrichten und zusätzlich zum Hauptblitz auslösen lassen.

etwas Tesafilm reicht als Befestigung
etwas Tesafilm reicht als Befestigung
weißer Hintergrund bläulich eingefärbt
weißer Hintergrund bläulich eingefärbt
geringe Blitzleistung = dezente Farbnote
geringe Blitzleistung = dezente Farbnote
hohe Blitzleistung = heftige Einfärbung
hohe Blitzleistung = heftige Einfärbung


Ringblitz-Diffusor von Roundflash

Foto: enjoyyourcamera / roundflash
Foto: enjoyyourcamera / roundflash

Lichtformer sind in der Portraitfotografie eine nützliche Sache. So genannte Ringblitze, bei denen das Licht um das Objektiv herum abgegeben wird, sind ungewöhnlich und erzeugen tolle Effekte.


Der Hersteller Roundflash hat es erfolgreich geschafft, einen leichten und daher mobilen Diffusor so zu bauen, dass er einem Ringblitz sehr stark ähnelt. Da er nur einen normalen Systemblitz als Lichtquelle benötigt, ist er problemlos mobil einsetzbar. Anders als bei vielen anderen "echten" Ringblitzen, die über eigene Leuchtmittel und eine eigene Stromversorgung verfügen, ist dieser Ringblitz-Diffusor mit 45cm Durchmesser sehr groß.

Foto: enjoyyourcamera / roundflash
Foto: enjoyyourcamera / roundflash

Hierdurch wird das Licht wie bei einer Softbox sehr schön gestreut und große kreisrunde Lichtringe sind in den Augen der Portraitierten zu sehen. Außerdem lässt sich dieser Ringblitz mit wenigen Handgriffen auf ein sehr kleines Packmaß zusammenfalten, so dass er im Fotorucksack leicht Platz findet.


Wie nebenstehend zu sehen, wird das Objektiv durch die Mitte hindurchgesteckt und der Systemblitz wird durch eine zusätzliche Öffnung in das Innere des Diffusors gesteckt und mit Klettverschlüssen befestigt. Ein Stativ ist nach meiner Erfahrung nicht erforderlich.  Der Diffusor ist leicht und kann auch mit der Kamera zusammen gut beherrscht werden.

Model: Lucy
Model: Lucy

Einziger Nachteil: Bei einem Zoomobjektiv kommt man nicht mehr an die Einstellringe für die Brennweite oder den manuellen Fokus heran. Mit einer Festbrennweite oder einer voreingestellten Brennweite ist das aber keinerlei Problem.


Der Effekt ist spektakulär, oder?


Der Preis für dieses sinnvolle Zubehör für Portraitfotografen ist hingegen moderat und liegt deutlich unter den Kosten für einen "echten Ringblitz".


Ich empfehle "ENJOYYOURCAMERA" als Bezugsquelle. Auf Amazon wird er meist zu teuer angeboten.



Yongnuo YN560 IV manueller Systemblitz mit Funksteuerung

Es gibt vier Regeln beim Blitzen:

1. Blitzen Sie entfesselt! Also nicht auf der Kamera montiert, sondern losgelöst davon.

2. Blitzen Sie nur so stark, wie es unbedingt sein muss!

3. Blitzen Sie indirekt! Also über Decke oder Wand reflektiert, um das Licht zu streuen.

4. Machen Sie das Blitzlicht weicher! Beispielsweise mittels eines Diffusors.

Alle vier Punkte lassen sich nicht nur mit einem teuren E-TTL Markenblitz, sondern auch mit einem preiswerten manuellen Systemblitz eines Drittherstellers erfüllen.

 

Anstatt die Steuerung vollständig der Kamera zu überlassen, stelle ich ohnehin die Blitzstärke lieber selbst manuell ein. - Warum also mehrere Hundert Euro ausgeben, wenn ein manueller Systemblitz für weniger als 70,- Euro reicht?

 

Der chinesische Hersteller "Yongnuo" hat den YN560 inzwischen in der vierten Auflage herausgebracht (Mark IV) und wieder ein paar Verbesserungen eingebaut. Das große LCD-Display ist sehr viel übersichtlicher geworden und der Blitz wurde mit einem integrierten 2,4 Ghz Funkempfänger ausgestattet, welcher kompatibel mit den ebenfalls preiswerten Funksystemen RF-602 und RF-603 desselben Herstellers ist.

Hierüber lässt sich der Blitz per Funk von der Kamera auslösen, Kabelsalat oder optische Sensoren sind dann überflüssig.

 

Die Leitzahl ist mit 58 (@ ISO 100, 105mm) erstaunlich hoch. Es stehen verschiedene Betriebsmodi zur Verfügung, wobei ich den normalen "manuellen Modus" (insbesondere per Funk) und den "Slave-Modus", bei dem der Blitz durch einen zweiten Blitz, der als Steuerblitz fungiert, optisch mit ausgelöst wird, bevorzuge. Der Blitz lässt sich im Menü von 1/1 (volle Leistung) bis 1/128 (geringste Leistung) sehr bequem einstellen. Er kann außerdem mit einem Akkublock, wie z.B. von Walimex betrieben werden, was die Ladezeiten verkürzt und zusätzliche Auslösungen erlaubt, ohne die Akkus tauschen zu müssen. Anders als von mir befürchtet, ist die Haptik des "Yongnuo YN560 IV" sehr wertig und steht den Markenprodukten meiner Meinung nach in nichts nach - jedenfalls nicht zu dem Preis!

Links zu den Produkten:

Yongnuo YN-560 Mark III bei amazon

Yongnuo YN-560 Mark IV bei amazon (Nachfolgemodell)

Yongnuo RF-603 Mark II bei amazon *)

 

*) Bitte beachten Sie die Kompatibilität zu Ihrer Kamera-Marke!


LED-Taschenlampe von Zweibrüder

Zu meiner Ausrüstung gehört auch eine Taschenlampe. Diese muss in zwei Situationen zuverlässig ihren Dienst tun: Zum einen relativ schwaches Licht geben, wenn ich im Dunkeln etwas in meinem Kamerarucksack suche oder wenn ich mal wieder den speziellen Knopf an meinem neuen Kameragehäuse nicht finde. Zum anderen muss sie aber auch so stark sein, dass ich sie als Zusatzlichtquelle zur Belichtung eines Fotos verwenden kann.

 

Die erste Funktion erfüllt jede EUR 5,- Taschenlampe aus dem Bauhaus. Bei der zweiten Herausforderung ist das schon etwas ganz anderes: Hierfür muss sie sehr lichtstark sein. Mit der "Lenser P5" von Zweibrüder (EUR 35,- bis 40,-) hab ich einen guten Kompromiss zwischen Preis, Leistung, Qualität, Gewicht und Lichtstärke gefunden.


Neopren Köcher von JJC für Objektive und Kameras

Ich bin sehr pingelig, wenn es um meine Ausrüstung geht. Das sieht man meinen Kameras aber auch an: Trotz intensiver Nutzung werden Sie Staub, Kratzer oder andere Schäden vergeblich suchen. Das hat auch mit der Lagerung zu tun. Der größte Teil meiner Fotoausrüstung liegt gut verstaut in einigen Alukoffern und zwei Fotorucksäcken. Erst wenn ich mal wieder etwas Zeit habe, greife ich mir gezielt ein bis zwei Objektive, einen Kamera-Body und vielleicht noch einen Blitz oder ein Stativ. - Und dann geht's los.

 

Zwar sind Objektive und Kamers in den Rucksäcken gut gegen Stöße und Staub geschützt, trotzdem bewahre ich sie zusätzlich in Neopren-Köchern auf, wie man Sie auf dem Foto sehen kann. Neopren ist ein sehr guter Werkstoff für diesen Zweck, da er keine Feuchtigkeit aufnimmt und auch Staub von den Objektiven fern hält. Außerdem ist er dick genug, um die Ausrüstung vor Erschütterungen oder Stößen zu schützen.

 

Meistens nehme ich keinen Rucksack mit, sondern trage die Kamera mit einem aufgesetztem Objektiv und einem Blackrapid-Kameragurt (siehe andere Empfehlung). Für den Transport im Auto steckt die Kamera samt Objektiv dann in einer Neopren-Schutzhülle, falls sie mal durch das Wageninnere purzeln sollte.

 

Es gibt diese Neopren-Köcher in verschiedenen Größen für praktisch alle Objektive und auch für Kamera-Bodies mit oder ohne aufgesetztes Objektiv. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit dem Hersteller JJC gemacht. Die Ware ist gut verarbeitet und die Nähte gehen nicht auf, wie es leider bei manchen Billiganbietern der Fall ist. Trotzdem ist so ein Köcher mit rund EUR 10,- bis 18,- je nach Größe zzgl. Versand durchaus noch erschwinglich. Beispielsweise bei enjoyyourcamera.com gibt es diese Köcher/Schutzhüllen aus Neopren.


Kamera-Gurte von Blackrapid

Die meisten Spiegelreflexkameras werden mit einem Kameragurt ausgeliefert, den man sich um den Nacken hängt, wodurch die Kamera vor der Brust bzw. dem Bauch baumelt. Das sieht nicht nur bescheuert aus, sondern ist bei größeren Brennweiten aufgrund des Gewichts des Objektivs zudem unbequem. Professioneller und praktischer sind solche Kameragurte, die man sich diagonal über die Schulter legen kann. Die Kamera hängt dann an einer Seite und kann jederzeit mit einem Griff hervorgeholt und ausgelöst werden. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit der Firma "Blackrapid" gemacht.

Hier bei enjoyyourcamera.com.


Akkublock für Systemblitz von Walimex

Zwar habe ich immer mehrere Sätze Akkus dabei, wenn ich den Systemblitz verwende, bei zu erwartenden 500 bis 1000 Fotos auf einem Event-Shooting wird das aber unter Umständen nicht reichen.

 

Daher habe ich mir ein externes Blitz-Akku zugelegt, das zusätzlich Strom für den Systemblitz liefert und so die Aufladezeiten verkürzt.

 

Ich nutze den "Walimex Pro Powerblock II".


Robuste Akkus von Sanyo

Beim Blitzen ist ein Satz Akkus schnell aufgebraucht. Daher sollte man immer mindestens einen zweiten Satz geladene Akkus dabei haben.

 

Allerdings nutze ich den Blitz nicht so oft und so kommt es vor, dass die Akkus schon längere Zeit nicht benutzt wurden und sich durch die Lagerung mit der Zeit selbst entladen haben.

 

Ich empfehle daher die "Sanyo Eneloop" Akkus, denn die entladen sich durch die Lagerung nur wenig.


Funkauslöser von Yongnuo (für externen Blitz oder Kamera)

Wer entfesselt blitzen möchte, benötigt entweder ein Auslösekabel oder einen Funkauslöser.

Ich nutze schon seit ein paar Jahren mehrere "Yongnuo RF-603C II" (für Canon-Blitzschuh) und komme damit gut klar.

 

Einer kommt auf den Zubehörschuh der Kamera, ein zweiter unter den Blitzkontakt des Systemblitzes. Nachteil bei diesen relativ preisgünstigen Funkblitzauslösern: sie übertragen nicht die TTL-Daten, sondern lösen den Blitz nur aus. Das heißt, man muss den Blitz im manuellen Modus betreiben (was ich sowieso lieber tue).

Diesen kleinen Nachteil gleichen sie aber durch eine sinnvolle Zusatzfunktion aus: Man kann damit nämlich nicht nur einen Blitz fernauslösen, sondern der "Yongnuo RF-603C II" kann mithilfe eine Kabels auch zum Funkauslöser für Ihre Kamera werden. - Einer der beiden dient dann als Handauslöser, der andere kommt in den Zubehörschuh Ihrer Kamera und wird mit dem Anschluss des Fernauslösers verbunden. Drückt man den Auslöser, löst die Kamera aus.


Funkauslöser für entfesseltes Blitzen (mit ETTL)

Quelle: amazon.de
Quelle: amazon.de

Yongnuo YN-622C (unter EUR 70,-)

 

Um einen Blitz "entfesselt" einzusetzen, benötigt man einen Fernauslöser. Der Yongnuo YN-622C kommuniziert via ETTL mit Kamera und Blitz und ermöglicht so nicht nur die manuelle Auslösung, sondern die automatische Steuerung durch die Belichtungsmessung der Kamera.


Displayschutz aus Glas von GGS

Anfangs habe ich Displayschutzfolien verwendet, bin aber beim Aufkleben jedesmal verzweifelt: Die Dinger haben immer Blasen geworfen.

 

Dann bin ich auf hauchdünne Schutzgläser gestoßen, die sich viel leichter aufbringen lassen und keine Blaser werfen. Hinzu kommt, dass sie nicht nur einen besseren Kratzschutz sondern auch einen besseren Schutz vor Stößen bieten und das Kameradisplay so besser schützen.

 

Mein Favorit sind Displayschutzgläser von GGS.


Hochformatauslöser (bzw. Akku-/Batteriegriff)

Ein Batteriegriff des Kamera-Herstellers gehört für mich zur Ausstattung einer Spiegelreflexkamera einfach dazu. Wobei ich den Begriff eigentlich unpassend finde, "Hochformatauslöser" oder "Akkugriff" wäre treffender, denn Batterien würde man nur im äußersten Nofall als Energiequelle nutzen.

 

Ich weiß die Hochformatauslöser aufgrund von drei Eigenschaften zu schätzen:

1. Sie verbessern die Stromversorgung der Kameras, weil zwei anstelle eines Akkus zum Einsatz kommen,

2. Schwere oder lange Objektive lassen sich besser handhaben, weil die Kamera samt untergeschraubtem Akkugriff ein besseres Gegengewicht bildet und die Kamera dadurch weniger "kopflastig" wird,

3. Wechselt man vom Querformat auf das Hochformat, braucht man mit der rechten Hand nicht "umgreifen" sondern nutzt einfach die zusätzlichen Bedienelemente des Hochformatauslösers (daher auch dieser Name ...).


Buch "Recht für Fotografen" von Wolfgang Rau

Ich bin schon mehrfach über den Blog oder als Kommentar zu den Youtube-Videos gefragt worden, welche rechtlichen Aspekte bei der Fotografie zu beachten sind. Nun, dieses Thema ist ziemlich komplex. Man könnte auch sagen: "undurchsichtig", weshalb ich es bisher vermieden habe, hierzu etwas zu schreiben. Ferner ist es auch noch von Land zu Land unterschiedlich, so dass Regelungen aus Deutschland beispielweise nicht in Frankreich oder Russland gelten. Hier ist u.a. der deutsche Rechtsgrundsatz der so genannten "Panoramafreiheit" nicht gültig. Kulturelle Besonderheiten spielen hier zusätzlich hinein. Es kommt wie immer auch auf den konkreten Einzelfall an.

 

Außerdem bin ich kein Jurist und meine hier geäußerte subjektive Meinung soll und kann keine Rechtsberatung ersetzen.

Trotzdem möchte ich ein sehr gutes Buch zu diesem Thema empfehlen und zuvor ein paar grundlegende Dinge ansprechen. Angesichts der komplexen Materie bin ich vorsichtig und habe mir folgendes als "Grobe Richtschnur" für meine eigenen fotografischen Aktivitäten gemerkt: Grundsätzlich ist in Deutschland das Fotografieren von Landschaften und Sachen (Gegenständen, Häusern, Pflanzen und Tieren) und deren Veröffentlichung zunächst einmal unproblematisch, solange man dies von einem öffentlichen Gelände aus tut und hierzu keine Hilfsmittel wie beispielsweise eine Leiter benutzt, um über einen Zaun hinweg zu fotografieren. So etwas wie das "Recht am Bild der eigenen Sache" gibt es nicht.

 

Allerdings darf man auch nicht die Privatsphäre Dritter verletzen und beispielsweise von der Straße aus in ein Fenster eines Wohnhauses hinein fotografieren. Wird ein Foto in einem Gebäude (Innenraum) oder auf nicht-öffentlichem Grund und Boden gemacht, sieht das wieder anders aus. Hier muss man grundsätzlich von einem Fotografieverbot ausgehen! Will man fotografieren, muss man sich zuvor die Genehmigung desjenigen einholen, der das Hausrecht ausübt (i.d.R. der Eigentümer, Mieter, Pächter des Geländes usw.).

 

Aus Beweisgründen sollte man diese Genehmigung immer schriftlich einholen, was sich aber in der Praxis als fast undurchführbar erweist, solange man das Shooting nicht Tage vorher plant, sondern spontan fotografiert.

 

Für zoologische Gärten und Tierparks, die ja auch nicht öffentlich sind, gibt es beispielsweise eine Liste mit Angaben, auf welchen Geländen fotografiert oder geblitzt werden darf. Hält man sich nicht daran, verletzt man das Hausrecht. Ein weiteres Beispiel ist die Stiftung Zollverein. Sie erteilt auf ihrer Homepage eine Zustimmung, die an bestimmte Bedingungen geknüpft ist (Zitat): "Private Aufnahmen sind ohne eine Fotogenehmigung möglich. Geht es über die private Nutzung hinaus, stellt die Stiftung Zollverein bei der redaktionellen Nutzung eine kostenfreie Genehmigung aus. Bei kommerzieller Nutzung (Produktwerbung, Anzeigen, Advertorial, etc.), ist die Genehmigung kostenpflichtig."

 

Fotografiert man ein anderes Bild, Kunstwerk oder Foto geht der Gesetzgeber von einer Vervielfältigung aus. Obwohl das Bild eine Sache ist, verbietet das Urheberrecht eine solche Vervielfältigung. Hier müsste der Inhaber der Urheberrechte, also der Künstler und ggf. derjenige, der die Verwertungsrechte erworben hat (eine Galerie, Museum usw.), seine Zustimmung erteilen. Das ist einer von mehreren Gründen, warum in Museen und bei Ausstellungen das Fotografieren meist untersagt ist.

 

Bei Aufnahmen von Menschen ist das Ganze nochmals vertrackter: Personen besitzen das Persönlichkeitsrecht und das Recht am eigenen Abbild und dürfen daher grundsätzlich erstmal überhaupt nicht fotografiert werden (es geht also schon um das Ablichten und nicht wie viele meinen erst um die Veröffentlichung). Erst wenn eine Person die Erlaubnis erteilt, darf man erst anfangen zu fotografieren. Die Veröffentlichung ist ebenfalls (separat) genehmigungspflichtig. Auch hier macht man besser vorab einen Vertrag.

 

Versäumt man das Einholen einer solchen Genehmigung, verletzt man das Persönlichkeitsrecht und der Fotografierte hat den Anspruch, die Löschung der Aufnahme und die Unterlassung einer Veröffentlichung zu verlangen. Darüber hinaus steht ihm Schadenersatz zu.

 

Ausnahmen bestehen bei Personen der Zeitgeschichte (Top-Politiker, Promis usw.), aber auch hier existiert das Recht auf eine Privatsphäre. Eine weiter Ausnahme, sind Versammlungen wie Demonstrationen, Prozessionen, Sportveranstaltungen, Umzüge, Hochzeitsfeiern usw., soweit sie in der Öffentlichkeit und nicht im rein privaten Rahmen als geschlossene Gesellschaft stattfinden. Eine weitere Ausnahme besteht im Falle der "Berichterstattung über Tagesereignisse". So wird die Arbeit von Fotojournalisten für Zeitungen, Nachrichtensendungen usw. durch einen Paragraphen des Urheberrechts vereinfacht. Aber Hobbyfotografen können sich darauf kaum berufen. - Kompliziert, oder?

 

Verträge kommen in Deutschland durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen zustande. Wenn ich also jemanden frage, ob ich ein Foto von ihm machen darf (erste Willenserklärung) und dieser zustimmt (zweite, übereinstimmende Willenserklärung), ist bereits ein Vertrag zustande gekommen. Dafür bedarf es (bis auf bestimmte Ausnahmen im deutschen Recht) erstmal keines Papiers und keiner Unterschrift. Schriftlich Verträge macht man, um Mißverständnisse zu reduzieren und vor allem aus Beweisgründen, damit später nicht eine Partei behauptet, es sei anders gewesen. In der Praxis werden Sie aber nicht mit einem Stapel Blanko-Verträgen rumlaufen und die Leute um Name, Adresse usw. bitten und ihnen dann eine Seite Vertragstext unter die Nase halten.

 

Die Rechtsprechung kennt aber auch den Begriff der "konkludenten Handlung". So kann man eine Zustimmung unterstellen, wenn der Fotografierte in die Linse lächelt, also "konkludent" handelt. Denn dann kann man davon ausgehen, dass er bemerkt hat, fotografiert zu werden und dies auch in dem Moment nicht mißbilligte. Ganz so einfach ist das aber auch wieder nicht, denn in diesen Fällen wird regelmäßig die so genannte "Zweckmitteilung" unterblieben sein, also die Information darüber, was Sie mit dem Foto später machen wollen. Denn juristisch ist es ein Unterschied, ob Sie das Foto nur für ihr privates Archiv, zur Veröffentlichung auf fotocommunity.de oder für ein Sachbuch machen. Fehlt diese Zweckmitteilung, ist die explizit oder konkludent erteilte Einwilligung unwirksam!

 

Der Fotograf hat aber nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte: Das Urheberrecht schützt Fotografen vor jeder unautorisierten Fremdverwertung seiner Bilder. Sämtliche Verwertungsrechte stehen dem Fotografen zu, solange keine Gesetze oder Verträge anderes vorgeben. Es ist dabei zunächst erstmal unerheblich, ob ein Foto mit einem Copyright-Vermerk versehen ist oder nicht. Das Urheberrecht greift trotzdem, auch ohne einen solchen Hinweis.

 

Was heißt das alles nun konkret? - Nun, wer einfach wild in der Gegend herumknipst und die Fotos anschließend auch noch im Netz veröffentlicht, bekommt früher oder später Ärger. Lässt man die ganzen Paragraphen und Ausnahmen auf sich wirken, wird man schnell feststellen, dass eine ganze Reihe Fotografen laufend "mit einem Bein im Knast" stehen. So ist das Sujet der "Street Photography" in Deutschland paraktisch illegal und ohne Rechtsbruch nicht umsetzbar, solange Menschen darauf erkennbar sind. Zur Erinnerung: Personen zu fotografieren ist grundsätzlich verboten, erst nach deren Zustimmung darf fotografiert werden. Landschaften, Natur und Sachen im öffentlichen Bereich zu fotografieren, ist weitgehend unproblematisch. Befinde ich mich aber in einem Gebäude oder auf einem nicht-öffentlichen Gelände, bedarf es immer einer vorherigen Zustimmung, weil sonst gegen das Hausrecht verstoßen wird.

 

Da es zu den rechtlichen Aspekten der Fotografie offenbar jede Menge Fallstricke und mehr Verbote als Erlaubnisse gibt, sollte man sich mit der Materie tiefergehender beschäftigen. Ich kann in diesem Zusammenhang das Buch "Recht für Fotografen" von Wolfgang Rau (ISBN 978-3-8362-2580-9) empfehlen.

 

Herr Rau ist Vizepräsident und Justiziar des Deutschen Verbandes für Fotografie e.V. (DVF) und selbst erfahrener Fotograf. Das Buch beinhaltet auch Musterverträge zu den einzelnen Situationen (z.B. Vertrag mit einem Model für ein Fotoshooting) und ist auch für Nicht-Juristen anschaulich und leicht verständlich geschrieben.


Alle Angaben sind nach bestem Wissen recherchiert, aber ohne Gewähr.

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